(1) Mehlhorn,Uwe (2216) - Bekemann,Uwe (1994) [B38]
41. DFM/V09 Server BdF-Schachserver, 2009
[Uwe Bekemann]



1.Sf3 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 c5 5.d4 cxd4 6.Sxd4 d6 7.Le2 0-0 8.0-0 Sc6 9.Le3 Sxd4 10.Lxd4 Le6 11.f4 Tc8 12.b3 Da5 13.f5 Ld7 14.a3
[Shredder zieht 14.Tf2 in Erwägung, was der Vorbereitung eines weißen Spiels in der f-Linie dienen kann. Aber nach 14...e6 (14...a6 15.a3 Tfe8 16.b4 Dc7+/= ) 15.fxe6 fxe6 16.Dd3 Sh5= ist das Spiel ausgeglichen.; 14.Tb1 bekannt aus einer Partie Majoob-Ryahl, Esfahan 2005, ist ebenfalls gut. In der Partie ging es wie folgt weiter: 14...Lc6 andere Möglichkeiten: (14...Db4 15.a3 Da5 (15...Dxa3 16.Ta1 Db4 17.Txa7+/- ) 16.b4 Dc7+/= ; 14...Dc7!? 15.Dd3 a6 16.a4 Tfe8+/= ; 14...e6 15.fxe6 fxe6 16.Dd3 a6 17.e5 dxe5 18.b4 Dc7 19.Lc5 e4 (19...Tf7 20.Ld6 ) 20.Sxe4 Lc6 21.Sg5 Tfe8 22.Ld6 Dd8 23.Tbd1+/- und Weiß ist klar im Vorteil. Die schwarze Stellung ist sehr beengt und es ist nicht ersichtlich, wie ein aktives Gegenspiel aufgezogen werden könnte. Zudem ist der isolierte Bauer auf der e-Linie eher schwächlich als ein baldiger Kandidat für einen Marsch nach vorn) 15.b4 Dd8 16.Dd3 b6 17.Tf3 Sd7+/= ]

14...Lc6
[14...Tfe8 15.b4 Dc7 16.Dd2 Dc6+/= ; 14...Dc7 steht bei Shredder hoch im Kurs, gefiel mir aber nicht. Es könnte folgen: 15.Dd3 Lc6 16.b4 b6 17.Sd5 Dd8 (Vielleicht ist 17...Dd7 besser. Es sagte mir aber nicht zu, weil die Dame von hier aus keinen Einfluss auf f6 bekommt, ich diese Option aber wahren wollte. Nach 17...Dd7 würde ein Aufziehen des e-Bauern eine Figur kosten.) 18.Tad1 Te8 (18...e6 19.Sxf6+ Lxf6 20.fxe6 (20.b5 Lxd4+ 21.Dxd4 e5 22.Dd3 (22.Dxd6 Dxd6 23.Txd6 Lxe4= ) 22...Lb7 23.f6 h6+/= ) 20...fxe6 (20...Lxd4+ 21.Dxd4 fxe6 22.Txf8+ Dxf8 23.Lg4+/- ) 21.Lg4 (21.Lxf6 Txf6 22.Dxd6 Txf1+ 23.Lxf1 Dxd6 24.Txd6+/- ) 21...Lxd4+ 22.Dxd4 Txf1+ 23.Txf1+/- ) 19.Tf3 Sd7 (19...e6?? 20.Sxf6+ Lxf6 21.Lxf6 Dxf6 22.fxg6+- ) 20.Lxg7 Kxg7 21.De3+/= ; In der Partie Kortschnoi - Granda Zuniga, Buenos Aires 1993, setzte Schwarz mit 14...Dd8 fort. Es folgte 15.b4 b6 16.Dd3 Lc6 17.Tad1 Tc7 18.De3 Da8 19.Lxf6 Lxf6 20.Sd5 Lxd5 21.Txd5 Tfc8 22.Tfd1 Dc6 23.c5 bxc5 24.bxc5 Le5 25.Lb5 Dxb5 26.cxd6 Dxd5 27.Txd5 Lxd6 und die Partie endete mit einem Remis im 51. Zug. Die nach dem 27. Zug erreichte Stellung gefiel mir aber aus der Sicht von Schwarz nicht. Deshalb erschien mir die Abweichung mit 14...Lc6 gerade passend zu sein.]

15.Sd5
[Weniger ambitioniert ist 15.b4 Dc7 16.Dd3 b6= ]

15...Dd8
Ich denke, dass die Entscheidung, die ohnehin vor einer Anrempelung stehende Dame unter Deckung des auf e7 stehenden Bauern zurückzuziehen, richtig war, um den stark stehenden weißen Springer dann mit ...e6 zu vertreiben. Eine Alternative hätte das Schlagen auf d5 mit dem Lc6 oder dem Sf6 sein können, wobei ich eher zum wenig wirksam stehenden Läufer tendiere. Die sich ergebenden Verwicklungen sind recht übersichtlich, z.B.: [15...Lxd5 16.exd5 (16.b4 Dc7 17.exd5 Sd7 18.Lxg7 Kxg7= ; 16.cxd5? Sxe4! (16...Sd7 17.fxg6 fxg6 18.Txf8+ Txf8= ) 17.Lxg7 Kxg7 18.Dd4+ Sf6-/+ ) 16...Se8 (16...Sd7 17.Lg4 Tc7 18.Lxg7 Kxg7+/= ) 17.g4 Lxd4+ 18.Dxd4 Dc5+/= ; oder aber mit dem Springer: 15...Sxd5 16.exd5 (16.cxd5 Lb5 ) 16...Ld7 17.Lg4 Tc7 18.h4 Le5+/= ]

16.Dd3
[16.fxg6 hxg6 (16...fxg6 17.Dd3 e6 18.Sc3 Sd7= ) 17.Dd3 Sd7 18.Tad1 Lxd5= ; 16.Lf3 e5 (16...e6 17.Sxf6+ Lxf6 18.Lg4 Lxd4+ 19.Dxd4 Dh4= ) 17.fxe6 (17.Sxf6+ Lxf6 18.Le3 ) 17...fxe6 18.Sxf6+ Lxf6= ]

16...e6
[16...a6 17.Tac1 e6 18.fxe6 fxe6= ; jetzt scheitert 16...e5 wegen 17.Sxf6+ Lxf6 18.Lxa7 b6 19.De3 (diese Ressource stand nach 16.Lf3 e5 noch nicht zur Verfügung, da sich die Dame noch auf ihrem Ausgangsfeld befand)]

17.Sxf6+
[17.Sc3 De7 18.Tad1 b6= ]

17...Lxf6 18.Tad1
[18.Lg4 Lxd4+ 19.Dxd4 Dh4= ; 18.fxe6 fxe6 19.Lxf6 Txf6= ]

18...Lxd4+ 19.Dxd4 Dg5 20.Lf3 Tce8
immer die gleiche Frage: mit welchem Turm wohin? Und hinterher sieht man dann allzu oft, dass die verworfene Alternative wohl doch besser gewesen wäre. Diesmal aber wohl nicht! [20...Tfd8 21.fxe6 fxe6 22.Dxa7 Ta8 23.Dd4 Txa3 24.c5 Txb3 25.cxd6 De3+ 26.Dxe3 Txe3 27.Kf2 Tc3 28.e5 ; auch 20...e5 gefällt mir nicht wegen z.B. 21.Dd2 Dxd2 22.Txd2 gxf5 23.exf5 Lxf3 24.Txf3 Tc6 25.Tg3+ Kh8 26.Tgd3 Td8 27.f6+/- ]

21.Dd2
[21.Dxa7 führt geradewegs in eine wüste Prügeleien, an deren Ende Shredder jeweils - zu Unrecht - einen deutlichen Vorteil bei Weiß sieht. Rybka beurteilt die jeweiligen Schlussstellungen zutreffend mit =. 21...Ta8= 22.Dd4 Txa3 23.fxe6 Txb3 24.Dxd6 Te8 25.exf7+ Kxf7 26.Lg4+ Kg7 27.Ld7 Td8 (27...Te7 28.Lxc6 bxc6 ) 28.De6 (28.Dd4+ Kh6 29.Tf7 De3+ 30.Dxe3+ Txe3= ; 28.h4 Dxh4 29.De5+ Kh6 30.Tf7 Dxe4= ) 28...De3+ (28...Kh6 29.Kh1 Txd7 30.Txd7 Lxd7= ) 29.Kh1 Txd7 30.Txd7+ Lxd7= ]

21...Dxd2 22.Txd2 exf5 23.exf5 Te3 24.Lxc6 bxc6 25.Txd6 Txb3 26.Tf3
mehr denn je trägt die Partie nach einem Abtausch der beiden Türme den Atem des Remis in sich. Andere Versuche bringen aber auch nichts, z.B. [26.a4 Ta3 27.Txc6 Txa4= ; und nach dem sehr passiven 26.Ta1 kann sich Schwarz aussuchen, ob ebenfalls nur reagierend 26...Tc8 spielen will oder (sogar etwas frecher 26...Te8 versucht, z.B. mit der Folge 27.Txc6 Te2 28.f6 h5 29.Tc8+ Kh7 30.Tf8 Tbb2 und Schwarz ist das Remis durch Dauerschach sicher.) ]

26...Txf3
[Shredder will hier 26...Tb1+ spielen und hält auch 26...Tb6 für besser als den Partiezug. Da der Turmtausch das angestrebte Remis deutlich schneller in Reichweite bringt, halte ich nichts von den Vorschlägen der Maschine. Nach 26...Tb1+ hätte folgen können: 27.Kf2 (27.Tf1 Tb2 (27...Tb3 zaubert die Partiestellung nach 25...Txb3 auf das Brett zurück) 28.fxg6 hxg6 29.Txc6 Te8= ) 27...Tc8 (27...Tb2+ 28.Kg3 gxf5 29.Txc6 Te8= ) 28.Kg3 Tb7 29.h3 a5= ]

27.gxf3 Tc8
[27...gxf5 würde Weiß ohne Not zu einem Freibauern auf der c-Linie verhelfen 28.Txc6 Te8 29.Kf2 ]

28.f6 h6 29.h4
[auf 29.Kf2 folgt 29...g5= ]

29...g5 30.h5 1/2-1/2