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[Event "41. DFM/V09 Server"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Mehlhorn, Uwe"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "B38"] [WhiteElo "2216"] [BlackElo "1994"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "59"] [EventDate "2009.05.11"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. Nf3 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 c5 5. d4 cxd4 6. Nxd4 d6 7. Be2 O-O 8. O-O Nc6 9. Be3 Nxd4 10. Bxd4 Be6 11. f4 Rc8 12. b3 Qa5 13. f5 Bd7 14. a3 ({ Shredder zieht} 14. Rf2 {in Erwägung, was der Vorbereitung eines weißen Spiels in der f-Linie dienen kann. Aber nach} e6 (14... a6 15. a3 Rfe8 16. b4 Qc7 $14) 15. fxe6 fxe6 16. Qd3 Nh5 $11 {ist das Spiel ausgeglichen.}) (14. Rb1 {bekannt aus einer Partie Majoob-Ryahl, Esfahan 2005, ist ebenfalls gut. In der Partie ging es wie folgt weiter:} Bc6 {andere Möglichkeiten:} (14... Qb4 15. a3 Qa5 ( 15... Qxa3 16. Ra1 Qb4 17. Rxa7 $16) 16. b4 Qc7 $14) (14... Qc7 $5 15. Qd3 a6 16. a4 Rfe8 $14) (14... e6 15. fxe6 fxe6 16. Qd3 a6 17. e5 dxe5 18. b4 Qc7 19. Bc5 e4 (19... Rf7 20. Bd6) 20. Nxe4 Bc6 21. Ng5 Rfe8 22. Bd6 Qd8 23. Rbd1 $16 { und Weiß ist klar im Vorteil. Die schwarze Stellung ist sehr beengt und es ist nicht ersichtlich, wie ein aktives Gegenspiel aufgezogen werden könnte. Zudem ist der isolierte Bauer auf der e-Linie eher schwächlich als ein baldiger Kandidat für einen Marsch nach vorn}) 15. b4 Qd8 16. Qd3 b6 17. Rf3 Nd7 $14) 14... Bc6 (14... Rfe8 15. b4 Qc7 16. Qd2 Qc6 $14) (14... Qc7 {steht bei Shredder hoch im Kurs, gefiel mir aber nicht. Es könnte folgen:} 15. Qd3 Bc6 16. b4 b6 17. Nd5 Qd8 ({Vielleicht ist} 17... Qd7 {besser. Es sagte mir aber nicht zu, weil die Dame von hier aus keinen Einfluss auf f6 bekommt, ich diese Option aber wahren wollte. Nach 17...Dd7 würde ein Aufziehen des e-Bauern eine Figur kosten.}) 18. Rad1 Re8 (18... e6 19. Nxf6+ Bxf6 20. fxe6 (20. b5 Bxd4+ 21. Qxd4 e5 22. Qd3 (22. Qxd6 Qxd6 23. Rxd6 Bxe4 $11) 22... Bb7 23. f6 h6 $14) 20... fxe6 (20... Bxd4+ 21. Qxd4 fxe6 22. Rxf8+ Qxf8 23. Bg4 $16) 21. Bg4 (21. Bxf6 Rxf6 22. Qxd6 Rxf1+ 23. Bxf1 Qxd6 24. Rxd6 $16) 21... Bxd4+ 22. Qxd4 Rxf1+ 23. Rxf1 $16) 19. Rf3 Nd7 (19... e6 $4 20. Nxf6+ Bxf6 21. Bxf6 Qxf6 22. fxg6 $18) 20. Bxg7 Kxg7 21. Qe3 $14) ({In der Partie Kortschnoi - Granda Zuniga, Buenos Aires 1993, setzte Schwarz mit} 14... Qd8 {fort. Es folgte} 15. b4 b6 16. Qd3 Bc6 17. Rad1 Rc7 18. Qe3 Qa8 19. Bxf6 Bxf6 20. Nd5 Bxd5 21. Rxd5 Rfc8 22. Rfd1 Qc6 23. c5 bxc5 24. bxc5 Be5 25. Bb5 Qxb5 26. cxd6 Qxd5 27. Rxd5 Bxd6 {und die Partie endete mit einem Remis im 51. Zug. Die nach dem 27. Zug erreichte Stellung gefiel mir aber aus der Sicht von Schwarz nicht. Deshalb erschien mir die Abweichung mit 14...Lc6 gerade passend zu sein.}) 15. Nd5 ({ Weniger ambitioniert ist} 15. b4 Qc7 16. Qd3 b6 $11) 15... Qd8 {Ich denke, dass die Entscheidung, die ohnehin vor einer Anrempelung stehende Dame unter Deckung des auf e7 stehenden Bauern zurückzuziehen, richtig war, um den stark stehenden weißen Springer dann mit ...e6 zu vertreiben. Eine Alternative hätte das Schlagen auf d5 mit dem Lc6 oder dem Sf6 sein können, wobei ich eher zum wenig wirksam stehenden Läufer tendiere. Die sich ergebenden Verwicklungen sind recht übersichtlich, z.B.:} (15... Bxd5 16. exd5 (16. b4 Qc7 17. exd5 Nd7 18. Bxg7 Kxg7 $11) (16. cxd5 $2 Nxe4 $1 (16... Nd7 17. fxg6 fxg6 18. Rxf8+ Rxf8 $11) 17. Bxg7 Kxg7 18. Qd4+ Nf6 $17) 16... Ne8 (16... Nd7 17. Bg4 Rc7 18. Bxg7 Kxg7 $14) 17. g4 Bxd4+ 18. Qxd4 Qc5 $14) ({oder aber mit dem Springer:} 15... Nxd5 16. exd5 (16. cxd5 Bb5) 16... Bd7 17. Bg4 Rc7 18. h4 Be5 $14) 16. Qd3 (16. fxg6 hxg6 (16... fxg6 17. Qd3 e6 18. Nc3 Nd7 $11) 17. Qd3 Nd7 18. Rad1 Bxd5 $11 ) (16. Bf3 e5 (16... e6 17. Nxf6+ Bxf6 18. Bg4 Bxd4+ 19. Qxd4 Qh4 $11) 17. fxe6 (17. Nxf6+ Bxf6 18. Be3) 17... fxe6 18. Nxf6+ Bxf6 $11) 16... e6 (16... a6 17. Rac1 e6 18. fxe6 fxe6 $11) ({jetzt scheitert} 16... e5 {wegen} 17. Nxf6+ Bxf6 18. Bxa7 b6 19. Qe3 {(diese Ressource stand nach 16.Lf3 e5 noch nicht zur Verfügung, da sich die Dame noch auf ihrem Ausgangsfeld befand)}) 17. Nxf6+ ( 17. Nc3 Qe7 18. Rad1 b6 $11) 17... Bxf6 18. Rad1 (18. Bg4 Bxd4+ 19. Qxd4 Qh4 $11) (18. fxe6 fxe6 19. Bxf6 Rxf6 $11) 18... Bxd4+ 19. Qxd4 Qg5 20. Bf3 Rce8 { immer die gleiche Frage: mit welchem Turm wohin? Und hinterher sieht man dann allzu oft, dass die verworfene Alternative wohl doch besser gewesen wäre. Diesmal aber wohl nicht!} (20... Rfd8 21. fxe6 fxe6 22. Qxa7 Ra8 23. Qd4 Rxa3 24. c5 Rxb3 25. cxd6 Qe3+ 26. Qxe3 Rxe3 27. Kf2 Rc3 28. e5) ({auch} 20... e5 { gefällt mir nicht wegen z.B.} 21. Qd2 Qxd2 22. Rxd2 gxf5 23. exf5 Bxf3 24. Rxf3 Rc6 25. Rg3+ Kh8 26. Rgd3 Rd8 27. f6 $16) 21. Qd2 (21. Qxa7 {führt geradewegs in eine wüste Prügeleien, an deren Ende Shredder jeweils - zu Unrecht - einen deutlichen Vorteil bei Weiß sieht. Rybka beurteilt die jeweiligen Schlussstellungen zutreffend mit =.} Ra8 $11 22. Qd4 Rxa3 23. fxe6 Rxb3 24. Qxd6 Re8 25. exf7+ Kxf7 26. Bg4+ Kg7 27. Bd7 Rd8 (27... Re7 28. Bxc6 bxc6) 28. Qe6 (28. Qd4+ Kh6 29. Rf7 Qe3+ 30. Qxe3+ Rxe3 $11) (28. h4 Qxh4 29. Qe5+ Kh6 30. Rf7 Qxe4 $11) 28... Qe3+ (28... Kh6 29. Kh1 Rxd7 30. Rxd7 Bxd7 $11) 29. Kh1 Rxd7 30. Rxd7+ Bxd7 $11) 21... Qxd2 22. Rxd2 exf5 23. exf5 Re3 24. Bxc6 bxc6 25. Rxd6 Rxb3 26. Rf3 {mehr denn je trägt die Partie nach einem Abtausch der beiden Türme den Atem des Remis in sich. Andere Versuche bringen aber auch nichts, z.B.} (26. a4 Ra3 27. Rxc6 Rxa4 $11) ({und nach dem sehr passiven} 26. Ra1 {kann sich Schwarz aussuchen, ob ebenfalls nur reagierend} Rc8 {spielen will oder} ({sogar etwas frecher} 26... Re8 {versucht, z.B. mit der Folge} 27. Rxc6 Re2 28. f6 h5 29. Rc8+ Kh7 30. Rf8 Rbb2 {und Schwarz ist das Remis durch Dauerschach sicher.})) 26... Rxf3 ({Shredder will hier} 26... Rb1+ {spielen und hält auch 26...Tb6 für besser als den Partiezug. Da der Turmtausch das angestrebte Remis deutlich schneller in Reichweite bringt, halte ich nichts von den Vorschlägen der Maschine. Nach 26...Tb1+ hätte folgen können:} 27. Kf2 (27. Rf1 Rb2 (27... Rb3 {zaubert die Partiestellung nach 25...Txb3 auf das Brett zurück}) 28. fxg6 hxg6 29. Rxc6 Re8 $11) 27... Rc8 (27... Rb2+ 28. Kg3 gxf5 29. Rxc6 Re8 $11) 28. Kg3 Rb7 29. h3 a5 $11) 27. gxf3 Rc8 (27... gxf5 { würde Weiß ohne Not zu einem Freibauern auf der c-Linie verhelfen} 28. Rxc6 Re8 29. Kf2) 28. f6 h6 29. h4 ({auf} 29. Kf2 {folgt} g5 $11) 29... g5 30. h5 1/2-1/2 [Event "MS-073"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Scharf, Wolfgang"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1-0"] [ECO "E15"] [WhiteElo "2083"] [BlackElo "1994"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "79"] [EventDate "2009.03.24"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nf3 b6 4. g3 Ba6 ({Die traditionelle und häufigere Fortsetzung ist} 4... Bb7 {Der Textzug aber verspricht nach Andrew Greet in "play the Queen´s Indian" mehr Aussicht, um auf Gewinn zu spielen.}) 5. b3 { Die wichtigste Antwort. Zu den Alternativen zählen besonders 5.Db3 und 5.Sbd2.} b5 {Der b-Bauer wird mit dem Ziel, ihn als Flügelbauern gegen einen zentralen Bauern abzutauschen.} 6. cxb5 Bxb5 7. Bg2 d5 {Wie über 5...b5 eingeleitet wird das Zentrum besetzt. Zugleich wird dem Einfluss des weißen Läufers auf g2 entgegen gewirkt.} 8. Nc3 Ba6 9. O-O ({Nach der Auswertung der Datenbank verspricht} 9. b4 {den größten Erfolg. Weiß spielt auf ein Übergewicht am Damenflügel und verhindert ein gegnerisches c7-c5. Der Bauer ist nicht zu schlagen, denn nach} Bxb4 $4 {kommt} 10. Qa4+) 9... Nbd7 10. Re1 {Dient der Vorbereitung der Zentrumsöffnung mit e2-e4.} Bb4 $1 {Nach Greet ein guter Zug, da er mit Tempogewinn der Entwicklung dient und sich gegen e2-e4 richtet, indem ein Verteidiger dieses Feldes angegriffen wird.} 11. Bd2 c5 $1 12. a3 ({ Greet bevorzugt} 12. dxc5) 12... Bxc3 $1 13. Bxc3 Ne4 14. Rc1 $146 {Ich halte diese Fortsetzung für eine Neuerung. Zumindest ist mir keine Referenzpartie bekannt.} (14. Bb2 c4 $1 {Greet stellt heraus, dass nun das Zentrum geschlossen bleibt.} 15. bxc4 Bxc4 16. Nd2 Nxd2 17. Qxd2 O-O $11 { Ostenstad-Agrest, Bergen 2001.}) 14... c4 $2 {Dieser Zug, mit dem auch Shredder liebäugelt, gibt die Kontrolle über das Feld b4 auf und macht Weiß dadurch stark.} (14... Nxc3 15. Rxc3 {und nun sind} cxd4 {mit folgender Rochade und} (15... Qb6 {gute Fortsetzungen.})) 15. Bb4 $1 {Der entscheidende Unterschied - anders als in der Partie Ostenstad-Agrest gelangt der Läufer hier nach b4. Dies hätte Schwarz nicht zulassen dürfen, denn auf der Diagonale a3/f8 entfaltet der Läufer große Wirkung. Die schwarze Rochade ist praktisch unterbunden, die Entwicklung ist nachhaltig und auf Dauer gestört.} cxb3 { [%emt 0:00:00]} 16. Ne5 {[%emt 0:00:00]} b2 (16... Bb5 17. Bxe4 (17. Qxb3 a5 ( 17... Nxe5 18. dxe5 a5 19. Bxe4 axb4 $16 20. Qxb4 Rb8 21. Rb1 dxe4 22. a4 $18) 18. Bd2 Ba6 19. Bxe4 Nxe5 $16) (17. Nxd7 a5 (17... Qxd7 18. Bxe4 dxe4 19. Qxb3 a5 $14) 18. Bc5 b2 19. Rc2 Qxd7 $14) 17... b2 (17... dxe4 18. Qxb3 a5 19. Bc5 Qb8 $16) 18. Rc3 dxe4 19. Qc2 a5 20. Bd6 $16) (16... Bb7 17. Bxe4 (17. Qxb3 Nxe5 (17... f6 18. Nc6 Qb6 19. Na5 f5 20. Qe3 $1 $18 {mit Überführung zum Königsflügel. Auch das einfache 20.f3 ist gut.}) 18. Bxe4 Nc6 19. Bd3 a6 $16) ( 17. Nxd7 Qxd7 (17... a5 18. Nc5 axb4 19. Qxb3 Qb6 20. Qxb4 $18) 18. Qxb3 a5 19. Bc5 Nxc5 $14) 17... Nxe5 (17... b2 18. Rc3 Nxe5 19. dxe5 dxe4 $18) 18. dxe5 b2 19. Qa4+ Qd7 $18 20. Qxd7+ Kxd7 21. Rcd1 $18) (16... f5 17. Rc6 Nxe5 18. Rxe6+ $18) (16... Nef6 17. Qxb3 Nxe5 18. dxe5 Nd7 19. e4 Bc4 20. Qa4 a5 21. Bd6 $18) (16... Nxe5 17. dxe5 Rc8 18. Bxe4 dxe4 19. Qxb3 $16) 17. Rb1 (17. Rc2 Bb5 ( 17... Rc8 18. Rxb2 Bb5 19. Bxe4 dxe4 $16) 18. Rxb2 a5 19. Bd2 Nxe5 $14) (17. Rc6 Bb5 (17... Nxe5 18. Rxa6 Nc4 19. Bxe4 dxe4 $14) 18. Bxe4 Bxc6 19. Nxc6 Qc7 $11) 17... Bb5 {Der a-Bauer soll beweglich werden.} (17... Nxe5 18. dxe5 (18. Qa4+ Bb5 (18... Qd7 19. Qxa6 Qc6 20. Qxc6+ Nxc6 $14) 19. Qxb5+ Qd7 20. Qxd7+ Nxd7 $14) 18... Bc4 ({Shredder schlägt} 18... Qb6 {vor, was aber auch nicht weiterhilft. Den Text zug hat er nicht auf der Liste} 19. Bxe4 dxe4 20. Rxb2 Rc8 $18) (18... Bc8 19. Bxe4 dxe4 20. Bd6 $18) 19. Bxe4 dxe4 20. Bd6 $16) ( 17... f6 18. Nd3 Rb8 (18... Qb6 19. Nxb2 Bb5 20. Na4) 19. Rxb2 Bc4 20. f3 $18) 18. Rxb2 ({Toga würde} 18. Nxd7 {mit der Folge} Qxd7 19. Bxe4 dxe4 20. Rxb2 { spielen, aber diese Verflachung hilft nur Schwarz}) (18. a4 a5 19. axb5 axb4 20. Bxe4 dxe4 21. Rxb2 $18) (18. Bxe4 {Rybkas Vorschlag,} dxe4 19. Qb3 Nb6 $14) 18... a5 (18... Rc8 {lässt Weiß den starken schwarzfeldrigen Läufer erhalten} 19. a4 $1 Nxe5 20. axb5 Nc4 21. Ra2 $18) (18... Nxe5 19. dxe5 a5 20. Bxe4 axb4 21. Rxb4 $18 {Nun ist der starke weiße Läufer zwar vom Brett, der mit seiner Beteiligung entstandene Kollateralschaden im Lager des Nachziehenden aber verbürgt einen entscheidenden Vorteil für Weiß.}) 19. Bc5 (19. Bxe4 axb4 20. Rxb4 dxe4 21. Rxb5 $16) 19... Nexc5 20. Rxb5 Nxe5 (20... Ne4 {Dieser Vorschlag von Shredder ist unverständlich. Rybka sieht 20...Sxe5 als beste Fortsetzung an, Toga bestätigt dies.} 21. Bxe4 $18) 21. dxe5 Na6 22. e4 d4 {Der Bauer wird zweifellos fallen, fraglich ist nur das Feld, auf dem es passiert.} (22... O-O 23. exd5 (23. Qa4 dxe4 24. Bxe4 Rc8 25. Rd1 $16) (23. Qd2 dxe4 24. Qxd8 Rfxd8) 23... Nc7 24. Rc5 Nxd5 25. Bxd5 $16) (22... Nc7 23. Rb7 O-O 24. Qc2 Na6 25. exd5 $18) 23. Qd2 (23. Qa4 O-O 24. Rd1 d3 25. Bf1 $16) 23... Rc8 (23... Nb8 { mit der Idee Sc6 scheitert an} 24. Rd1 Nc6 25. Rc5 Qd7 26. Qc2) 24. Rd1 O-O { Nun endlich klappt noch die Rochade, bis jetzt hat Schwarz quasi mit einem Turm weniger gespielt. Die Partie ist aber nicht mehr zu halten.} 25. Qxd4 $16 Qxd4 26. Rxd4 Rc5 27. Bf1 Rxb5 28. Bxb5 Nc5 29. Rc4 Nb3 30. f4 Rd8 (30... Rb8 31. Kg2 (31. Kf2 g6 (31... g5 32. a4 gxf4 33. gxf4 $18) (31... Nd2 32. Rc7 Kf8 33. a4 Nxe4+ 34. Ke3 $18) (31... h6 32. a4 $18) 32. a4 Rd8 33. Ke3 $18) 31... g5 (31... Nd2 32. Rc2 Kf8 33. Rxd2 Rxb5 34. Rd8+ Ke7 35. Ra8 $18) 32. a4 Rd8 33. Rc7 Nd4 $18) 31. Kf2 Nd2 32. Rc2 Nxe4+ 33. Ke3 f5 34. Rc6 Re8 35. Bd3 Kf7 36. Rc7+ Kf8 37. g4 Rb8 38. Bc4 Rb6 39. gxf5 exf5 40. Rf7+ 1-0 [Event "41. DFM/V09 Server"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Bekemann, Uwe"] [Black "Siegel, Willi"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "D35"] [WhiteElo "1994"] [BlackElo "1911"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "50"] [EventDate "2009.05.11"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nc3 Nf6 4. cxd5 exd5 5. Bg5 c6 6. e3 h6 7. Bh4 Bf5 8. Qf3 Bg6 {Vom nun auf schwarzer Seite entstehenden Doppelbauern habe ich mir mehr versprochen, als es mir in der weiteren Partie zu erreichen möglich war. Seine Schwäche konnte ich zu keinem Zeitpunkt nachhaltig beweisen.} 9. Bxf6 Qxf6 10. Qxf6 gxf6 11. Nf3 {Es gibt kaum Partienmaterial zu dieser Stellung. 11.Kd2 und 11.0-0-0 sind in der Praxis als Alternativen zum Textzug zu finden. Mit der Erfahrung aus dieser Partie würde ich beim nächsten Mal statt 11.Sf3 vielleicht einen Aufbau mit g3, Se2 und Entwicklung des Läufers über h3 versuchen wollen, so wie er später in mehreren Nebenvarianten auftritt.} Nd7 ( 11... Bd6 12. Nh4 (12. Kd2 Nd7 13. Nh4 Nb6 14. Bd3 $11) 12... Ke7 (12... O-O 13. Kd2 Re8 14. Bd3 Bxd3 15. Kxd3 Nd7 16. Nf5 Bf8 17. Rae1 Re6 18. f3 Kh7 { Um den Läufer von der Deckung des Bauern auf h6 zu entbinden.} 19. Ne2 c5 { Hoffmann-Bender, Zagreb 2006. Und nun hätte} 20. Nf4 {Weiß einen erkennbaren Vorteil eingebracht.}) 13. Kd2 Nd7 14. Bd3 $11) (11... Na6 12. Kd2 (12. Nh4 Nc7 13. Kd2 Ne6 14. a3 $11) 12... Nc7 13. Nh4 Ne6 14. a3 $11) 12. Kd2 (12. Nh4 Bd6 (12... Rg8 13. g3 (13. Kd2 Bb4 14. g3 Nb6 15. a3 $11) 13... Nb6 14. Kd2 a5 15. b3 $11) (12... Nb6 13. Kd2 (13. b3 Ke7 14. Ne2 Rg8 15. Nf4 $11) 13... a5 14. b3 Rg8 15. Bd3 $11) 13. g3 (13. O-O-O Nb6 14. Bd3 Bxd3 15. Rxd3 $11) 13... Ke7 14. Bh3 Bb4 15. O-O $11) (12. g3 O-O-O (12... Nb6 13. Nd2 (13. a3 Rg8 14. Nd2 O-O-O 15. Bh3+ $14) 13... O-O-O 14. Be2 Rg8 15. O-O $14) 13. a3 $11) (12. a3 Nb6 ( 12... Rg8 13. Nh4 (13. g3 Nb6 14. Nd2 Bd6 15. Bh3 $14) 13... Nb6 14. g3 O-O-O 15. Kd2 $14) (12... Bd6 13. Nh4 (13. g3 Nb6 14. Nh4 O-O-O 15. Kd2 $14) 13... Nb6 14. g3 O-O-O 15. Kd2 $14) 13. g3 (13. Be2 Kd7 14. Nh4 Rg8 15. Kd2 $14) 13... Rg8 14. Nd2 O-O-O 15. b4 $14) 12... f5 $146 (12... Bd6 13. Nh4 Nb6 14. Bd3 $11 (14. Rc1 Bb4 15. Bd3 $11)) ({In einer Partie, gespielt in einem Fernschach-Länderkampf Belgien-Finnland, setzten die Spieler wie folgt fort:} 12... Nb6 13. Nh4 Bh7 14. b3 Nc8 15. Bd3 Nd6 16. Bxh7 Rxh7 17. f3 {Hier erkannte man wohl eine Sinnlosigkeit weiterer Gewinnbemühungen und einigte sich auf ein Remis. Cottegnie-Jäderholm, Fernschach 2008.}) 13. Bd3 (13. Nh4 Ke7 (13... Rg8 14. g3 (14. Bd3 Be7 15. g3 Bxh4 16. gxh4 $11) 14... Ke7 15. Bd3 Kf6 $11) (13... Be7 14. g3 (14. Nf3 Rg8 15. Be2 O-O-O 16. Rac1 $11) 14... Nf6 15. f3 Nh5 16. Rg1 $11) 14. h3 $11 (14. Bd3 Kf6 15. f3 Bb4 16. a3 $11) 14... Kf6 15. g4 fxg4 16. hxg4 $11) 13... Nf6 14. Kc2 (14. Raf1 {würde nach} Ne4+ 15. Kc2 {nur zur Zugumstellung führen.}) (14. Ke2 {war zu bedenken. Nach} Ne4 { hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf nehmen können. Als Motiv wäre Sd2 und f3 grundsätzlich in Betracht gekommen, um dem schwarzen Springer auf e4 entgegen zu treten und keinen schwarzen Baum auf e4 zu lassen. Der Läufer hätte bewahrt werden können. Allerdings wäre der Preis hierfür eine gewachsene Aussicht des Partners auf Initiative am Damenflügel wie auch eine gewisse Schwäche auf e3 gewesen.}) 14... Ne4 15. Rhf1 Rc8 16. Nh4 c5 17. Bxe4 {Die Alternativen sind nicht besser.} (17. Rad1 cxd4 (17... Nxc3 18. Kxc3 (18. bxc3 Be7 19. Bb5+ Kf8 20. Nxg6+ $11 {Hier sieht Rybka Weiß leicht im Vorteil. Allerdings ist es für mich nicht ersichtlich, warum dies so sein soll. Schwarz konsolidiert seine Bauernstellung und kann zufrieden sein. Zudem sind die Läufer ungleichfarbig.}) 18... Kd7 19. Bxf5+ Bxf5 20. Nxf5 $11 {Rybka hält die Stellung für ausgeglichen und hat meines Erachtens Recht damit. Die weiße Bauernstellung ist kompakt, die schwarze zerfleddert. Der weiße König steht allerdings unsicherer. Der schwarze Läufer kann auf der Diagonale a3/f8 aktiviert werden.}) (17... Be7 18. Nxg6 (18. Bxe4 dxe4 19. Nxg6 fxg6 20. d5 $11 ) 18... fxg6 19. Nxd5 cxd4+ 20. Kb1 $14) 18. Bxe4 (18. Nxg6 fxg6 19. Bxe4 dxc3 20. Bxd5 $11) 18... dxc3 19. Bxd5 cxb2+ 20. Kxb2 $11) (17. dxc5 Rxc5 (17... Bxc5 18. Bb5+ (18. Bxe4 $143 dxe4 19. Rfd1 Be7 20. g3 $11) 18... Kd8 19. Rad1 Bb4 20. Rxd5+ $11) (17... Be7 18. Nxg6 (18. Bxe4 dxe4 19. Nxg6 fxg6 20. b4 $14) 18... fxg6 19. Bxe4 dxe4 20. b4 $14) 18. Rad1 (18. Bxe4 dxe4 19. Rfd1 Be7 20. g3 $11) 18... Be7 19. Nxg6 fxg6 20. Bxe4 $11) 17... dxe4 (17... fxe4 18. Nxg6 ( 18. dxc5 Bh5 19. b4 b6 20. Rg1 $14) 18... fxg6 19. f3 exf3 20. Rxf3 $14) (17... cxd4 $2 18. Nxg6 (18. Bxf5 Bxf5+ 19. Nxf5 dxc3 20. bxc3 $16) 18... fxg6 19. Bxf5 gxf5 20. exd4 $16) 18. dxc5 (18. d5 Bh7 19. f3 exf3 20. Rxf3 $11) 18... Rxc5 19. Rad1 (19. Rfd1 Be7 20. g3 $11) 19... Rg8 20. g3 Be7 21. Rd5 (21. Kb1 $5) 21... Rxd5 (21... Bh7 $143 22. Rxc5 Bxc5 23. Nd5 Be7 24. Kb3 $14) 22. Nxd5 Kd7 (22... Bxh4 23. gxh4 Kf8 (23... Rf8 24. h5 Bh7 25. Rg1 $14) 24. Rg1) 23. Nxe7 Kxe7 24. Rd1 Rc8+ 25. Kb1 Rd8 {Hier einigten wir uns auf ein Remis. Dabei spielten auch turniertaktische Überlegungen eine Rolle, zumindest auf meiner Seite. Wahrscheinlich sind die weißen Aussichten auf einen Sieg um einiges höher einzuschätzen als die schwarzen, Gewinnversuche wären aber auch nicht ohne Risiko. Die folgenden Analysen zeigen, dass Weiß im Vorteil sein dürfte.} (25... Rd8 26. Rxd8 (26. Rd4 Rxd4 (26... Rd6 27. Kc2 (27. a3 Ke6 28. Kc2 Rc6+ 29. Kb3 $14) 27... Rc6+ 28. Kb3 Rc5 29. Rc4 $14) 27. exd4 Kd6 28. Kc2 f4 29. Kc3 $11) (26. Kc2 Rxd1 (26... Rc8+ 27. Kb1 (27. Kb3 Rc5 28. Rd4 b5 29. a4 $11) 27... Rc6 28. Ng2 f6 29. Rd5 $14) 27. Kxd1 (27. Nxg6+ $143 fxg6 28. Kxd1 Kd6 29. Kc2 $15) 27... Kd6 28. Kd2 (28. Kc2 $15) 28... a5 29. Ng2 $11) 26... Kxd8 27. Kc2 (27. Ng2 Kd7 28. Kc2 Kc6 29. Kc3 $11) 27... Kd7 28. Kc3 Ke6 29. Kd4 Bh5 ({oder} 29... Kd6 $5) 30. Ng2 Kd6 31. Nf4 Bf3 32. Nd5 Bg4 33. a4 (33. Nc3 a6 34. a4 (34. h4 Bf3 35. a4 Bh5 36. a5 $16) 34... Bh3 35. a5 Bg4 36. b4) 33... a6 (33... Bd1 $143 34. Nc3 (34. a5 Ba4 35. Nf4 Bd1 36. b4 $18) 34... Bb3 35. h3 Ke6 36. a5 $18) 34. Nb6 (34. a5 Bd1 35. Nb6 Bb3) 34... Kc6 35. a5 Bh3 36. b3 Bf1 (36... Kb5 {wäre sehr riskant.}) (36... Bg4 37. Nd5 (37. b4 Be2 38. Nd5 Kd6 ) 37... h5 (37... Kd6 38. Nf6 Bd1 39. Ng8 h5) 38. Nc3 Kd6 39. Nd5 Kc6) 37. h4 ( 37. Nd5 Kd6 (37... Kb5 38. h4 Bh3 39. b4 Bg4) 38. Nf4 Bb5 39. Nh5 Kc6) 37... Be2 (37... Kd6 38. h5 Kc6 39. Nd5 Be2 $16) 38. Ke5 Bd1 39. Nd5 Bxb3 40. Ne7+ $16) 1/2-1/2 [Event "8. DFMM - Gruppe KH-35/B04"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Schwenk, Heinrich"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "E92"] [WhiteElo "1826"] [BlackElo "1944"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "49"] [EventDate "2009.10.15"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. Nf3 O-O 6. Be2 e5 7. Be3 Ng4 8. Bg5 f6 9. Bh4 g5 10. Bg3 Nh6 11. O-O {Diese Fortsetzung wird sehr selten gewählt. Zum Zeitpunkt der Partie fanden sich nur 16 Partien hierzu in meiner Datenbank. Die gängigsten Alternativen sind 11.dxe5, 11.h3 und 11.d5. In "the classical King's Indian Uncovered" von Panczyk und Ilczuk wird 11.0-0 mit keinem Wort erwähnt. In "The King's Indian" von Bologan wird nur Bezug genommen auf eine im Internet gespielte Partie, in der Weiß verloren, aber dabei nicht fehlerfrei gespielt hat.} g4 {Gefiel mir am besten. Dieser Zug hat auf der (zu) spärlichen Datenbasis die beste Erfolgsaussicht. Auf jeden Fall ist er am forschesten.} 12. Nh4 Nc6 13. d5 Nd4 14. f4 gxf3 15. Nxf3 f5 (15... Ng4 { ist eine Alternative. Der Springer kommt ins Spiel und veranlasst Weiß zur Verteidigung des Feldes e3. Nach Möglichkeit soll sich dann Bf5 anschließen. Es könnte wie folgt weitergehen:} 16. Qd2 (16. Qd3 f5 (16... Nxe2+ $143 17. Qxe2 c5 18. dxc6 bxc6 $14 {Die weißen Figuren stehen aktiver. Die halboffene d-Linie gibt dem Anziehenden eine gute Perspektive, Bauer und Feld d6 sind eine Schwäche.}) 17. h3 f4 18. Bxf4 Nxe2+ $11) (16. Bf2 f5 (16... Nxf2 17. Rxf2 f5 18. Qd3 Qe7 $11) 17. h3 Nxf2 18. Rxf2 Qe7 $15 {Schwarz hat das Läuferpaar, auf der langen Diagonale ist der schwarzfeldrige Läufer eine Macht, zumal er es mit keinem gleichartigen Gegenüber mehr zu tun hat. Etwas Sorgen könnte nach einem Springerabtausch auf d5 der dort zu Stehen kommende Bauer bereiten. Über den Aufzug Bc5 aber wird die Stellung sicherbar, wenn erforderlich.}) 16... Bh6 ({oder} 16... f5 17. Nxd4 exd4 18. Nb5 Ne3 $11) 17. Qd3 c5 18. Nxd4 cxd4 $11) 16. Qd3 (16. h3 {(verhindert Sg4)} Nxf3+ (16... Qe7 17. Bf2 fxe4 18. Nxe4 Nhf5 $11) 17. Rxf3 Qe7 18. Bf2 f4 $11) 16... f4 (16... Bd7 {war zu beachten. Hierauf können sich recht unübersichtliche taktische Abwicklungen ergeben. Man sehe:} 17. Bf2 (17. Kh1 Nxe2 (17... fxe4 18. Nxe4 Nxe2 19. Qxe2 Nf5 $11) 18. Qxe2 fxe4 19. Nxe4 Nf5 $11) 17... Qf6 (17... Nxe2+ 18. Qxe2 Qe8 19. Nh4 Qe7 $11) 18. Nh4 Qg5 19. Nf3 Nxe2+ $15 {Das für Schwarz positive Stellungsurteil stammt von Rybka. So recht vertrauen möchte ich aber nicht darauf.}) ({Es kam auch} 16... c5 {in Betracht, z. B.} 17. dxc6 bxc6 (17... Nxe2+ $5 18. Qxe2 bxc6 19. Rad1 Qc7 $14) 18. Rad1 fxe4 19. Nxe4 Bf5 $11) 17. Bf2 Nxe2+ 18. Qxe2 Ng4 19. b4 ({Ich hatte auch mit einem eventuellen} 19. c5 { gerechnet. Auch darauf hätte ich, wie in der Partie,} Nxf2 {gespielt.}) 19... Nxf2 (19... Bd7 20. a4 (20. c5 Qe7 (20... Qf6 21. Qc4 a6 22. a4 Rf7 $11) 21. Rac1 a6 22. Rfe1 Bh6 $15 {Rybka sieht hier Schwarz leicht im Vorteil. Ich denke, dass die schwarzen Möglichkeiten am Königsflügel hierfür den Ausschlag geben, vielleicht auch (zusätzlich) das Läuferpaar. Auf mich allein gestellt würde ich vielleicht auch auf "=" plädieren.}) 20... a6 (20... Qf6 21. c5 a6 22. Qc4 Rf7 $11) 21. c5 Qf6 22. Rad1 Rf7 $11) 20. Qxf2 a6 {Bei einer solchen Bauernformation wie jetzt mit d6/c7/b7/a6 fällt mir immer der Begriff "Quartgriff" von Horst Kmoch ein. Er verwendet ihn in seinem exzellenten Buch "Die Kunst der Bauernführung" und weist der damit verbundenen Bauernformation eine große Stärke zu. Glücklicherweise aber bleibt dies hier eine nur "akademische Variante"; glücklicherweise deshalb, weil unter den jetzt sichtbaren Bedingungen eher Weiß auf den Quartgriff setzen könnte. Es zeichnet sich - zumindest noch - kein Enspiel ab, in dem ein "Quartgriff" entscheidend werden könnte. Und der a-Bauer müsste sich dann auch erst mal auf a5 wiederfinden ...} (20... Bg4 21. c5 (21. Rab1 Kh8 {Räumt das Feld g8 für den Turm.} (21... Qf6 22. c5 Kh8 23. a4 a6 $11) 22. Kh1 Bf6 23. c5 Rg8 $15) 21... Rf6 (21... Kh8 22. Kh1 Qd7 23. Rac1 Bf6 $11) 22. a4 Rh6 23. c6 bxc6 $11) (20... a5 $5) 21. c5 Bf6 (21... Kh8 22. Kh1 Bf6 23. Nd1 Rg8 $11) (21... Bg4 22. Kh1 Kh8 23. Rab1 Qd7 $11) 22. a4 (22. Rfc1 Qe8 (22... Bd7 $5) 23. Nd1 Bg4 24. a4 Rc8 $11) 22... Bg4 (22... Rf7 {führt auch nicht zu mehr. Es könnte folgen:} 23. Nb1 {Der Springer kann sowohl auf d2 als auch auf a3 einen neuen Wirkungskreis finden.} (23. b5 Rg7 (23... Bg4 24. c6 b6 25. a5 bxa5 $11) 24. Kh1 Qe8 25. Rg1 Bg4 $11) (23. Kh1 Bg4 (23... Qf8 24. Rfc1 Bd7 25. Rab1 Bg4 $11) 24. Rfc1 h5 25. h3 Bd7 $11) 23... b6 (23... Rg7 24. Kh1 Bd7 25. Nbd2 Rc8 $11) (23... Rb8 24. Na3 Bd7 25. Nc4 Be8 $11) 24. Na3 Rg7 $11) 23. Rab1 {Die Alternativen versprechen auch nicht mehr. Z. B.:} (23. a5 Rf7 24. Rfb1 (24. Rac1 Qd7 25. Kh1 Rg7 $11) 24... Rg7 $11) (23. Kh1 Qe7 (23... Rf7 24. Rfc1 Rg7 25. Nb1 Bh5 $11) 24. a5 h6 25. Rac1 Rf7 $11) (23. Rfc1 Bh5 (23... Kh8 24. Kh1 Bh5 25. Nb1 Rg8 $11) 24. Rc2 Be7 25. a5 Qe8 $11) 23... Kh8 24. c6 (24. a5 Qe8 (24... Rg8 $5) 25. Kh1 Bd8 26. Qe2 Rg8 $11) (24. Kh1 Qe7 (24... Rg8 $5) 25. Nd1 Rg8 26. Nb2 Bd7 $11) 24... b6 25. a5 {Die Stellung ist völlig ausgeglichen, hier einigten wir uns auf ein Remis. Die "Betonstellung" wird am Beispiel der folgenden möglichen Zugfolge deutlich.} (25. a5 b5 26. Rbd1 Rg8 27. Kh1 Qb8 28. Rd3 Rg6) 1/2-1/2 [Event "MS-073"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Rau, Manfred"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "D94"] [WhiteElo "2065"] [BlackElo "1994"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "73"] [EventDate "2009.03.24"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. Nf3 d5 2. d4 Nf6 3. c4 c6 4. e3 g6 5. Nc3 Bg7 6. Be2 O-O 7. O-O a6 8. a4 a5 (8... Bg4 {ist die Hauptalternative.}) 9. Qb3 ({zumeist wird} 9. b3 {gespielt. Aber auch der Partiezug ist gut bekannt.}) 9... Na6 10. cxd5 cxd5 11. Bd2 Nb4 12. Rfc1 e6 $146 (12... Be6 13. Ne5 (13. Nd1 Qb6 (13... Qd6 14. Bxb4 axb4 15. Rc5 Bd7 $16) 14. Bxb4 axb4 15. Bb5 Qa5 $14) (13. Nb1 Qd6 (13... Qb6 14. Na3 Bf5 15. Nh4 Bd7 $14) 14. Na3 Ne4 15. Be1 Bd7 $14) 13... Nc6 (13... Nd7 14. Nxd7 Bxd7 15. Nb5 Bxb5 $14) 14. f4 Rb8 15. Be1 Nd7 $14) (12... Bf5 13. Nd1 (13. Be1 Rc8 (13... Ng4 14. Nd1 Qd6 15. Bxb4 axb4 $16) 14. Ne5 e6 15. Bd1 Nd7 $11) (13. Ne5 Nd7 (13... Rc8 14. Nb5 Nc6 15. Nxc6 Rxc6 $14) 14. Nf3 Nb6 15. Nd1 Nc6 $11) 13... Qb6 (13... Qd6 14. Rc5 Ra7 15. Bxb4 axb4 $16) 14. Bxb4 axb4 15. Ne5 Rfc8 $14) ({In einer sehr unambitioniert gespielten Partie Matlakov-Megi, spanische Mannschaftsmeisterschaft 2009, wurde} 12... Bf5 {gespielt. Nach den weiteren Zügen} 13. Na2 Nxa2 14. Rxa2 b6 15. Raa1 Qd6 16. Bd1 Ne4 17. Rc2 {einigte man sich auf ein Remis.}) 13. Ne5 (13. Rd1 Qe7 (13... b6 14. Rac1 Qe7 15. Qa3 Rd8 $14 {0.70/19}) 14. Rac1 Bd7 15. Ne5 Rfc8 $14) (13. Qa3 Nc6 (13... Bd7) 14. Ne5 Bd7) 13... Nd7 (13... Nc6 14. f4 Nd7 15. Nf3 Nf6 $16) 14. Nd3 Nxd3 15. Bxd3 Nb8 (15... Nf6 {gefiel mir nicht, auch wenn er von Rybka empfohlen wird. Folgende Entwicklungen wollte ich nicht eingehen:} 16. Rc2 (16. Nb5 Ne8 (16... Qb6 17. Qa3 Bd7 18. b4 axb4 $14 {laut Rybka}) 17. f3 Bd7 18. Qc2 Bf6 $11 {laut Rybka. Mir sagt diese Stellung aber wegen der schwarzen Passivität und der zahlreichen Felderschwächen nicht zu. Die schwarzen Figuren sind zudem unharmonisch aufgestellt, was sich auch nicht schnell ändern lässt.}) (16. Rab1 Ne8 (16... e5 17. Nb5 exd4 18. Nxd4 Ne4 $14) 17. f3 Bf6 18. Nb5 Bd7 $11 { laut Rybka, aber meine Vorbehalte bleiben.}) 16... Qd6 (16... Ne8 17. Rd1 Nd6 18. Nb5 Qb6 $14) 17. Nb5 Qb6 18. Qc3 Bd7 $11 {Rybka bewertet diese Stellung als gleich. Nach} 19. Qc7 {aber sehe ich dies nicht so. Shredder wertet mit +/ =.}) (15... Qe7 16. Ne2 (16. Rc2 Nb8 (16... b6 17. Rac1 Bb7) 17. Ne2 Nc6 18. Rac1 e5 $11 {Rybka}) (16. Nb5 b6 (16... Qd8 17. Nc7 Ra7 18. Rc2 b6 $16 {Rybka}) 17. Rc7 Ba6 18. Rac1 Rfc8 $14 {Rybka}) 16... Nb8 (16... Qd6 17. Qb5 b6 18. Rc6 Qb8 $14 {Rybka}) 17. Rc5 Nc6 18. Rb5 Ra7 $14 {Rybka}) (15... b6) (15... Qb6) 16. Nb5 (16. Bb5 Qb6 (16... Nc6 17. Ne2 Qb6 18. Nf4 Na7 $11 {Rybka}) 17. Ra3 Nc6 18. Ne2 Bd7 $11 {Rybka}) (16. Ne2 Bf6 (16... Nc6 17. Nf4 Bd7 18. Be2 Qe7 $14 {Rybka}) 17. Nf4 Nc6 18. g3 Bd7 $14 {Rybka}) 16... Nc6 (16... Qb6 17. Rc3 Nc6 18. Nd6 Qc7 $14 {Rybka}) 17. Rc2 e5 18. dxe5 Bxe5 19. Bc3 Bxc3 20. bxc3 ( 20. Qxc3 Be6 21. Rd2 {+/= Shredder}) 20... Be6 (20... Ra6 {Dieser Zug wird von Rybka als Bestes ausgeworfen, Shredder hat ihn überhaupt nicht auf der Liste.} 21. Be2 (21. Rd1 Be6 (21... Bg4 22. Be2 Be6 23. Bf3 d4 $14) 22. Be2 Rb6 23. Rcc1 Qg5 $11) (21. Rd2 Be6 (21... Qe7 22. Nd4) 22. Rc1 Ne5 23. Be2 Qb6 $11) 21... Be6 (21... Ne5 22. Rd1 Be6 23. Rb2 Nc4 $14) 22. Rd1 Rb6 23. Bf3 Qf6 $14 { laut Rybka}) (20... Ra6 21. Be2 Be6 22. Rd1 Rb6 23. Rcc1 Ne5 24. Qa3 Qc8 25. Rb1 $11 {Rybka}) (20... Qe7 21. Nd4 Be6 22. Rb1 Rab8 23. Be2 Rbc8 $14) 21. Nd4 (21. Rd1 Qb6 (21... Qe7 22. Nd4 Ne5 23. Be2 Rac8 $11) 22. Qa3 Ne5 23. Rb2 Rfc8 $11) (21. Qa3 Ne5 (21... Rc8 22. Be2 Ne5 23. Rd1 Nc4 $11) 22. Be2 Rc8 23. Rd1 Nc4 $11) 21... Qe7 (21... Rb8 22. Be2 Qd7 23. Qb6 Qd8 $14) (21... Qc7 22. Rb1 Rab8 23. Be2 Qd7 $14) 22. Rb1 (22. Rb2 Rab8 23. Qb6 Rfc8 24. Nxe6 fxe6 25. f4 Qc7 26. Rab1 Qxb6 $11) 22... Rfc8 (22... Nxd4 23. cxd4 Rfc8 24. h3 Rxc2 (24... Qg5 25. Kf1 (25. Kh1 Rxc2 (25... Qd8 26. Rxc8 Bxc8 27. Kg1 Kf8) 26. Qxc2 Qe7 27. Qb2 Rb8 $14) (25. Kh2 Rxc2 (25... Kg7 26. Qxb7 Rxc2 27. Bxc2 Rc8) 26. Qxc2 Qe7 27. Qc5 Qxc5 $14) 25... Rxc2 (25... Kg7 26. Qxb7 Rxc2 27. Bxc2 Rc8) 26. Bxc2 Rc8 27. Bd1 Rc7 $14) (24... Qd7 25. Qb5 (25. Rcb2 Rab8 (25... Rc7 26. Qd1 Ra7 27. Rb5 Qd6) 26. Qa3 Rc7 27. Rb5 Rbc8 $11) (25. Rc5 Rxc5 (25... Qe8 26. Qb5 Rxc5 27. Qxe8+ Rxe8) 26. dxc5 Rc8 27. Qc3 Qxa4 $11) 25... Kg7 (25... Rxc2 26. Bxc2 Rc8 27. Qxd7 Bxd7) 26. Rxc8 Rxc8 27. Qxa5 Rc7 $14) 25. Qxc2 (25. Bxc2 Rc8 (25... Rb8 26. Bd1 b6 27. Bf3 Qd7 $11) 26. Bd3 Qd7 27. Qb5 Rc3 $11) 25... Rb8 ( 25... Qd7 26. Qb3 Rb8 27. Bb5 Qc7 $11) 26. Rb6 Qa3 27. Qb3 Qc1+ $11) 23. h3 Ne5 24. Be2 (24. Bf1 Rc7 25. Qb6 Nc4 26. Bxc4 Rxc4 $11) 24... Nc4 (24... Rc7 25. Rcb2 Rac8 26. Qb5 Rxc3 $11) 25. Bxc4 Rxc4 26. Rcb2 Bc8 27. Qa2 (27. Ne2 Qd7 ( 27... Qe8 28. Ra1 Qc6 29. Qd1 Be6 $11) 28. Ra1 Qc7 29. Qb5 Qc6 $11) 27... Qc7 ( 27... Rxc3 28. Qxd5 Rc5 (28... Qc7 $143 29. Rd1 Rc5 30. Qe4) 29. Qb3 Qc7 30. Qd1 Ra6 $11) 28. Rb5 (28. Ne2 Bf5 (28... Rb8 29. Nf4 Rxc3 30. Nxd5 Rc1+ $11) 29. Rd1 Be6 30. Nf4 Rd8 $11) (28. Rb6 Rb8 (28... Ra6 29. R6b5 Rd6 30. Rxb7 Bxb7 31. Nb5 $14) 29. R6b5 Be6 30. e4 Bd7 $11) 28... Rxc3 (28... Rc5 29. Qd2 Rxb5 30. Nxb5 Qe5 $11) 29. Qxd5 Rc4 30. Rd1 (30. h4 h5 $11) 30... Rxa4 31. Rc5 Qb6 32. Rdc1 Be6 33. Nxe6 Qxe6 34. Qxb7 Rd8 35. Qa7 (35. Rc8 Rxc8 36. Rxc8+ Kg7 37. Qb2+ Kh6 $11) 35... Qd7 (35... Ra2 36. Rxa5 Rad2 37. Ra4 g5 $11) 36. Qb6 Qd6 ( 36... Qd2 37. Rc7 (37. Rc8 Rxc8 38. Rxc8+ Kg7 $11) 37... Rf8 (37... Rb4 38. Qxa5 Rb2 39. Qxd2 Rdxd2 $11) 38. Qf6 Rb4 39. R1c2 Qd1+ $11) 37. Qb2 (37. Rc6 { wäre auch nicht besser gewesen, z.B.} Qb8 (37... Qd5 38. Rc7 Rf8 39. Qc6 Qb3 $11) 38. Qc5 Ra2 39. Qb6 Qa8 $11) 1/2-1/2 [Event "HS-069"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Lautenbach, Walter"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "0-1"] [ECO "E81"] [WhiteElo "1915"] [BlackElo "1956"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "58"] [EventDate "2009.12.14"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] {Die mit MH gekennzeichneten Anmerkungen stammen von Schachfreund Martin Huber. Wahrend der Kommentierung der Partie ergab sich ein persönlicher Kontakt. Martin Huber fand Interesse an der Partie, beschäftigte sich damit und stellte seine Gedanken, Analysen und Ideen zur Verfügung.} 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. f3 O-O 6. Be3 c5 7. Nge2 Nc6 8. d5 Ne5 9. Ng3 h5 10. Be2 h4 11. Nf1 e6 12. Nd2 exd5 13. cxd5 a6 14. a4 Bd7 15. O-O b5 16. axb5 axb5 17. Bxb5 $6 {Dieser Zug gibt Schwarz die Gelegenheit, die Türme auf a1 zu tauschen, so dass die weiße Dame vom wichtigen Feld d3 abgelenkt wird. Dies vergibt zumindest ein Tempo, das der Anziehende aber dringend benötigt, wenn er denn einen Vorteil aus der Eröffnung mitnehmen will. Shredder liebäugelt allerdings sehr mit dem Textzug.} (17. Rxa8 Qxa8 18. h3 (18. Bxb5 Bxb5 19. Nxb5 Qa6 20. Nc3 Rb8 21. Qc2 {Psakhis - Piket, Amsterdam 1990. Nun gibt Bologan weiter an:} Nfd7 22. b3 h3 23. g3 Nd3 24. Nd1 N7e5 $44) 18... c4 19. Qe1 b4 20. Nd1 Qa2 21. Qxh4 Ba4 22. f4 Nd3 23. Bxd3 cxd3 24. Bd4 Bxd1 25. Rxd1 Nh5 26. Bxg7 Kxg7 27. Qf2 Qxb2 $15 {Vyzmanavin - Polgar, Judith, Groningen 1993. Das Stellungsurteil =/+ stammt von Bologan.}) 17... Rxa1 18. Qxa1 h3 {MH: Schwarz hat Kompensation fur seinen Bauern. Eines der entscheidenden Motive in der Partie war, dass der Springer e5 nach d3 kommen konnte. Das zweite Motiv war, dass Schwarz den schützenden Bauern g2 abtauschen konnte. Vermutlich ist dies der hauptsächliche Fehler, dass Weiß nicht wenigstens eines der beiden Motive verhinderte.} 19. Qa7 $146 {Hier weicht Weiß von der Theorie und von Vorgangerpartien ab. MH: Dies dürfte den letzten Rest von Vorteil vergeben.} ( 19. Bxd7 hxg2 (19... Qxd7 20. Qa4 Rb8 21. Qxd7 Nfxd7 $11) 20. Kxg2 Qxd7 21. Qa4 Rb8 22. Qxd7 Nfxd7 23. Nd1 Nd3 24. b3 f5 25. Nf2 f4 26. Bd4 Bxd4 27. Nxd3 Be3 28. Rd1 Bxd2 29. Rxd2 Rxb3 30. Nxf4 Ne5 31. Rf2 c4 32. Rc2 {1/2-1/2, Laurenc,P (2347) - Cid Gallego,S (2337), WCCC32PR08 ICCF, 2008}) 19... Bxb5 (19... hxg2 20. Kxg2 Bxb5 21. Nxb5 Nh5 22. Qc7 Qxc7 23. Nxc7 Rb8 $44) 20. Nxb5 hxg2 21. Kxg2 Nh5 22. b3 {MH: Vermutlich schon der entscheidende Fehler. Weiß überdeckt nicht den Punkt d3.} (22. Qc7 {MH: Wohl auch ein Fehler.} Qh4 {MH: Dieses Motiv funktioniert auch in dieser Stellung wie in der Partie.} (22... Qxc7 23. Nxc7 Rb8 {würde zur Nebenvariante führen, die zu 19...hxg2 (statt 19....Lxb5) betrachtet worden ist.}) 23. Qxd6 (23. Nxd6 Nd3 24. Nxf7 Rxf7 25. Qc8+ Bf8 $17 {Weiß hat zwar in der statischen Bestandsaufnahme drei Bauern fur die Figur, das spielt angesichts des dynamischen Übergewichts des Anziehenden keine Rolle. }) 23... Nd3 $1 24. Nc4 Nhf4+ 25. Bxf4 Nxf4+ 26. Kh1 Qh3 27. Ne3 Bh6 28. Kg1 Ne2+ 29. Kf2 Bf4 $19) (22. Qa3 {MH: Weiß deckt den Punkt d3 und verteidigt sich somit.} Qf6 $11 (22... Qb6 23. Qa4 Rb8 24. Na3 Nd3 $11) 23. Qa6 Rb8 (23... Rd8 24. Na3 (24. Qa5 Rb8 25. b4 Nd3 26. Nxd6 $15) 24... Nf4+ 25. Bxf4 Qxf4 26. Qe2 $15) (23... Nf4+ $5) 24. b3 (24. b4 $143 Nd3 25. Na3 Nxb4 26. Qe2 $17) 24... Nd3 $11 {Es könnte folgen:} 25. Nxd6 Nb4 26. Qc4 Qxd6 27. Bxc5 Nf4+ 28. Kh1 Qc7 29. Bxb4 Qxc4 30. Nxc4 Rxb4) 22... Qh4 {Schleichend hat sich die weiße Stellung immer weiter verschlechtert, ohne dass man einen gravierenden Fehler ausmachen könnte. Auch der Engineeinsatz scheint hier bei der Entwicklung hin zu dieser Stellung an seine Grenzen gekommen zu sein. Spielt man die Stellung mit Daueranalyse bis zu dieser Stellung durch, gibt es keine Warnung.} 23. Qa2 (23. Kg1 Nf4 (23... Nd3 24. Nc4 f5 25. exf5 $19 (25. Nbxd6 $19)) 24. Bxf4 Qxf4 25. Qa2 $19) (23. Nxd6 Nd3 24. Nxf7 Rxf7 25. Qb8+ Kh7 $19) 23... Nd3 {MH: Schwarz hat nun so viele Optionen, dass sich Weiß nicht mehr verteidigen kann. Einerseits kann wie in der Partie das Feld f4 mit einem Springer besetzt werden. Andererseits droht auch Lg7-e5. Schwarz hat eine Ubermacht an Figuren im Angriff gegen den weißen Konig.} (23... Rd8 $6 24. Kg1 (24. Qb1 $6 Nf4+ ( 24... Ra8 25. Nxd6 Ng4 26. fxg4 Qxg4+ $15) 25. Bxf4 Qxf4 26. Qa2 Bf6 $15) 24... Qh3 (24... Nf4 $14) 25. Qc2 f5 $14) 24. Nc4 (24. Kg1 Nb4 25. Qb1 $19) 24... Rb8 $1 {MH: Stockfish schlägt diesen Zug von Bekemann nicht aus eigenem Antrieb vor, sondern würde mit 24...f5 den schwarzen Vorteil aufs Spiel setzen. Selbst nach Eingabe des richtigen Zugs 24...Tb8 sieht Stockfish erst nach 45 Sekunden Schwarz auf der Gewinnerseite. (-1.53 bei Suchtiefe von 17 Halbzügen). Nach 24. ..Tb8 muss Weiß entweder die Kontrolle über das Feld d4 oder über das Feld e5 lockern bzw. aufgeben.} (24... Ndf4+ 25. Bxf4 Nxf4+ 26. Kh1 Qh3 27. Kg1 f5 { Dies ist vermutlich nur Remis. (MH)}) (24... f5 25. Nbxd6 Ndf4+ 26. Kg1 Nh3+ 27. Kg2 N3f4+ {Remis} 28. Bxf4 $4 Nxf4+ 29. Kh1 Bd4 {Variante von MH: An der Schwäche f3 geht Weiß zugrunde.}) 25. Ncxd6 $2 {Das ist der falsche Springer! Nun wird das Feld e5 frei fur den schwarzen Läufer. Für das Spiel entscheidend ist der "Fehlgriff" aber nicht mehr.} (25. Nbxd6 Nhf4+ {MH: Nach Stockfish ist Weiß verloren. Ein Motiv ist der schwache Punkt f3.}) 25... Be5 $1 {Deutlich klarer als einer der beiden verlockenden Springerzüge nach f4 mit Schachgebot, wonach es jeweils wie folgt weitergehen könnte:} (25... Ndf4+ 26. Bxf4 Qxf4 ( 26... Nxf4+ 27. Kh1 Qh3 28. Qf2 Be5 $17) 27. Rb1 Be5 28. Kh1 Bxd6 $19) (25... Nhf4+ 26. Kh1 (26. Bxf4 Nxf4+ 27. Kh1 Qh3 28. Qf2) 26... Qh3 (26... Be5 27. Bxf4 Qxf4 28. Qe2 Nc1 $17) 27. Kg1 Rb6 28. Bxf4 Nxf4 $17) 26. Kg1 Nb2 $1 27. Rf2 $8 Nd1 28. Bh6 Nxf2 29. Qxf2 Bxh2+ {Hier gab Weiß auf. Weiter hatte folgen können:} (29... Bxh2+ 30. Qxh2 Qe1+ 31. Kg2 Ra8 32. Nc3 Ra1 33. Kh3 Qxc3 34. Qg2 Qh8 35. Qd2 Rg1 36. Kh2 Qa1 37. Qf2 Rf1 38. Qg2 Qe1) 0-1 [Event "41. DFM/V09 BdF-Schachserver"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Peschke, Uwe"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "E18"] [WhiteElo "2193"] [BlackElo "1944"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "97"] [EventDate "2009.05.11"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. Nf3 Nf6 2. g3 b6 3. Bg2 Bb7 4. O-O e6 5. c4 Be7 6. d4 O-O {Auf dem Brett entstanden ist Damenindisch in einer Hauptfortsetzung. Ohne Zugumstellung wird diese Stellung über die Folge 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.g3 Lb7 5.Lg2 Le7 6. 0-0 0-0 erreicht.} 7. Nc3 Ne4 8. Bd2 {Hier wird zumeist 8.Dc2 gespielt.} f5 { Meine Partiendatenbank enthielt zu dem Zeitpunkt, als ich mich zum 8. Zug entscheiden musste, exakt 1300 Partien. 8...f5 bot aus der Sicht der Statistik die größten Erfolgsaussichten (42%).} 9. Qc2 Bf6 ({Als Hauptalternative gilt} 9... Nxc3 {Danach setzt sich das Spiel zumeist wie folgt fort:} 10. Bxc3 Be4 11. Qd2 Bf6 12. Ne1 ({oder} 12. Rad1) 12... Bxg2 13. Nxg2 {mit etwa gleichen Chancen.}) 10. Rad1 Nxc3 11. Bxc3 Be4 12. Qc1 (12. Qb3 {ist in jüngster Zeit mehrfach versucht worden, und dies auch mit Erfolg. Viel Erfahrung liegt aber noch nicht dazu vor.}) 12... d6 13. Bh3 {Dieser Zug kam überraschend für mich.} ({Gebräuchlicher und mit einer größeren statistischen Erfolgsaussicht ist} 13. Ne1) 13... Qe8 14. Ng5 Qh5 15. Nxe6 (15. Nxe4 Qxh3) 15... Qxh3 16. f3 Bb7 17. Nxc7 Nd7 18. Nxa8 Re8 19. Rf2 Bxa8 20. Qf4 ({Mit} 20. Bb4 {hatte Azmayparashvili in der Partie gegen Gulko, Elenite 1995, keinen Erfolg. Dort ging es wie folgt weiter:} d5 21. Bd6 Nf8 22. Be5 Be7 23. cxd5 Bxd5 24. e4 fxe4 25. fxe4 Bxe4 26. Qf4 Bd5 27. Bxg7 Ng6 28. Qh6 Qg4 29. Re1 Rc8 30. Bf6 Bxf6 31. Rxf6 Qxd4+ 32. Rf2 Bxa2 $19 {Schwarz gewann dann letztendlich mit dem 80. Zug.} ) 20... Be7 21. Bb4 g5 (21... Nf8 22. Bxd6 (22. g4 Bh4 (22... Ng6 23. Qxf5 Kh8 24. Bd2 Rf8 $16) 23. Rg2 fxg4 24. Qxg4 Qxg4 $14) 22... Ne6 (22... Ng6 23. Qe3 f4 24. Bxf4 Nxf4 25. Qxf4 $16) 23. Qe5 Bf6 24. Qb5 Qh5 $16) 22. Qe3 (22. Qc1 a5 (22... Qh5 23. Qc2 Qf7 24. Qa4 d5 $14) 23. Bd2 Qh5 24. Qc2 Qf7 $11) 22... Qh6 23. Qb3 Qe6 (23... a5 24. Bc3 Qg6 25. Qb5 $16) 24. d5 (24. Qa4 Nf6 (24... d5 25. Bxe7 Qxe7 26. Rc1) 25. d5 Qd7 26. Qxd7 Nxd7 $11) 24... Qg6 {Mit diesem 24. Zug habe ich ein Remisangebot abgegeben, insbesondere weil mir ein halber Punkt gegen den grundsätzlich erheblich stärkeren Gegner gereicht hätte.} ( 24... Qf7 25. Qa3 Ne5 26. b3 Bf6 $14) 25. Qa4 Ne5 26. b3 a5 27. Bc3 Rb8 ({ Bis 27.Lc3 ist alles schon einmal vorgekommen. Nun aber geht es im Neuland weiter. In der Fernpartie Jones - Palm, ICCF-WC14/WS50, 2004, folgte:} 27... Bd8 28. Bxe5 Rxe5 29. Qd7 Re8 30. Qa7 Bf6 31. Qxb6 Bc3 32. a3 Qf6 33. e4 fxe4 34. fxe4 Qe5 35. Qe3 Bb2 36. Qf3 Kh8 37. Qf5 Qg7 38. Qf7 Qxf7 39. Rxf7 Bxa3 40. Kg2 Bc5 41. Rdf1 Kg8 42. Rd7 Rb8 43. Rff7 {und Schwarz streckte die Waffen, 1: 0.}) 28. Qb5 (28. Kg2 Bf6 (28... Bf8 29. Qb5 Qe8 30. Qxe8 Rxe8 $11) 29. Qb5 Rb7 30. e3 Nd7 $11) 28... Qe8 (28... f4 29. Bxa5 g4 30. gxf4 gxf3+ $11) 29. Qxe8+ Rxe8 30. f4 gxf4 (30... Ng4 31. Rf3 gxf4 (31... Bb7 32. Bd4 gxf4 33. Bxb6 $16) 32. Rxf4 Bb7 33. e4 Bg5 $14) 31. Rxf4 (31. Bd4 fxg3 (31... b5 32. Rxf4 bxc4 33. bxc4 Nxc4 $11) 32. Rxf5 Bd8 33. Rdf1 gxh2+ $11) (31. gxf4 Ng6 (31... Ng4 32. Rg2 Kf7 33. e4 Bf6 $14) 32. Rg2 Bh4 33. Rd3 Re4 $11) 31... Bb7 (31... Bd8 32. Rdf1 Bb7 33. Bxe5 dxe5 $11) 32. Bd4 $11 (32. Rxf5 Bc8 33. Rf2 Bg5 34. Bd2 Bd8 35. Rf4 Ng6 $11 (35... Bh3 36. Re4 Kf7 37. Bf4 Bf5 38. Re3 $14)) 32... Bd8 { Der Bb6 darf noch nicht fallen. Deshalb ist 32...Lc8, was den Bauern auf f5 verteidigt, deutlich schwächer. Rybka kommt in den folgenden Analysen nach 32.. .Lc8 immer zum Urteil "+-", was allerdings etwas zu pessimistisch sein dürfte. Aber mal im Einzelnen:} (32... Bc8 33. Bxb6 Bg5 (33... a4 34. h3 Bd7 35. Rb1 Kf7 $16) 34. Bxa5 (34. e3 a4 35. Rf2 Ng4) 34... Ng4 35. h3 Bxf4 $16) (32... a4 33. Rxf5 (33. Bxb6 Bc8 (33... axb3 34. axb3 Bc8 35. Ra1 Kf7 $18) 34. h3 Nf7 35. Bd4 Bf8 $16) (33. h3 Bd8 (33... Bc8 34. Bxb6 Nf7 35. Bd4 Bf8 $16) 34. Rxf5 Bc8 35. Rh5 Nf7 $16) 33... Bd8 34. h4 Bc8 35. Rf4 Ng6 $14) 33. Rxf5 (33. Kg2 Bc8 ( 33... b5 34. Rxf5 Bc8 35. Rxe5 dxe5 $16) 34. h3 Nf7 35. e3 h6 $14) (33. h3 Bc8 (33... Nf7 34. g4 Bc8 35. gxf5 Rxe2 $16) 34. Kg2 Nf7 35. e3 Ng5 $14) 33... Bc8 (33... a4 34. h4 (34. Rf4 Bg5 (34... Bc8 35. h4 Ng6 36. Rf3 Rxe2 $16) 35. Re4 Bc8 36. Bxe5 Bf5 $16) 34... Bc8 (34... b5 35. Bxe5 Bc8 36. Rh5 Bg4 $18) 35. Rf4 Ng6 36. Rf3 Bg4 $18) 34. Rf2 (34. Rf4 Bh3 (34... Ng6 35. Rf2 (35. Rf3 Rxe2 36. Re3 Rxe3 37. Bxe3 $11) 35... Ne5 $14) 35. Re4 Kf7 36. Bxe5 dxe5 37. g4 (37. a3 Be7 (37... Bf6 38. Re3 (38. Kf2 Ke7 39. Re3 Rf8 40. Ke1 $11) 38... e4 39. b4 Bg5 40. Rc3 $11) (37... Bf5 38. Re3 (38. Rf1 Kg8 39. Re3 Bg5 40. Rc3 $11) 38... Be7 39. d6 Bg5 40. Rf3 $11) 38. d6 (38. Kh1 Bg5) 38... Bf6 39. Re3 Bg5 40. Rc3 $11) 37... Rg8 (37... h5 38. gxh5 (38. c5 bxc5 39. gxh5 Rg8+ 40. Kf2 $11) 38... Rg8+ 39. Kf2 Rg2+ 40. Ke3 $11) 38. Rxe5 (38. Rd3 Rxg4+ 39. Rxg4 Bxg4 40. Kg2 $11) 38... Rxg4+ 39. Kf2 Rh4 40. Kg3 $11) (34. Rff1 Bh3 (34... Bg4 35. Rf2 Bh3 36. g4 Bh4 $11) 35. Rfe1 Kg7 36. Kh1 Kg8 $11 {Weiß kommt nicht weiter, Schwarz kann ruhig abwarten.}) 34... Bh3 (34... Bd7 35. h4 (35. Bxe5 Rxe5) 35... b5 ( 35... Bg4 36. Kf1 Bd7 (36... Bh5 $16) 37. Rf4 Ng6 $16) 36. cxb5 Bxb5 37. Rdf1 Ng4 $16 {Variante nach Rybka}) 35. g4 (35. e4 Kg7 (35... Ng4 36. Rf4 Ne5 37. Bxe5 Rxe5 $14) 36. Re1 Bg5 37. Rfe2 Kg6 $11) 35... Bh4 {Wenn Weiß gewinnen will, muss er die Qualität geben. Die "Gunst der Stunde" habe ich mit einem Remisangebot zu nutzen versucht. Mein Gegner zeigt mir aber, was Kampfeswille bedeutet!} (35... Bg5 36. Bxb6 a4 37. Kh1 Bh4 $16 {Variante nach Rybka}) 36. Bxb6 (36. Rf4 Bg5 $11) 36... Bxf2+ 37. Kxf2 Bxg4 38. Rg1 Kf7 39. Bxa5 Bxe2 { Die Engines bieten auch 39...Lh5 und 39...h5 als gute Alternativen an, dann aber bekommt Weiß eine beeindruckende Bauernkette am Damenflügel in die Hand. Dies sah mir auf längere Sicht als zu gefährlich aus.} (39... Bh5 40. Bc3 (40. Bb4 Nd7 41. Bxd6 Rxe2+ 42. Kg3 $14) 40... Ng4+ 41. Ke1 Nxh2 42. Rg7+ $14) ( 39... h5 40. Bb4 (40. Bc7 Ke7 41. Bb6 Kd7 42. Rg3 $14) 40... Bxe2 41. Kxe2 Nc6+ 42. Kd2 Nxb4 $16) 40. Kxe2 Nxc4+ 41. Kd3 Nxa5 42. b4 {Diese Fortsetzung ist Rybkas Favorit im Zuge einer umfassenden Stellungsanalyse. Stockfish schlägt} ( 42. Rf1+ {für Weiß vor, kommt aber auch nicht weiter.} Kg7 (42... Kg6 43. Rg1+ Kf7 {mit Rückkehr zur Variante}) (42... Ke7 43. b4 (43. Re1+ Kd7 44. Rxe8 Kxe8 $11) 43... Nb7 44. a4 (44. Rg1 Nd8 45. Re1+ Kf7 $11) 44... Nd8 45. a5 Nf7 46. Kd4 Ne5 47. Kc3 (47. Ra1 Kd7 48. Kc3 Nf3 49. b5 Kc7 $11) 47... Kd7 (47... Kd8 48. Rf6 Kc7 49. b5 Rd8 $11) 48. Rf6 Re7 49. b5 Rf7 $11 {nach Rybka bei einer fortgesetzten Daueranalyse}) 43. Rg1+ Kf7 44. b4 Re5 45. Kd4 $11) (42. Rc1 { untersucht Stockfish als Alternative.} Nb7 (42... Rb8 43. Rc2 Kf6 44. Re2 Rb5 45. Re6+ $14) (42... Re5 43. Kd4 Rh5 44. Rc7+ Kf6 45. b4 $11) 43. Rf1+ Ke7 44. b4 Ra8 45. Rf2 $11) 42... Re5 $1 {Hier beginnt ein 5-zügiges Manöver, das dem entsprechend mit dem 46. Textzug (46...Txa5) endet. Rybka behandelt diese Stellung unzureichend; folgt man unkritisch seinen Vorschlägen, ist diese Stellung mit schwarz nicht oder zumindest weitaus schwieriger zu halten. Bei der umfassenden Stellungsanalyse schlägt Rybka} (42... Ra8 $6 {vor. Es kann folgen:} 43. Ra1 (43. a4 Kf6 44. bxa5 Rxa5 45. Ra1 $16) 43... Kf6 44. bxa5 Rxa5 45. a4 $16) (42... Rc8 $6 43. bxa5 Ra8 44. Rf1+ Ke8 45. Re1+ $16) (42... Nb7 $6 {Bei fortgesetzter Daueranalyse nach Rybka die beste Fortsetzung, aber ebenfalls schlechter als die Partiefortsetzung.} 43. a4 Ra8 44. Ra1 $16 { In der Stellungsbewertung stimmen Rybka und Firebird überein.}) 43. Kd4 (43. Rf1+ {führt zu nichts.} Ke8 44. Kd4 Re2 45. bxa5 $11) 43... Re2 ({hier will Rybka mit} 43... Re7 $2 {fortsetzen, was aber die guten Aussichten auf ein Remis aus der Hand geben würde. Nach} 44. Rf1+ Kg6 45. bxa5 Ra7 46. Kc4 Rxa5 47. Rf2 $18 {sieht Rybka einen entscheidenden Vorteil bei Weiß und wird dabei von Firebird bestätigt.}) 44. Ra1 (44. Rf1+ Ke7 45. bxa5 Rxa2 46. Re1+ Kd7 $11) (44. bxa5 Rxa2 45. Rc1 h5 46. Rc7+ Kf6 $11) 44... Rd2+ 45. Kc3 Rxd5 46. bxa5 Rxa5 {Diese Stellung ist interessant für eine kleine "Spielerei", die auch das Wesen der Stellung zeigt. Ich habe sie in die Nalimov Tablebases eingegeben, aber ohne die beiden Bauern auf der h-Linie (maximal 6-Steiner sind in den Tablebases erfasst). Nach den Tablebases ist sie unter dieser Manipulation klar remis. Die nachfolgenden Züge stammen für Weiß von Rybka, jeweils mit den h-Bauern, und für Schwarz aus den Tablebases, ohne die genannten Bauern. 47.a4 Tc5+ 48.Kb4 Tc8 49.a5 (Rybka erkennt hier auf einen Vorteil von +- (ca. 5.00), wenn man die Engine lange genug laufen lässt.) 49...d5 50.a6 Kf6 51.Kb5 d4 52. a7 Ta8 53.Kb6 Kf5 54.Kb7 Td8 55.a8D die (tatsächliche) Stellung ist klar verloren, was aber an den beiden h-Bauern liegt. Ohne diese hält Schwarz nach den Tablebases das Remis. Und die "Moral von der Geschicht´"? Tablebases helfen nicht! (wenn man sie denn in einer Weise einsetzt, die man als Unfug bezeichnen muss)} 47. a4 (47. Kb4 Ra8 (47... Ra7 48. a4 Ke6 49. a5 d5 50. a6 $11) 48. a4 Rb8+ 49. Kc4 Ke6 50. a5 $11) (47. Kb3 Ke7 48. a4 (48. Kb4 Rh5 49. a4 Kd7 50. a5 $11) 48... Kd7 49. Rc1 Ra7 50. Rc3 $11) 47... Ke6 ({es geht auch } 47... Ke7 {, z.B.} 48. Kb4 (48. Re1+ Kd7 49. Re4 Kc6 50. Kb4 $11) 48... Ra8 49. Rf1 Rb8+ 50. Kc4 $11) 48. Kb4 Ra8 49. a5 {Nun kam das Remisangebot von Weiß und mit dem Hinweis, dass sich die Stellung wohl nur im Nahschach weiterspielen lässt. Das ist sicher richtig, denn theoretisch kann die Stellung nur remis sein und ein Gewinn lässt sich für Weiß sicher nur über Ungenauigkeiten im gegnerischen Spiel erreichen, auf die man aber im Fernschach nicht bauen kann. Es hätte wie folgt weitergehen können:} (49. a5 Rb8+ 50. Ka4 (50. Kc4 Kd7 51. Rd1 Rb2 $11) 50... Kd7 $11 (50... d5 51. Ra3 d4 ( 51... Ke5 52. a6 d4 53. a7 Ra8 $11) 52. a6 Kd5 53. a7 Ra8) 51. Ra3 (51. Rf1 Ra8 52. Rf3 Kc6 53. Rc3+ Kd5 $14) 51... Rf8 52. Rh3 Rf7 53. Kb5 Kc7 $11) 1/2-1/2 [Event "Champions League 2010 C Group 3"] [Site "ICCF"] [Date "2010.??.??"] [Round "?"] [White "Santamaría Pérez, Tomás"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C67"] [WhiteElo "2280"] [BlackElo "2246"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "44"] [EventDate "2010.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 {Die Rio-de-Janeiro-Variante in der Spanischen Partie ist auf dem Brett.} 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 {Es ist die Ausgangsstellung entstanden, die im englischen Sprachraum als "Berlin Wall" bezeichnet wird, also als "Berliner Mauer". Die Namensgebung spielt darauf an, dass Schwarz eine fur Weiß schwer zu überwindende, resistente Stellung aufgebaut hat. In der WM 2001 in London hat Kramnik mit dieser Fortsetzung Kasparow in die Knie gezwungen.} 9. Nc3 Ne7 10. h3 h6 {10...h6 dient vor allem dazu, dem weißfeldrigen Läufer den Zugang zu e6 zu ermöglichen, ohne mit Sf3-g5 von Weiß angerempelt zu werden. Oft wird zuvor Se7-g6 gespielt. Die Reihenfolge der beiden Züge ist grundsätzlich ohne großen Belang, wie auch Cox in seinem Buch "The Berlin Wall", Quality Chess 2008 feststellt.} 11. Rd1+ Ke8 12. Bf4 Ng6 13. Bg3 Be6 14. Nd4 Rd8 $146 {Für diesen Zug, der fur mich absolut natürlich aussieht, habe ich kein Beispiel gefunden, was doch ein wenig erstaunen kann.} ({In einer 2004 gespielten Fernpartie Lyew-Ozdogan schien Schwarz auf die Auflösung des Doppelbauern zu schielen und spielte} 14... Bd5 $4 {Nach} 15. Nxd5 cxd5 16. Nb5 {erkannte er seine Kurzsichtigkeit und strich die Segel.}) 15. Nxe6 {10...h6 sollte den Läufer gegen eine Attacke von g5 aus schützen, nun passiert es ihm aber aus der Brettmitte über d4. Es ist aber zu diskutieren, ob dieses Schlagen für Weiß von Vorteil ist. Immerhin hatte er bereits zwei Tempi in den Springer investiert, während der schwarze Läufer nur ein Mal angefasst worden war. Als Alternativen, bei denen der weißfeldrige Läufer des Nachziehenden allerdings jeweils auf dem Brett bleibt, kamen besonders in Betracht:} (15. Ne4 Bd5 (15... Be7 16. f3 Bd5 17. Nf5 Bxe4 $11) 16. Re1 Kd7 17. h4 Kc8 $11 {und der König ist uber die künstliche Rochade in Sicherheit gebracht.}) (15. Nce2 Bc4 (15... Bc5 $5 16. Nxe6 Rxd1+ 17. Rxd1 fxe6 $14) 16. Kf1 c5 17. Nb3 Be7 $11) 15... fxe6 ({ Der Turmtausch bringt Schwarz nichts. Er bleibt flexibler, wenn er dem Anziehenden den Tausch überlässt. Z.B.:} 15... Rxd1+ 16. Rxd1 fxe6 17. Ne2 Bc5 (17... c5 18. f4 Ne7 19. Nc3 a6 $14) 18. h4 Nf8 19. Kf1 g5 $14) 16. Ne2 (16. Rxd8+ Kxd8 17. Ne2 Be7 $11 {und Weiß kommt nicht weiter, z.B.} 18. Nd4 Kd7 19. Rd1 Rg8 $11 {Hier bestätigt sich die Anmerkung zu 15...fxe6, wonach Schwarz nicht selbst den Turmtausch auslösen sollte.}) 16... Be7 {Gegen h3-h4 gerichtet.} (16... Bc5 $143 17. Rxd8+ (17. h4 Rxd1+ (17... Rd5 18. h5 Ne7 19. Nf4 Rxe5 $14) 18. Rxd1 h5 19. Nf4 Nxf4 $14) 17... Kxd8 18. h4 Re8 19. h5 Nf8 $14) 17. Rxd8+ ({Rybka bietet auch} 17. a3 {an, vermutlich gegen ein allfälliges Lb4 gerichtet. Da der schwarze Läufer aber zumindest noch auf e7 gebraucht wird, dürfte a3 zurzeit unnötig sein. Es kann folgen:} c5 (17... Rd7 18. Rxd7 Kxd7 19. Rd1+ Kc8 $11) 18. Rxd8+ Kxd8 19. Rd1+ Kc8 $11) 17... Bxd8 18. Nd4 (18. Rd1 c5 19. Nf4 Nxf4 $11) 18... Kf7 19. Nb3 Ne7 20. Nc5 b6 ({Als menschlicher Spieler käme ich kaum auf die Idee, an dieser Stelle den Bauern bis b5 vorzuziehen. Die Engines rechnen diesen Zug aber als ernste Alternative durch, kommen dann jedoch zu einem negativen Ergebnis. Z.B.:} 20... b5 21. Rd1 (21. a4 b4 (21... Nd5 22. axb5 Be7 23. Nb3 cxb5 $16) 22. Rd1 Nd5 23. Rd3 Bg5 $16) 21... Nd5 (21... Rg8 22. Rd7 Ke8 23. Rd3 Kf7 $16) 22. Rd3 Bg5 23. Ra3 a5 $16) ({Es liegt recht offen auf der Hand, dass auch} 20... Nf5 {unzureichend ist.} 21. Nxb7 Be7 (21... Bg5 22. Rd1 Rb8 23. Rd7+ Kg6 $16) 22. Na5 Rd8 23. Nxc6 Rd2 $16) 21. Ne4 (21. Na6 {sieht verlockend aus, bringt aber nichts.} c5 22. Rd1 Rf8 23. Kf1 (23. f3 Ke8 $11) 23... Ke8 $11) 21... Rf8 (21... Ke8 22. f3 c5 23. Rd1 Rf8 $11) 22. f3 (22. Rd1 Ke8 23. f3 Nf5 $11) 22... c5 {Es ist nicht ersichtlich, wie die Partie noch aus der Remisbreite geraten könnte. So wurde hier das Remis vereinbart. 22...c5 wurde mit folgenden Analysen "im Gepäck" ausgeführt:} (22... c5 23. Kf2 Nd5 (23... Ke8 24. Rd1 Nd5 25. c4 Nb4 $11) 24. Rd1 c4 25. Ke2 Be7 $11) (22... Nd5 23. c4 (23. Rd1 c5 (23... Ke8 24. Kf2 g5 25. c4 Nf4 $11) 24. Kf2 c4 25. b3 cxb3 $11) (23. Be1 Ke8 (23... Be7 24. Kf2 Nf4 25. Bd2 Ng6 $11) 24. Bd2 c5 25. Rd1 Nb4 $11) 23... Ne3 (23... Nb4 24. Be1 c5 25. Bxb4 cxb4 $14) 24. Rc1 Nf5 25. Rd1 c5 $11) 1/2-1/2 [Event "corr., Günter-Henrich-Gedenkturnier"] [Site "ICCF"] [Date "2010.??.??"] [Round "?"] [White "Bekemann, Uwe"] [Black "Krebs, Jürgen"] [Result "0-1"] [ECO "B33"] [WhiteElo "2255"] [BlackElo "2322"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "64"] [EventDate "2010.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 6. Ndb5 d6 7. Bg5 a6 8. Na3 b5 9. Bxf6 gxf6 10. Nd5 f5 11. Bd3 Be6 12. O-O Bxd5 13. exd5 Ne7 14. c3 Bg7 15. Nc2 O-O 16. Qh5 e4 17. Be2 Rc8 18. Ne3 f4 19. Nf5 Re8 20. a4 Ng6 21. axb5 axb5 22. Bxb5 $6 {Dieser Zug wurde in Karjakin-Leko, Dortmund 2004 gespielt. Die Partie endete mit einem Sieg für Schwarz. Dennoch war ich der Meinung, dass mehr aus dem Schlagen mit dem Läufer herauszuholen sein müsste. Im Nachhinein betrachtet wäre die häufiger gespielte Alternative 22.Ta6 besser gewesen.} (22. Ra6 Bf8 (22... Re5 23. Rxd6 Qf8 24. Bg4 Rc5 25. Rd7 Qe8 26. Qh3 Rcxd5 27. Nd6 Qxd7 28. Bxd7 Rxd6 29. Bf5 {Vosahlik-Oskulski, corr 40 years Slovak CCA 2007, 1/2-1/2 nach 38 Zügen}) 23. Bxb5 Re5 24. Qh3 Rb8 25. Nd4 Qf6 26. g3 Rxd5 27. Bc6 Rc5 28. Bxe4 Rxb2 $13 {Hertel}) 22... Re5 23. Qh3 Rb8 24. c4 Qf6 25. Nxg7 Kxg7 26. Kh1 ({In der schon genannten Partie Karjakin-Leko wurde hier} 26. Ra7 {gespielt. In der Folge erreichte Schwarz mit dem Turm auf der g-Linie und der Dame auf der Diagonale g1/h7 eine entscheidende Druckstellung. Indem der König rechtzeitig das Feld g1 verlässt, sollte hier dem schwarzen Druck entgegen gewirkt werden.} Rf8 $6 (26... f3 $1 27. g3 e3 28. fxe3 Rxe3 $17) 27. Bd7 Rg5 28. b4 (28. Qc3 $13) 28... Qd4 29. c5 (29. Qa3 Ne5 30. Qa1 Qxc4 $16) 29... dxc5 30. b5 f3 $19 31. g3 e3 32. fxe3 Qxe3+ 33. Kh1 Qe2 $19) ({Die Engines scheinen die schwarzen Potenziale in dieser Stellung auch zu unterschätzen. So wird hier auch} 26. Rae1 {mit der Folge} f3 27. g3 h5 28. Qd7 {vorgeschlagen. Nach 28...Te7 soll Schwarz dann nur über einen leichten Vorteil verfügen. Auch hier aber wäre 28...h4 klar besser. Die Engine-Überprüfung der Stellungsmöglichkeiten aus der Sicht von Weiß vermittelt ein trügerisches Bild der Sicherheit.}) 26... f3 $1 27. g3 (27. gxf3 Nf4 28. Qg3+ Kh8 29. fxe4 Rg8 $19) 27... h5 $1 $40 28. Qd7 ({Auch wenn die Dame im unmittelbaren Kampfgebiet verbleibt und sich Weiß auf Passivität verlegt, ist die Partie nicht mehr zu halten. Z.B.} 28. Rfe1 h4 $1 29. Rg1 (29. g4 Nf4 30. Qf1 h3 $19) 29... Rh8 30. Bd7 Rg5 $19) ({oder} 28. Rfb1 h4 $1 $19 ( 28... e3 $1 {ist ebenfalls brutal.} 29. fxe3 Rxe3 30. Rf1 Qxb2 $19)) ({auch auf } 28. Rg1 {wäre} e3 $1 {entscheidend.}) ({Jürgen Krebs gibt} 28. Rae1 {an mit der Folge} h4 29. Rg1 Rh8 30. g4 Nf4 31. Qf1 Ra8 $17) 28... h4 29. g4 e3 30. Qa7 e2 31. Qxb8 (31. Rfe1 h3 32. Bd7 Rxb2 33. Bf5 Nh4 $19 {Krebs}) 31... exf1=Q+ 32. Rxf1 Qf4 0-1 [Event "41. DFM/V09 Server"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2009.??.??"] [Round "?"] [White "Hacker, Christian"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C67"] [WhiteElo "2357"] [BlackElo "1994"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "138"] [EventDate "2009.05.11"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 {Die Ausgangsstellung der "Berliner Mauer" ist erreicht. Die Eröffnung war 2000 in den Mittelpunkt des Interesses geraten, als Kramnik im WM-Kampf in London seinen Gegner Kasparow sich die Zähne an seiner Verteidigung ausbeißen ließ und sich die Weltmeisterkrone holte. In seinem Buch "The Berlin Wall" aus 2008 hat John Cox ein Spezialwerk zur Eröffnung vorgelegt.} 9. Nc3 Ne7 10. h3 h6 {Dieser Zug lässt noch offen, ob mit ...Sg6 oder ...Ld7, um die beiden Hauptalternativen zu nennen, fortgesetzt werden soll. Zugleich wird, nach ...Sg6, die weiße Fortsetzung Lg5+ verhindert. Dabei ist man sich allgemein uneinig, ob Weiß gut beraten wäre, diese Fortsetzung zu wählen oder nicht. Miles hielt ...h6 grundsätzlich für einen Fehler, weil er in den meisten Fällen nur einen Tempoverlust darin sah. Aber die Zugauswahl in der Eröffnung ist immerhin auch von den eigenen Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Stellungsbilder geprägt. Und deshalb entschied ich mich für 10. ..h6.} 11. Ne4 ({Hier wird zumeist} 11. Be3 {gespielt.}) 11... Bf5 12. Re1 b6 13. g4 Bd7 (13... Be6 {hat sich in Filippov-Antoniou, 39. Olympiade 2010, nicht bewährt.} 14. Nd4 (14. a4 $5 Ng6 (14... Kc8 15. a5 Ng6 16. Kg2 h5 $11) 15. a5 Bd5 16. Ra4 bxa5 {bietet Rybka an. Die schwarze Bauernstellung am Königsflügel sah mir aber vermeidenswert aus.}) 14... c5 (14... Bd7 15. Bd2 Kc8 16. f4 c5 $11 {Der Läufer hätte sich den Zwischenhalt auf e6 sparen können.}) 15. Nxe6+ fxe6 16. Bf4 Kd7 17. Rad1+ Kc6 18. Bg3 Ng6 19. f4 Be7 20. f5 { Weiß ist eindeutig am Drücker und gewann die Partie dann auch folgerichtig im 38. Zug.}) 14. Bf4 Kc8 15. Rad1 c5 ({In Bologan-Aleksandrov, Russland 2004, folgte} 15... a5 16. Bg3 c5 17. Nh4 a4 18. Ng2 a3 19. b3 c4 20. bxc4 Ra4 21. Ne3 Be6 22. Nc3 Rb4 {mit unklarer Stellung. Am Ende setzte sich Schwarz im 57. Zug durch und strich den vollen Punkt ein.}) (15... Ng6 16. Bh2 c5 (16... a5 17. Nd4 c5 18. Nf5 Be6 $11 {Rybka}) 17. Re3 a5 18. a3 Bc6 $11 {Rybka}) 16. Bg3 {Nimmt Schwarz die Möglichkeit, den Läufer mittels ...Sg6 oder ...g5 anzurempeln. Weiterhin räumt der Läufer die f-Linie für ein allfälliges Vorrücken des eigenen f-Bauern, von g3 aus kann er bedarfsweise den h-Bauern beim Vorrücken unterstützen. Rybka hat den Zug nicht auf dem Schirm und bietet stattdessen Folgendes an:} (16. b3 Nc6 (16... Be6 17. c4 Kb7 $11) 17. c4 Be6 $11) (16. Kg2 Be6 (16... Nc6 17. Nc3 Be6 18. a3 Kb7 $11) 17. Rd2 Kb7 18. a3 Nc6 $11) (16. Nc3 g5 (16... Be6 17. Rd2 Kb7 18. Red1 Re8 $11) 17. Bg3 Be6 18. Kg2 Kb7 $11) 16... Be6 {Eine kleine interessante Randbemerkung: Diese Stellung ergab sich unter Zugumstellung in den Partien Timman-Hansen, Kopenhagen 2005, und Solomon Matamoros Franco, Canberra 2007, allerdings war dort jetzt jeweils Schwarz am Zuge. Beide Partien endeten mit einer Remiseinigung.} ({Keine wesentliche Änderung würde} 16... Nc6 {bedeuten, denn auch hier würde ...Le6 wie in der Partie folgen, z.B.} 17. a3 (17. b3 Be6 (17... Be7 18. Nc3 Be6 19. Nd5 Kb7 $11) 18. c4 Kb7 19. Kg2 a5 $11) (17. Kg2 Be6 (17... Be7 18. Nc3 Be6 19. Nd5 Kb7 $11) 18. a3 Be7 $11 {mit folgendem ...Kb7}) 17... Be7 18. Nc3 h5 19. Re4 Be6 $11) ({Es müsste allerdings auch} 16... Ng6 {möglich sein. Es könnte folgen:} 17. Kg2 (17. b3 $5) (17. Nc3 $5) 17... Be7 (17... a5 18. Ng1 Be7 19. f4 Nh4+ $11) 18. Re3 h5 19. Nfg5 Bxg5 $11) 17. Nfd2 $1 {Der Springer strebt nach e3, zugleich entblockt er den noch auf f2 verharrenden Bauern. Rybka berücksichtigte hier nur 17.Kg2, 17.b3 und 17.Sh2, die ich aber allesamt als schwächer als den Textzug ansehe, der eben deutlich mehr Fantasie in sich trägt.} g5 (17... h5 {gibt das Feld g5 auf, was Weiß sofort ausnutzen kann:} 18. Ng5 ({oder auch mit Verzögerung, z.B. in den Folgen} 18. f3 Nc6 (18... Kb7 19. Ng5 Re8 20. Nxe6 fxe6 $14) 19. Ng5 Be7 20. Nxe6 fxe6 $14) 18... Nc6 19. Nxe6 fxe6 $14) ({Allerdings könnte Schwarz hier auch erst einmal abwarten, was kommt, z.B.:} 17... Kb7 18. f4 g6 {f4-f5 wäre nicht so angenehm.} 19. Nf3 Nc6 20. Bh4 Bg7) 18. Nf1 Kb7 ({Shredder bevorzugt hier} 18... Nc6 {und gibt folgende Varianten an:} 19. Ne3 (19. Kg2 Bg7 20. a3 Kb7 21. f3 Rac8) 19... a5 ( 19... Bg7 20. Nf5 Bxe5 21. Ne7+ Nxe7 22. Bxe5 $11) 20. Kg2 Bxa2 21. h4 (21. b3 $2 {wäre ein Fehler wegen} a4) 21... gxh4 $11) 19. Ne3 Bg7 20. f3 $146 ({ In der Partie Rogic-Milchev, Zadar 2007, die wir unter Zugumstellungen erreicht haben, entschied sich Weiß hier zu} 20. Nf6 {und es folgte} Rhd8 21. a3 Nc6 22. Kg2 a5 23. f4 gxf4 24. Bxf4 Ne7 25. Kf3 b5 26. h4 Kc6 27. h5 Rh8 28. Ke4 Ng8 29. Nfd5 Re8 30. Bg3 Rh7 31. Rd2 Bh8 32. Red1 Bxd5+ 33. Nxd5 Bxe5 34. Bxe5 f6 35. Kf5 Rxe5+ 36. Kg6 Ne7+ 37. Kxh7 Nxd5 38. Rxd5 {Hier strich Schwarz die Segel, 1-0. Schwarz hat mehrfach die nicht unbedingt beste Alternative gefunden und 28...Sg8 dürfte ganz besonders nicht die erste Wahl gewesen sein.} ) 20... Rhe8 21. Kf2 (21. Nf6 Red8 $11) 21... Ng6 {Die schwarze Verteidigungsstellung ist so sicher und flexibel, dass es gleichwertige Alternativen gibt.} (21... a5 22. a4 Nc6 23. Nf5 Bxe5 $11) (21... Nc6 22. Nf5 Bxe5 23. Bxe5 Bxf5 $11) 22. Nf6 Red8 23. b3 Kc6 ({Auch hier ist} 23... a5 { wieder eine gleichwertige Alternative.} 24. Rxd8 Rxd8 25. c4 (25. Rd1 Rxd1 26. Nxd1 c4 27. Ke3 cxb3 $15) 25... a4 26. Rd1 Ra8 27. Rd2 Bh8 $11) 24. c4 a6 25. Rxd8 Rxd8 26. Rd1 Rxd1 27. Nxd1 b5 28. Nb2 (28. cxb5+ Kxb5 (28... axb5 29. Ne3 (29. Ke2 c4 30. b4 Nf8 31. Nc3 $15) 29... Nf4 30. Bxf4 gxf4 $11) 29. Ne8 (29. Ke3 c4 30. Nc3+ Kb4 31. Ncd5+ $15) 29... Bxe5 30. Bxe5 Nxe5 31. Nxc7+ $14) (28. Ne3 Bxf6 (28... a5 29. Ke2 (29. cxb5+ Kxb5 30. Ned5 Bxd5 31. Nxd5 $11) 29... bxc4 30. Nxc4 a4 31. Kd3 $11) (28... Nf4 29. cxb5+ (29. Bxf4 gxf4 30. cxb5+ axb5 31. Ng2 {führt nur zu einer Zugumstellung.}) 29... axb5 30. Bxf4 gxf4 31. Ng2 $15) 29. exf6 (29. cxb5+ Kxb5 30. exf6 Kb4 31. Nc2+ $15) 29... bxc4 30. bxc4 a5 31. a3 $11) 28... Bxf6 (28... Nf8 29. f4 (29. Nh5 Bh8 30. Ke3 Nd7 31. Ke4 $11) 29... gxf4 (29... Bxf6 30. exf6 Bc8 31. Nd3 $11) 30. Bxf4 Nd7 $11 { Es ist interessant, wie sich das Spiel von hier ab weiter entwickeln könnte. Wenn Schwarz genau spielt, ergeben sich für den Anziehenden aber kaum Ansätze, um einen bemerkenswerten Vorteil zu erlangen. Es könnte folgen:} 31. Ne8 (31. Nxd7 Bxd7 ({aber nicht} 31... bxc4 $2 {wegen} 32. Nb8+ Kb7 33. Nxa6 Kxa6 34. Nxc4 $16) (31... Kxd7 32. Ke2 (32. Kf3 bxc4 33. Nxc4 Bd5+ 34. Ke3 $11) 32... Ke7 33. Nd3 bxc4 34. Nxc5 $11 {Hier dürfte} cxb3 {am besten sein. Die Engines geben 34...Ld5 und 34...c6 als Alternativen aus, die mich aber nicht überzeugen konnten.} 35. Nxb3 (35. axb3 Bd5 (35... Bc8 36. Kd3 c6 37. Kd4 Kd8 $11) 36. b4 Bc4+ 37. Ke3 Kf8 $11 {An dieser Stelle dürfte} 38. Ne4 {für Weiß am stärksten sein. Die Engines schlagen daneben auch 38.Ke4 und 38.h4 vor. Es könnte folgen:} Ke7 (38... Bb5 39. h4 (39. Nc3 Bf1 40. h4 f6 41. Kd4 $11) 39... Kg8 40. Nf6+ Kh8 41. Kd2 $11) (38... Bf1 $5) 39. h4 (39. g5 hxg5 40. Nxg5 Bb5 $14) 39... Ke6 40. h5 Bf8 41. Nc5+ $14) 35... Bf8 36. Nc5 $11) 32. Nd1 (32. Ke3 Kb6 33. Kd3 Ka5 34. Kc3 $11) 32... bxc4 33. bxc4 Kb6 34. Ke2 $11) 31... Bxe5 32. cxb5+ axb5 33. Nd3 $11) (28... bxc4 29. bxc4 (29. Nxc4 Bxc4 30. bxc4 Bxf6 31. exf6 $11) 29... Bxf6 (29... Nf8 30. f4 gxf4 $11) 30. exf6 Nf8 31. f4 $11) 29. exf6 (29. cxb5+ $6 axb5 30. exf6 Nf8 31. Nd3 $15) 29... Nf8 30. f4 Kb6 { Weitere Kandidatenzüge waren ...Lc8, ...bxc4, ...Sh7 und auch Kb7. Die engine-gestützte Analyse bestätigt aber, dass 30...Kb6 eine gute Wahl ist, wahrscheinlich sogar die beste. Das "Variantengestrüpp" hat das folgende Bild:} (30... Bc8 31. Nd3 (31. fxg5 hxg5 32. Ke2 Nd7 33. Nd3 bxc4 $11) (31. Ke2 Nd7 ( 31... Be6 32. fxg5 hxg5 33. Bf2 Nh7 $11) 32. fxg5 hxg5 33. Nd3 bxc4 $11) 31... Nd7 (31... bxc4 32. Ne5+ Kd5 33. bxc4+ Ke6 $14) 32. Ke2 bxc4 33. bxc4 a5 $11) ( 30... bxc4 31. bxc4 (31. Nxc4 Bxc4 (31... Nd7 32. fxg5 hxg5 33. Ne5+ Nxe5 34. Bxe5 $11) 32. bxc4 Nd7 33. Ke3 Nxf6 $11) (31. f5 c3 (31... Bd5 32. Nxc4 Bxc4 33. bxc4 Nd7 $11) 32. fxe6 cxb2 33. e7 Nd7 $11) 31... Bc8 (31... Kb6 32. Bh2 a5 33. a3 Nh7 $11) 32. Nd3 Nd7 33. fxg5 hxg5 $11) (30... Nh7 31. f5 (31. fxg5 hxg5 (31... Nxg5 32. Kg2 bxc4 33. bxc4 Ne4 $11) 32. Be5 bxc4 33. Nxc4 Bxc4 34. bxc4 $11) (31. Ke3 bxc4 (31... Nxf6 32. f5 Bd7 33. Kd3 Kb6 $11) 32. bxc4 Nxf6 33. f5 Bc8 $11) 31... Bd7 32. Nd3 Be8 33. Be5 Nf8 $11) (30... Kb7 31. Ke2 {31.Kf3 und 31.Ke3 machen nur wenig Unterschied} Kc6 (31... bxc4 32. bxc4 Bc8 33. Nd3 Nd7 $14) 32. a3 bxc4 33. bxc4 a5 $14) 31. Bh2 Bc8 {31...Sh7, 31...bxc4, 31...Ld7 und 31...Kb7 führen zu oben schon behandelten Stellungsbildern.} 32. Nd3 Nd7 ( 32... bxc4 33. bxc4 Nd7 (33... Be6 34. Ne5 gxf4 35. Bxf4 Nh7 $14) 34. fxg5 hxg5 35. Be5 a5 $14) 33. fxg5 {Die Alternativen versprechen Weiß auch nicht mehr:} ( 33. Ke2 bxc4 (33... a5 34. fxg5 hxg5 35. Ne5 Nxe5 36. Bxe5 $11) 34. bxc4 Nxf6 35. Ne5 gxf4 $11) (33. Ke3 Nxf6 (33... Bb7 34. Ne5 Nxe5 35. fxe5 Bc8 $11) 34. Ne5 gxf4+ 35. Bxf4 h5 $11) 33... hxg5 34. Be5 Kc6 35. a4 bxa4 (35... bxc4 36. bxc4 Nf8 (36... Kb6 37. Bc3 a5 38. Kg3 Ba6 $14) 37. Bc3 Kd6 38. Ke2 Ne6 $14) 36. bxa4 a5 (36... Nf8 37. Bc3 (37. Ne1 Nh7 (37... Bd7 38. Nf3 Nh7 39. Bc3 Kd6 $14) 38. Bc3 Kd6 39. Nd3 Nf8 $14) (37. Bb2 Kd6 (37... Be6 38. Bc3 Ng6 39. Ne1 Nf4 $14) 38. Ke2 Be6 39. Be5+ Kc6 $11) 37... Kd6 38. Ke2 Ne6 39. Ke3 Bb7 $14 { Rybka}) 37. Bc3 Kb6 38. Ke3 {Die Partie hat eine ganz entscheidende Phase erreicht. Weiß hat eine Aufstellung gefunden, aus der heraus er mehrere Versuche auf das Erlangen eines entscheidenden Vorteils starten kann. Schwarz muss genau spielen, um seine Festung nicht löchrig werden zu lassen.} Bb7 { Der Zug wurde nach fast 13 Tagen Bedenkzeit ausgeführt, er folgt einem Vorschlag von Rybka. Bei der Untersuchung der Folgen muss der Nachteil berücksichtigt werden, dass nach dem Textzug das Feld e6 nicht mehr einfach zu erreichen ist, um von dort aus den Bauern f7 zu decken.} (38... Nf8 39. Bb2 ( 39. Ke2 Be6 40. Ne5 Nh7 41. Kd3 Nxf6 $14) (39. Ne5 Be6 40. Kd3 Nh7 (40... Nd7 $2 {wäre schlecht, der Bauer auf g5 ginge verloren. Schwarz braucht sowohl den Läufer als auch den Springer, um sich die Chance zur Verteidigung seiner Festung zu erhalten.}) 41. Bd2 Kb7 $16) 39... Be6 (39... Nd7 40. Ke4 Ba6 41. Kf5 Bxc4 $16) 40. Ne5 Nh7 41. Kf3 Ka7 $11) (38... Ba6 39. Nf2 (39. Nb2 Bc8 ( 39... Nf8 $5) (39... Bb7 40. Kf2 (40. Ke2 Bg2 41. Nd1 Bc6 42. Nf2 $11) 40... Bc6 41. Kf1 Nf8 42. Bd2 $11) 40. Ke4 (40. Kf3 Nf8) 40... Nf8 41. Bd2 Nh7 42. Be3 $14) (39. Ne1 Nf8 (39... Bxc4 40. Nf3 Nf8 41. Nxg5 Ng6 42. Kf2 $16) 40. Nf3 (40. Kd3 Bb7 41. Bd2 Ne6 42. Be3 $11) 40... Nh7 41. Ne5 Nxf6 42. Nxf7 $14) 39... Nf8 (39... Bxc4 40. Ne4 Nf8 41. Nxg5 Ng6 42. Nf3 $16) (39... Kc6 40. Ne4 Bxc4 41. Nxg5 Kd6 42. h4 $18) 40. Ne4 (40. Kd3 Ne6 41. Bd2 Bb7 42. Ne4 $14) 40... Ne6 41. Nd2 Nf8 42. Nf3 $14) 39. Ne1 {Der Springer strebt nach f3, um von dort aus den Bauern auf g5 anzugreifen.} (39. Nf2 {wäre nicht zu fürchten.} Bg2 (39... Nf8 40. Ne4 Ne6 41. Bd2 Ba8 $16) 40. Ke2 Nf8 41. Bd2 Nh7 $11) (39. Ke2 {müsste Schwarz ebenfalls keinen Schrecken einjagen.} Ba6 (39... Bg2 { führt über die nachfolgende Variante unter Zugumstellung zur nach 39.Sf2 bewerteten Stellung.} 40. Nf2 Nf8 41. Bd2 Nh7 $11) 40. Nb2 Bb7 41. Kf1 Nf8 $11) 39... Nf8 {Um rechtzeitig nach h7 zu kommen.} 40. Nf3 Nh7 $8 41. Ne5 Nxf6 42. Nxf7 (42. Bb2 Ne4 (42... Bg2 $5) (42... Nh7 43. Nxf7 (43. Nd7+ Kc6 44. Nf6 Nf8 45. Ne4 $11) 43... Bc6 44. Bc1 Be8 45. Ne5 $14) 43. Nxf7 (43. Nd7+ Kc6 44. Ne5+ Kd6 45. Nxf7+ $14) 43... Nd6 44. Nxd6 cxd6 45. Bf6 $14) (42. Be1 $5) 42... Nh7 (42... Ne4 43. Be5 (43. Ba1 Bc6 44. Nd8 Ba8 45. Ne6 $14) 43... Ba8 44. Bg7 Ka6 45. Bf8 $16) 43. Ne5 {Ein ganz hervorragendes Feld für den Springer!} (43. Bd2 Bc6 44. Kd3 Bxa4 45. Nxg5 $14) 43... Bg2 {Klar am besten.} (43... Bc8 44. Be1 $5 Nf6 45. Kd3 Nd7 46. Nf7 $16) (43... Nf8 44. Be1 Bc8 (44... Ne6 45. h4 gxh4 46. Bxh4 $16) 45. Ke4 Nd7 46. Nd3 $16) 44. Be1 Bxh3 (44... Nf6 45. h4 gxh4 46. Bxh4 Ne4 $16) 45. Ke4 Nf6+ (45... Nf8 $2 46. Bf2 (46. Bd2 Ne6 (46... Bg2+ 47. Kf5 Bb7 48. Kxg5 Bc8 $18) 47. Kf5 Ng7+ 48. Kxg5 Ne8 $18) (46. Kf5 Bg2 47. Bd2 Bb7 48. Kxg5 Bc8 $16) 46... Kb7 (46... Bg2+ 47. Kf5 Bb7 48. Kxg5 Be4 $18) 47. Kf5 Kc8 48. Be1 Nd7 $16) (45... Bg2+ 46. Kf5 Bb7 (46... Nf8 47. Kf6 Be4 48. Kf7 Nh7 $16) 47. Ke6 Be4 48. Kf7 $16) 46. Kf5 {Hier könnte man auf die Idee kommen, den Übergang in eine Remisstellung durch das Geben einer Figur auf g4 zu versuchen. Motiv könnte dabei sein, dass die gegnerischen Umwandlungsfelder c8 und a8 nicht vom weißen Läufer erreicht werden können. Nach Lxg4+, Sxg4, Sxg4, Sxg4 usw. ist die Stellung aber klar verloren, was schon die Statistik beim Ausspielen der Stellung durch Engines beweist.} ({Es geht aber} 46. Kf3 Ne8 47. Bd2 Nd6 48. Bxg5 Bf1 $11) 46... Ne8 47. Kxg5 Nd6 {Die weiteren strategischen Ziele beider Seiten liegen auf der Hand: Weiß wird versuchen, den g-Bauern vorzurücken, um ihn möglichst Gewinn bringend umzuwandeln. Er wird dabei dem Nachziehenden nicht erlauben dürfen, seinerseits einen Freibauern zu schaffen, vor allem über die Beseitigung des Ba4 durch den Läufer. Schwarz wird versuchen, den gegnerischen Freibauern mittels eines möglichst harmonischen Zusammenspiels von Läufer und Springer zu entschärfen und Weiß an die Verteidigung seiner Bauern am Damenflügel zu binden. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass der weiße Freibauer nicht vom eigenen Läufer beim Betreten seines Umwandlungsfeldes unterstützt werden kann, da dieser die "falsche" Felderfarbe bestreicht.} 48. Kf4 Bg2 49. Ke3 (49. Bc3 Be4 50. g5 Ka6 51. Nd7 ( 51. Ke3 Bc2 $11) 51... Bc2 $11) (49. Bf2 Be4 50. g5 Bc2 $11) ({Ein sofortiges} 49. g5 {führt bei bestem Spiel nur zu Zugumstellungen.}) 49... Be4 {Auf der Diagonale b1/h7 hat der Läufer alle Möglichkeiten. Neben seinem Spiel gegen den weißen g-Bauern kann er von hier aus auch bestens den anderen beiden gegnerischen Bauern in den Rücken fallen.} 50. Kd2 (50. g5 Bc2 51. Nd7+ Kc6 $11 ) 50... Bh7 51. Bh4 Ne4+ 52. Kc2 Ng5+ 53. Kc3 Ne6 54. Be7 (54. Bf2 Be4 55. Be3 Nf8 {und Weiß tritt auf der Stelle. Weitergehen könnte es wie folgt:} 56. Kd2 Ne6 57. Kc1 Bh7 58. Kb2 Be4 $11) 54... Bb1 {Die schwarze Stellung befindet sich im Optimalzustand. Warum also sollte im Wesentlichen etwas geändert werden? Der Läufer kann in seinem Wohnzimmer, der Diagonale b1/h7, wunderbar residieren.} 55. Nd3 Kc6 56. Bf6 Kd7 57. Kd2 (57. Bh4 Kd6 58. Bf2 Kc6 59. Bg3 Kd7 {und Weiß tritt auf der Stelle.}) 57... Kd6 58. g5 Ba2 59. Kc3 Bb1 60. Be5+ Ke7 {Es ist die Zeit für den König gekommen, den gegnerischen Freibauern im Empfang zu nehmen.} 61. g6 Kf8 62. g7+ Kf7 63. Nf2 Bf5 64. Nd1 Nxg7 {Kurzer Prozess! Das Schlagen des Bauern auf g7 ist nicht der Liebling der Engines, weil Weiß einen Mehrbauern bekommt. Indem aber das ganze Geschehen auf einen Flügel beschränkt wird und der schwarze Läufer im Gegensatz zu seinem weißen Kollegen auch noch die Umwandlungsfelder beider weißer Bauern kontrollieren kann, wird dem weißen Spiel die letzte Fantasie genommen.} 65. Bxc7 Ke7 66. Bxa5 (66. Nb2 Ne6 (66... Kd7 67. Bxa5 Ne6 68. Kd2 Kc6 69. Ke3 $11) 67. Bxa5 Kd6 68. Kb3 Nd4+ 69. Ka2 $11) (66. Kb3 Ne8 (66... Kd7 67. Bxa5 Ne8 68. Nc3 Nd6 69. Nd5 $11) 67. Bxa5 Kd7 68. Be1 Nd6 69. Bg3 $11) 66... Kd6 (66... Kd7 67. Bb6 Kc6 68. Bd8 Be6 69. Bg5 $11) 67. Bd8 Kc6 (67... Be6 68. a5 Kc6 69. Bg5 Bf7 70. Nb2 Ne6 71. Bd2 Kb7 72. Nd3 Ka6 73. Kb2 Bg6 $11) 68. Bf6 Ne8 (68... Ne6 69. Kb3 Nd4+ (69... Bg6 70. Nb2 Kb6 71. Kc3 Ka5 $14) 70. Bxd4 cxd4 71. Kb4 Bg4 $14) 69. Be7 (69. Bh4 Nd6 (69... Bg6 70. Nb2 Nd6 71. Be7 Ne4+ $14) 70. Nb2 Bb1 71. Kb3 Ne4 $14) 69... Nd6 1/2-1/2 [Event "Günter-Henrich-Gedenkturnier"] [Site "ICCF"] [Date "2010.??.??"] [Round "?"] [White "GM Oliveira, Márcio Barbosa de"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C67"] [WhiteElo "2565"] [BlackElo "2255"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "67"] [EventDate "2010.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 {Innerhalb kurzer Zeit habe ich zum dritten Mal die Ausgangsstellung der "Berliner Mauer" erreicht. Nach bisher guten Erfahrungen, auch gegen einen mir normalerweise deutlich überlegenen Spieler, ergibt sich hier nun also die Gelegenheit, das System gegen einen klar besseren Spieler zu testen. Mein Ziel ist es, ein Remis zu erreichen. Dieses ist sicher nicht unzureichend ehrgeizig gegen einen um rund 300 ELO-Punkte besseren Spieler, wenn man die schwarzen Steine führt. GM Marcio de Oliveira hat sich auch schon in Weltmeisterschaften bewiesen.} 9. Rd1+ Ke8 10. Nc3 h6 {Diese Fortsetzung ist am häufigsten anzutreffen, allerdings ist ihre Erfolgsquote nach Auswertung der Partiendatenbank nicht attraktiv (unter 40%). Angesichts des nur spärlichen Materials und einer wichtigen Weichenstellung, zu der es nach dem 11. Zug von Weiß kommen wird, ist diese Zahl eher weniger bedeutend. Das Feld g5 kann in der Folge attraktiv für Weiß sein, weshalb ich es ihm streitig machen will. Insofern sehe ich hier auch nicht etwa einen Tempoverlust. 10... Se7 und 10...Le6 sind die Hauptalternativen. 10...a5 führt zumeist nur zu einer Zugumstellung.} 11. h3 a5 {Mit 11...a5 hat Kramnik 2000 bei der WM Kasparow in einer sehr soliden Partie keine Erfolg versprechenden Angriffsversuche erlaubt. Sicher kein schlechtes Argument für seine Wahl.} 12. Ne2 {Und schon ist die eben noch noch nachteilig für Schwarz ausgewiesene Erfolgsstatistik wertlos geworden. Es gibt an dieser Stelle nur noch eine Hand voll berücksichtigungsfähiger Partien, so dass die Zahlen eigentlich nichts mehr bedeuten. Wenn man aber trotz des Vorbehaltes eine (gefährliche) Tendenz ableiten möchte, so spricht diese immerhin für Schwarz, denn sie versprechen ihm eine Erfolgsquote von rund 60%.} ({In der schon erwähnten WM-Partie wählte Kasparow} 12. Bf4 {was in den wenigen vorhandenen Partien bisher auch zumeist gespielt worden ist, mit der Folge} Be6 13. g4 Ne7 14. Nd4 Nd5 15. Nce2 Bc5 16. Nxe6 fxe6 17. c4 Nb6 18. b3 a4 19. Bd2 Kf7 20. Bc3 Rhd8 21. Rxd8 Rxd8 22. Kg2 Rd3 23. Rc1 g5 24. Rc2 axb3 25. axb3 Nd7 26. Ra2 Be7 27. Ra7 Nc5 28. f3 Nxb3 29. Rxb7 Nc1 30. Nxc1 Rxc3 {und hier einigte man sich auf das Remis, 1/2-1/2.}) 12... b6 (12... Be7 13. a4 Bd7 (13... Be6 14. Nf4 Bc5 15. b3 Rd8 $14) 14. Bf4 g5 15. e6 Bxe6 $14) ({In der 2. Bundesliga hat Mokry 1994 in seiner Partie gegen Neurohr gute Erfahrung mit} 12... Bc5 {gemacht. Weiter ging es mit} 13. g4 Ne7 14. Nf4 Be6 15. Nh5 Rg8 16. Nd4 Nd5 17. Nxe6 fxe6 18. c4 Nb6 19. b3 a4 20. Bb2 Kf7 {Die schwarze Stellung ist bereits vorzuziehen. Mokry erarbeitete sich dann auch nach wenigen weiteren Zügen ein Gewinnstellung und gewann dann mit seinem 62. Zug.}) 13. b3 {Es sieht so aus, als wollte Weiß seinen Läufer fianchettieren. Der Zug ist aber vielseitig. In erster Linie dürfte sich der Zug gegen die Wirkung eines schwarzen Bauervorstoßes nach a4 richten, den er allerdings natürlich nicht verhindern kann, sowie als Stütze für ein baldiges Bc4. Und, je nach Fortgang, bereitet er natürlich auch eine Läuferentwicklung nach b2 vor.} ({Die Nummer 1 bei den Enginevorschlägen ist} 13. Nf4 {was aber keinen Vorteil verspricht:} Be7 (13... Bb7 14. c4 Rd8 15. Rxd8+ Kxd8 $11) 14. c4 a4 15. Bd2 h5 $11) 13... Be7 (13... Bb7 {wäre gleichwertig, das ohnehin bald zu erwartende ...c5 gibt dem gerade stumpf gewordenen Läufer dann wieder Ausblick. Es könnte folgen:} 14. Bb2 {Nun also doch 13.b3 als Vorbereitung der Fianchettierung.} (14. c4 {Und hier 13.b3 als Stütze für c4.} Rd8 (14... c5 15. Bb2 Rd8 16. Rxd8+ Kxd8 $11) 15. Bf4 c5 16. Ng3 Bxf3 $11) 14... Rd8 (14... c5 15. Nc3 Rc8 16. Nd5 Ne7 $11) 15. e6 (15. Rxd8+ Kxd8 16. e6 f6 $11) 15... f6 $11 ) (13... a4 {der von 13.b3 "unterwanderte" Zug.} 14. Bb2 (14. Rb1 Be7 (14... Rg8 15. c4 Be7 16. Bb2 Bb7 $11) 15. Bb2 Rg8 16. Rd3 g5 $11) 14... Be7 (14... Bc5 $6 15. a3 axb3 16. cxb3 h5 $14) 15. Rd3 axb3 $11) 14. Bf4 (14. Bb2 Rg8 ( 14... a4 15. Rab1 Rg8 16. Nd2 Bb7 $11 {Rybka}) 15. Rd2 Bb7 16. Rad1 c5 $11 { Rybka}) 14... g5 ({Dem Enginevorschlag} 14... Bc5 {wollte ich nicht folgen, da ich dem Feld f6 nicht den Einfluss des Läufers entziehen wollte. Ich bin ohnehin der Meinung, dass der Läufer in diesem Stadium der Partie auf der Diagonale d8/h4 besser als auf der Alternative a7/ g1 aufgehoben ist. Die Engineanalyse spiegelt diese Erwägungen nicht in einem Stellungsurteil wider. Diese führt zu folgenden Zugfolgen und Werturteilen:} 15. c4 (15. Kf1 g5 (15... Be6 16. c4 Rd8 17. Bh2 a4 $11) 16. Bc1 Ba6 17. c4 Ke7 $11) 15... Be6 (15... g5 16. Bd2 Ng7 17. Bc3 g4 $11) 16. Bd2 Be7 $11 (16... Rd8 17. Bc3 h5 $14)) (14... a4 {habe ich dem gegenüber erwogen, worauf die Engineanalyse zu folgenden Ergebnissen führt:} 15. Nfd4 (15. Ned4 g5 (15... Nxd4 16. Nxd4 {und weiter wie nach der folgenden Variante (nach 15.Sfd4 Sxd4 16.Sxd4}) 16. Bh2 Nxd4 17. Nxd4 g4 $11) 15... g5 (15... Nxd4 16. Nxd4 g5 17. Bg3 g4 $11 {Hier sieht das "maschinelle Urteil" +/= aus, was ich aber nicht verstehe. Ich sehe diese kleine Abweichung nicht anders als die Folge nach 15.. .g5.}) 16. Bh2 Nxd4 17. Nxd4 g4 $11 {Die schwarze Stellung sieht nun aber sehr zerrissen aus, was nicht nach meinem Geschmack ist, Engines hin oder her.}) 15. Bh2 (15. Bc1 { nach dem Prinzip "zurück ins Körbchen" und der neuen Option, den Läufer doch noch auf die lange Diagonale zu spielen, führt zu nichts:} a4 (15... Rg8 16. g4 Ng7 17. Nfd4 Bb7 $11) 16. Rb1 Bb7 $11 17. Ned4 Nxd4 $11) 15... c5 {nimmt Weiß das Feld d4, das attraktiv für die beiden Springer aussah. Alternative Enginevorschläge sind vor allem 15...Lb7 und 15... Sg7, die mich aber beide nicht von ihrer Gleichwertigkeit überzeugen konnten.} 16. e6 (16. c4 Bb7 (16... Rg8 17. e6 fxe6 18. Bxc7 Bb7 $11) 17. Nc3 Bxf3 18. gxf3 c6 $11) (16. Nd2 Kd7 ( 16... Nd4 17. Nxd4 cxd4 18. e6 c5 $11) 17. g4 Nh4 18. Nf3+ Kc6 $11) 16... Bf6 $5 (16... Bd6 $6 17. exf7+ (17. Bxd6 {hat nur Zugumstellungscharakter}) 17... Kxf7 $11 18. Bxd6 Nxd6 19. Ne5+ $11 (19. Nc3 {sieht auch nicht schlecht aus, bringt aber auch nicht mehr.})) (16... Bxe6 $5 17. Bxc7 (17. Be5 $5 f6 18. Bxc7 Kf7 19. Bxb6 $13 {Das Engineurteil weist hier sogar einen kleinen Vorteil für Schwarz aus, den ich aber nicht zu erkennen vermag. Die bisher sichere schwarze Stellung am Damenflügel ist zerschlagen. Vielleicht wird dies durch neue dynamische Chancen aufgewogen, aber das ist nicht gewiss.}) 17... Bf6 ( 17... Bd8 $5) 18. Rab1 (18. Rac1 Bd8 (18... b5 $6 19. Bb6 $5 Be7 20. Nc3 Ra6 $14) 19. Be5 Rg8 20. Nc3 f6 $11) 18... Bd8 19. Be5 Rg8 $11) 17. Rac1 ({Auf das gewaltsame} 17. Bxc7 {wäre ich allein nicht gekommen bzw. hätte ich sie ganz schnell verworfen. Die Engineanalyse zeigt diese Möglichkeit mit folgender Fortsetzung auf:} Bxa1 18. Rxa1 Bxe6 (18... a4 19. bxa4 $11) 19. Bxb6 $11 { Mein meisterlicher Gegner wird diese Möglichkeit mutmaßlich aber erwogen haben, zumal er an späterer Stelle der Partie beweist, dass ihm die Hergabe der Qualität (Turm gegen Läufer) mit dem Ziel, dynamische Chancen zu erhalten, nicht schreckt. Vermutlich reichte ihm der zu erlangende Gegenwert aber nicht aus.}) (17. Rab1 Ra7 18. Ne5 Bxe6 19. Nc6 $11 {führt zu nichts.}) 17... Ra7 { Der Bauer auf c7 soll gehalten werden.} (17... Bb7 {ist schwächer, z.B.} 18. Bxc7 (18. exf7+ Kxf7 19. Rd7+ Ke6 20. Rxc7 Bxf3 $14) 18... Bxf3 (18... fxe6 19. Bxb6 Bxf3 20. gxf3 Be7 $14) 19. gxf3 Ra6 20. exf7+ Kxf7 $14) 18. Be5 {Ein folgerichtiger Zug. Der schwarze Läufer auf der langen Diagonale ist eine sehr wirksam postierte Figur. Dem Abtausch kann Schwarz nicht ausweichen. Andere Versuche bringen auch nicht mehr ein.} (18. c4 a4 (18... Bxe6 19. Ne5 $11) 19. g4 $11) (18. Ne5 Bxe6 (18... fxe6 19. Nc6 Ra8 20. Bxc7 Bb7 $11) 19. Nc3 Nd4 20. Rd2 Ra8 $11) 18... Bxe5 (18... Ke7 19. exf7 (19. Bxf6+ Kxf6 20. exf7 Rf8 21. Nc3 $11) (19. Nc3 Bxe6 20. Nb5 Rb7 21. Bxc7 $11) 19... Kxf7 20. Nc3 $11) 19. exf7+ (19. Nxe5 Bxe6 20. f4 f6 $15) 19... Kxf7 20. Nxe5+ Kf6 21. Ng4+ Kg7 { Es sieht danach aus, als ob mehr und mehr die Luft aus der Stellung entweicht. Trotzdem sollte Schwarz das Gefühl unterdrücken, die Partie ins Remis verwalten zu können! Es wird sich in ein paar Zügen noch erweisen, ob Weiß die Partie tatsächlich nicht doch noch herumreißen kann, um als nach ELO und Meriten deutlich besserer Spieler den vollen Punkt zu erzwingen!} 22. Nc3 Nd4 ( 22... Re8 23. Re1 Rxe1+ 24. Rxe1 Nd4 25. Re7+ Kf8 $11) 23. Re1 (23. Ne3 a4 ( 23... Be6 24. Re1 Re8 25. f3 Rb7 $11) 24. Ra1 Bd7 25. b4 Re8 $11) (23. Kh2 Bxg4 (23... Rf8 24. Rd2 Bf5 25. Ne3 Be6 $11) 24. hxg4 h5 25. gxh5 Rxh5+ $11) 23... h5 (23... Bxg4 24. hxg4 Kf7 25. f3 Rd8 $11) 24. Ne3 Be6 {Ich wollte den Läufer auf der Diagonale c8/h3 behalten. Die Engineanalyse bestätigt 24...Lb7 aber eine grundsätzliche Gleichwertigkeit. Die "seelenlosen Rechenhelfer" könnten sich auch mit 24...Tf8 anfreunden. Sie bieten in den beiden genannten Fällen die folgenden Zugfolgen an:} (24... Bb7 25. Ned5 (25. Ncd5 a4 26. bxa4 Bc6 27. c3 Ne6 $11) 25... Bxd5 {Dieses Schlagen wäre auch nach dem Partiezug (24...Le6) möglich gewesen, was den Entschluss, den Läufer auf der Diagonale c8/h3 zu halten, unterstützte.} 26. Nxd5 Rd8 27. c4 Rf8 $14) (24... Rf8 25. Rcd1 (25. Ne4 Kg6 26. c3 Nf5 27. Rcd1 Nxe3 $11) 25... Bb7 26. Ne2 Nxe2+ 27. Rxe2 Raa8 $11 ) 25. Rcd1 (25. f3 Rd8 26. Rcd1 Raa8 27. Kf2 $11) 25... Kg6 26. Na4 ({Ich hatte mit} 26. Ned5 {gerechnet und wollte dann} Bxd5 {spielen, um den Ausgleich nach} 27. Nxd5 Rd8 $11 {zu halten. Der weiße Partiezug 26.Sa4 folgt aber bereits einem interessanten Plan meines Gegners, zu dessen Umsetzung er den Springer in Position bringt. An dieser Stelle war ich etwas sorglos und interpretierte den Springerzug zu oberflächlich und dabei falsch als Einleitung einer Umpostierung über b2 bzw. zur Vorbereitung eines Bauernaufzuges auf der c-Linie.}) 26... Raa8 {Sieht am klarsten aus. Die schwarzen Möglichkeiten sind aber vielseitig, was die beiden folgenden, hier auf ein paar grundsätzliche Stränge reduzierten, Analysen zeigen. Dass die schwarze Stellung ungemein zäh ist, belegt auch, dass sie noch hält, wenn Weiß nun alsbald eine Überraschung aus dem Arsenal zaubert!} (26... Rd8 27. c3 (27. f3 Raa8 28. Kf2 Rab8 29. c4 h4 $11) 27... Nc6 28. Rxd8 Nxd8 29. c4 Nc6 $11) ( 26... Re8 27. c3 (27. c4 Rd8 28. Kh2 Rb7 29. f3 Rbb8 $11) 27... Nf5 28. Nd5 Rb7 29. Nb2 c6 $11) 27. c3 (27. c4 Rhd8 28. Kf1 Rac8 29. Nc3 c6 $11) 27... Nc6 { Ich wollte den Springer als Verteidigungsfigur behalten und so einem Abtausch auf f5 aus dem Wege gehen. Zu den Alternativen 27...Sf5 und 27...Sb5 führt die Engineanalyse zu folgenden Ergebnissen:} (27... Nf5 28. Nxf5 (28. c4 Rad8 29. Nc3 Rxd1 30. Nexd1 Kf7 $11) 28... Kxf5 29. c4 Rae8 30. Nc3 Rd8 $14) (27... Nb5 28. c4 (28. Kf1 Rhe8 29. c4 Nd4 30. Nc3 Rab8 $11) 28... Nd4 29. Nc2 Bd7 30. Nxd4 cxd4 $14) 28. Nxb6 $5 {Ein echtes, mich überraschendes Opfer! Weiß gibt zunächst den Springer gegen zwei Bauern, damit Zerschlagung der schwarzen Betonfestung und Angriff. Ohne eine solche Investition ist überhaupt nichts in Sicht, was Weiß auch nur entfernt Aussicht auf Angriff verspricht. Der geopferte Wert wird sich allerdings in wenigen Zügen berechenbar transformieren, zahlenmäßig wird sich wieder der Gleichstand an Figuren einstellen. "Nur" die Qualität wird auf dem Figurensektor für Schwarz zurückbleiben. Aber immerhin! Ich muss bekennen, dass ich das Opfer überhaupt nicht in Erwägung gezogen habe. Von folgenden Möglichkeiten war ich stattdessen ausgegangen:} (28. c4 Rad8 29. Nc3 Nb4 $11 30. Rxd8 Rxd8 $11) (28. Nd5 Bxd5 29. Rxd5 Rae8 30. Rxe8 Rxe8 31. Rd7 Rc8 32. c4 Ne5 $11) 28... cxb6 29. Rd6 Nd8 30. Nd5 Ra7 (30... Rh7 {ist ebensogut möglich:} 31. Rexe6+ (31. f4 Rf7 32. g3 Kg7 33. Re5 h4 $11) 31... Nxe6 32. Rxe6+ Kf5 33. Rc6 Raa7 $11) 31. Rdxe6+ (31. Rexe6+ {würde natürlich zu nichts anderem führen}) 31... Nxe6 32. Rxe6+ {Weiß gleicht nach Figuren aus. Durch das kämpferische Manöver, das ihm in Kürze auch noch den zweiten Bauern einbringen wird, hat er im Endeffekt die Qualität gegeben, um zwei Bauern und Angriff dafür einzustreichen.} Kf5 { Der König will mit einer Zwischenanrempelung gegen den Springer hinter die weißen Bauern am Damenflügel, womit er das Remis klarmachen wird. Verlässt der weiße Turm die e-Linie nicht, kommt Schwarz in Vorteil.} (32... Kf7 {geht auch, ist aber nicht ganz so zwingend wie der Partiezug.} 33. Rxb6 a4 $11) 33. Rc6 Ke4 {Aktiv ins Remis! Andere Möglichkeiten halten die Partie zwar auch weiter auf Remiskurs, geben Weiß aber etwas mehr und auf Bauern gestützten Raum für dynamische Versuche im Endspiel, z.B.:} (33... Rd8 34. c4 (34. Nxb6 Rd1+ 35. Kh2 Rd2 36. Nc8 Rad7 37. Rxc5+ Kg6 $11) 34... a4 35. Nxb6 axb3 36. Rxc5+ Kg6 37. axb3 Rd1+ $11) (33... Re8 34. Nxb6 (34. g4+ hxg4 35. hxg4+ Ke5 36. Nxb6 Kf4 37. Nd5+ Kf3 $11) 34... Re1+ 35. Kh2 Re2 36. Rxc5+ Kg6 37. Rc6+ Kg7 $11) 34. c4 1/2-1/2 [Event "corr., Günter-Henrich-Gedenkturnier"] [Site "ICCF"] [Date "2010.??.??"] [Round "?"] [White "Borwell, Alan"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C67"] [WhiteElo "2201"] [BlackElo "2255"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "75"] [EventDate "2010.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 {Eine Partie gegen Alan Borwell, von 1996 bis 2003 Präsident des Weltfernschachverbandes ICCF und Ehrenpräsident, ist immer ein Erlebnis. Alan Borwell hat aber nicht nur einen großen Namen als Funktionär, er ist auch ein erfolgreicher Fernschachspieler. Er ist Internationaler Meister und hat u. a. zwei Mal das Halbfinale der Fernschach-Weltmeisterschaft erreicht.} e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 { Einmal mehr habe ich die Ausgangsstellung der "Berliner Mauer" auf dem Brett.} 9. Nc3 Ne7 10. h3 h6 11. Bf4 Ng6 12. Rad1+ Ke8 13. Bg3 Bb4 14. Ne2 Be6 { In seiner Partie gegen Magnus Carlsen, Dortmund 2009, hat Arkadij Naiditsch hier 14...h5 gespielt, aber der Zug hat meines Erachtens noch Zeit.} ({Eine andere Idee ist} 14... Ba5 {um den Läufer frühzeitig nach b6 zu bringen.} 15. Nd2 {Der Springer strebt nach c4. Zugleich wird der f-Bauer für einen eventuellen Lauf vorbereitet.} (15. a4 Bb6 (15... a6 16. Ned4 Be6 17. Nxe6 fxe6 $11) 16. Nfd4 c5 17. Nb3 Bf5 $11) 15... Bb6 (15... Be6 16. f4 Bb6+ 17. Bf2 Bf5 $11) 16. Nc4 Be6 17. Nxb6 axb6 $11 {mit einem sehr seltenen Bauernblock.}) ({ auch} 14... Bd7 {ist gut spielbar, z. B.} 15. c3 (15. a3 Ba5 (15... Be7 16. e6 Bxe6 17. Bxc7 Rc8 $11) 16. b4 Bb6 17. Rd2 Be6 $11) 15... Ba5 (15... Be7 16. Nd2 Rd8 17. f4 Bc5+ $11) 16. Rfe1 c5 17. h4 Bg4 $11) 15. Nfd4 (15. c3 Bc5 (15... Be7 16. Ned4 c5 17. Nxe6 fxe6 $11) 16. b3 Rd8 17. Nfd4 h5 $11) 15... Rd8 { am genauesten, aber nicht zwingend besser als die Alternativen 15...Lc5 und 15. .. La5:} (15... Bc5 16. Nxe6 (16. b3 {zur Vorbereitung von c2-c4} Rd8 17. c4 Bc8 18. e6 $11 {mit Läuferangriff auf c7} (18. f4 {als positionelle Alternative ist ebenfalls zu beachten.})) 16... fxe6 17. h4 h5 18. Nf4 $11 ({ oder auch} 18. Rd3 $11)) (15... Ba5 16. f4 Bb6 17. Kh2 Bc4 $11) 16. Nxe6 (16. c3 Be7 (16... Bc5 17. Nxe6 fxe6 18. Rxd8+ Kxd8 $11) 17. Nxe6 fxe6 18. Rxd8+ Kxd8 $11) (16. f4 Bc5 (16... Bc4 17. b3 Bxe2 18. Nxe2 Bc5+ $11) 17. b3 Bc8 18. Kh2 Ne7 $11) 16... fxe6 17. Rxd8+ Kxd8 18. Rd1+ Ke7 $11 {Die Vitalität der schwarzen Stellung in den Mustern der "Berliner Mauer" ist immer wieder erstaunlich. Die weiße Bauernstellung ist an sich klar vorzuziehen. Nur lässt sie sich gemeinhin nicht zum Faustpfand für den vollen Punkt machen. Die Engines neigen dazu, diese Stellung wie auch jene in den vorangegangenen und mit "=" eingeschätzten Varianten mit "+/=" zu bewerten. In diesen Stellungstypen finden sie dann aber in fortgeschrittenen Stadien keine greifbaren Fortschritte, belassen die Bewertung aber weiter bei "+/=". Sinn macht dies nicht. Wenn sich kaum ein Vorteil herausarbeiten lässt, ist dieser Stellungstyp ein "ausgeglichener Fall".} (18... Ke8 $14 {um das Feld e7 für die beiden Leichtfiguren frei zu halten, gibt dem auf h8 stehenden Turm den Blick auf den Rest der Reihe nicht frei und ist deshalb als um eine Nuance schwächer anzusehen. Er reicht aber auch aus, was die folgende Analyse zeigt.} 19. Kf1 (19. h4 h5 20. Nf4 Nf8 21. Kf1 Be7 $14) (19. c3 Bc5 (19... Be7 20. Nd4 Kf7 21. Rd3 Rd8 $14) 20. h4 h5 21. Nf4 Nxf4 $14) 19... Bc5 (19... a6 20. Nd4 Ke7 21. Nb3 Rd8 $14) 20. h4 h5 21. Nf4 Nf8 $14) (18... Kc8 {ist ebenfalls spielbar, allerdings entfernt sich der König vom Bauern e6, dem er in manchen Varianten eine Stütze sein sollte. Auch wird der König generell eher am Königsflügel als am Damenflügel gebraucht. Weiter kann folgen} 19. h4 (19. Rd4 Bf8 {um den Bauern zu decken} (19... Bc5 $2 20. Rg4 Ne7 21. Nf4 g5 $16) 20. Nf4 Nxf4 21. Rxf4 g5 $14) 19... h5 (19... Re8 20. h5 Nf8 21. Rd4 Bc5 $14) 20. Nf4 Nf8 21. Kf1 Be7 $14) 19. h4 (19. a3 Bc5 (19... Ba5 20. h4 Nf8 21. h5 g5 $14) 20. h4 Rd8 {Ein Enginevorschlag ist auch 20...Sf8 gefolgt von g6. Das Spiel ist daraufhin aus schwarzer Sicht allerdings schwieriger als nach 20... Td8.} ( 20... h5 $5) 21. Rxd8 (21. Rd3 Rxd3 (21... Rd5 $5) 22. cxd3 Bb6 23. h5 Nf8 $11) 21... Kxd8 22. Nf4 Nf8 23. Kf1 Ke7 $11) (19. c3 Bc5 (19... Ba5 20. h4 h5 21. Bf4 (21. Nf4 Nf8 22. Kf1 Bb6 $14) 21... Rc8 $14) 20. h4 h5 21. Nf4 Nxe5 22. Re1 Kf6 $11) 19... h5 ({Der Enginevorschlag} 19... Nf8 {gefiel mir auch hier nicht. Es folgen die Engineanalysen "pur". Manchen Zügen haftet der "Rechenknechtabdruck" deutlich an.} 20. Nf4 (20. Kh2 Bc5 (20... Ba5 21. Kh3 { würde der menschliche Gegner in der Partie tatsächlich so spielen, auch mit einem Blick auf den gleich nachfolgenden Zug? Zu erwarten ist dies meines Erachtens jedenfalls nicht, so dass die Praxisrelevanz dieser "In-Voraus-Analyse" doch etwas in Zweifel zu ziehen ist.} Bb6 22. Kg4 h5+ $14) 21. Nc3 Ke8 22. h5 g5 $14) 20... Ke8 (20... Bc5 21. h5 Ke8 22. Bh4 Be7 $14) 21. h5 Be7 22. f3 Bg5 $14) 20. a3 Bc5 (20... Ba5 21. Bf4 Rc8 22. Bg5+ Kf7 $14) 21. b4 (21. Nf4 Nxf4 22. Bxf4 Rf8 $11) 21... Bb6 22. Nf4 Nxf4 23. Bxf4 Rc8 { Der Sinn dieses Zuges liegt etwas tiefer. Es geht um das Feld c6. Die Partie nimmt in den folgenden Zügen den gewünschten Fortgang, so dass die Motivation für 23...Tc8 tatsächlich durchschlägt. Wenn der Bauer c6 bis c5 aufzieht und der weiße b-Bauer nach b5 vorrückt, soll c7-c6 folgen. Nimmt Weiß diesen Bauern dann mittels b5xc6 vom Brett, soll der Turm zurückschlagen. Aber auch 23...Tf8 und 23...Ta8 sind vollwertige Alternativen.} (23... Rf8 24. g3 (24. Bg5+ Ke8 (24... Kf7 25. c4 c5 26. g3 Kg6 $11) 25. Rd2 Kf7 26. c4 c5 $11) 24... c5 (24... Ra8 25. Bg5+ Ke8 26. Kg2 c5 $11) 25. b5 Ra8 26. Bg5+ Ke8 $11) (23... Ra8 24. Bg5+ (24. Kf1 a5 (24... Ke8 25. Bg5 c5 26. c3 cxb4 $11) 25. Bg5+ Kf8 26. c3 axb4 $11) 24... Ke8 (24... Kf8 $2 25. c4 c5 26. Rd7 Rb8 $16) 25. Kf1 c5 26. bxc5 Bxc5 $11) 24. c4 (24. Bg5+ Ke8 (24... Kf7 $2 25. Rd7+ Kg6 26. c4 c5 $14) 25. Kf1 c5 26. f4 cxb4 $11) 24... c5 25. b5 c6 {Nun ist der Sinn von 23... Tc8 materialisiert.} (25... Ke8 26. Be3 (26. a4 c6) 26... c6 27. bxc6 Rxc6 28. g3 Bc7 $11) (25... Ra8 $2 {wäre nicht nur inkonsequent, sondern auch schlechter:} 26. Bg5+ (26. a4 a6 27. Bg5+ Ke8 28. f4 axb5 $14) 26... Kf7 27. Rd7+ Kg6 28. a4 a6 $16) 26. a4 (26. bxc6 Rxc6 27. Be3 Ba5 28. g3 Ke8 $11) (26. Bg5+ Ke8 27. a4 cxb5 28. axb5 Bc7 $11) 26... Ke8 {Mit meinem 26. Zug habe ich meinem prominenten Gegner ein Remis angeboten.} 27. bxc6 Rxc6 28. Rb1 Rc7 { da der Turm wieder auf die d-Linie soll und das Feld d6 nicht betreten werden kann, geht es eben über c7 und d7.} (28... Kd8 {mit der Idee, den Bauern b7 vom König von c8 aus decken zu lassen, macht für Weiß den Weg zu einer taktischen Spielerei frei, die aber nur etwas für das Auge und nichts für das Punktekonto bringt:} 29. a5 (29. Rb3 Rc7 30. Kf1 Rd7 31. Ke2 Rd4 $11) 29... Bxa5 30. Rxb7 Rc7 31. Rb8+ Rc8 $11 {und es geht nicht weiter.}) 29. Kf1 Ba5 30. Rb3 (30. Ke2 Rd7 31. Be3 b6 $11) 30... Rd7 (30... b6 31. Ke2 Rf7 32. Bg5 Rd7 33. Be3 Bb4 $11 ({oder} 33... Rd8 $11)) (30... Rf7 31. g3 (31. Bg5 b6 32. Ke2 { mit Übergang in die gerade betrachtete Nebenvariante.}) 31... Rd7 32. Ke2 Kf7 33. f3 Kg6 $11) 31. Ke2 (31. Be3 b6 32. Ke2 Ke7 33. f3 Kf7 $11 {kommt aufs Gleiche raus.}) 31... Kf7 32. Be3 b6 ({Im Nahschach hätte} 32... Kg6 {mit dem Angebot zur Aufgabe des Bauern auf c5 vielleicht einen Versuch wert sein können, z. B.} 33. Bxc5 (33. Rd3 Rxd3 34. Kxd3 b6 35. Ke4 Bc3 $11 ({oder auch} 35... Kf7 $11)) 33... Rd2+ $5 34. Kf3 b6 35. Be3 Ra2 $11 {im heutigen Fernschach aber ist damit gewinnmäßig nichts zu holen. Und im Kampf um ein Remis ist dieser Weg nicht besser als der tatsächlich eingeschlagene.}) 33. f3 Bb4 ({Die Stellung ist tot remis. Deshalb sind die Kandidatenzüge gleich geeignet, z. B.} 33... Rd8 34. g4 Kg6 35. Rb1 (35. gxh5+ Kxh5 36. Rb1 $11) 35... Rd7 36. gxh5+ $11 Kxh5 $11) 34. g4 Kg6 (34... g6 35. Rd3 (35. gxh5 gxh5 36. Rb1 Rd8 37. Rg1 Rg8 $11) (35. Rb1 Bc3 36. gxh5 gxh5 37. f4 Rd8 $11) 35... Rxd3 36. Kxd3 $11) (34... hxg4 35. fxg4 g6 36. Rd3 Rxd3 37. Kxd3 Be1 $11) 35. Rd3 (35. gxh5+ Kxh5 36. Rb1 $11 Bc3 $11 37. Rg1 $11) 35... Rxd3 36. Kxd3 Be1 37. Bg5 Bb4 38. Ke4 1/2-1/2 [Event "corr., Günter-Henrich-Gedenkturnier"] [Site "ICCF"] [Date "2010.??.??"] [Round "?"] [White "Bekemann, Uwe"] [Black "De Blois Figueredo, Adrián"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C89"] [WhiteElo "2255"] [BlackElo "2341"] [Annotator "Uwe Bekemann"] [PlyCount "88"] [EventDate "2010.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 O-O 8. c3 d5 {Damit ist der Marshall-Angriff auf dem Brett.} 9. exd5 Nxd5 10. Nxe5 Nxe5 11. Rxe5 c6 12. d4 Bd6 13. Re1 Qh4 14. g3 Qh3 15. Re4 ({Als Hauptvariante gilt aktuell} 15. Be3 Bg4 16. Qd3 Rae8 17. Nd2 Re6 {und nun führt} 18. a4 {zu scharfen Spiel mit ordentlichen Chancen auch für Weiß.}) 15... g5 16. Qe1 Bf5 17. Nd2 h6 18. f3 Bxe4 $146 ({hier wurde in den wenigen Referenzpartien überlicherweise} 18... Kg7 {gespielt. Weiter kann folgen} 19. a4 Bxe4 20. fxe4 Rae8 21. axb5 axb5 22. Nf1 Qg4 23. Bc2 Re7 24. Bd2 Rfe8 25. e5 f6 26. h3 Qxh3 27. Qe4 Kh8 28. Ra6 fxe5 29. Rxc6 Rf8 30. Bd3 Ref7 31. Qg2 Qxg2+ 32. Kxg2 Rf6 33. dxe5 Bxe5 34. Rc5 Rd6 35. Be4 Rfd8 36. Rxb5 Bg7 {und nach 50 Zügen einigten sich beide Seiten auf ein Remis, Anand-Bacrot, Sofia 2006.}) 19. fxe4 (19. Nxe4 Rad8 (19... Be7 20. Nf2 (20. Bd2 Qd7 (20... Rae8 21. c4 bxc4 22. Bxc4 Qd7 $11) 21. Qe2 Rae8 22. c4 Nf6 $15) 20... Qd7 (20... Qe6 21. Qe4 Kg7 22. Ng4 Bd6 $11) 21. Bc2 Rae8 22. Ng4 Kg7 $11) (19... Qe6 20. Bd2 (20. Qd2 Rae8 (20... f5 21. Nxd6 Qxd6 22. Qd3 f4 $15) 21. Qf2 f5 22. Nxd6 Qxd6 $15) 20... Bc7 (20... Qg6 21. Qe2 Bc7 22. Qd3 Bb6 $15) 21. Qf1 Bb6 22. Qf2 Rae8 $15) 20. Bd2 (20. c4 bxc4 (20... Bb4 21. Qf2 bxc4 22. Bxc4 a5 $11) 21. Bxc4 Qf5 22. Qf2 a5 $15) 20... Kg7 (20... Qf5 21. Qe2 Rfe8 22. a4 Bf8 $11) 21. Qf2 Rfe8 22. c4) (19. Qxe4 $2 Rae8) 19... Rae8 {Immer die Frage nach dem richtigen Turm!} ({Nach} 19... Rfe8 {kommt} 20. Qf2 {und dann wohl} Ra7 21. exd5) 20. Qf2 (20. Qf1 Qxf1+ 21. Kxf1 Nb6 22. a4 $11) 20... f5 21. e5 (21. exd5 $2 f4 {mit entscheidendem Angriff.}) 21... Be7 22. Qf1 {Die Aussichten sind gleich. Schwarz hat den Vorteil der Qualität, Weiß hat einen Mehrbauern, das Läuferpaar und eine starke Bauernstellung im Zentrum. Auch die dynamischen Chancen liegen auf beiden Seiten.} (22. Qg2 Qxg2+ (22... Qh5 23. Bxd5+ cxd5 24. Qxd5+ Kh8 $14) 23. Kxg2 Kh8 (23... Kg7 24. Nf1 f4 $11) 24. Nf3 (24. a3 Rd8 $11) 24... f4 $11) (22. Qf3 {Also erst mal gegen den Se5} Rd8 23. Qf1 Qxf1+ 24. Nxf1 f4 $11) 22... Qxf1+ {Ich denke, dass der Abtausch der Damen eher Weiß begünstigt, denn die schwarze Angriffsfantasie wird hierdurch deutlich schmaler. Allerdings kann der Nachziehende den Abtausch nicht gut vermeiden bzw. sich davon keinen Vorteil versprechen, z.B.} (22... Qh5 23. Qd3 (23. a4 $5 f4 (23... Kh8 24. Qd3 f4 25. Bc2 Qf7 $14) 24. Qd3 b4 25. Ne4 bxc3 $11) 23... Rc8 (23... Kg7 { Entfesselt den Sd5.} 24. Nf1 Rb8 25. Ne3 Nxe3 26. Bxe3 $14) (23... Ra8 24. a4 Qf7 $11) (23... Bd8 24. a4 Bb6 $11) 24. a4 Qf7 25. axb5 axb5 $14) (22... Qg4 23. Bd1 (23. Qd3 Kg7 {Wieder der Entfesselungszug.} 24. Nf1 Rd8 25. Bd2 $14) 23... Ne3 24. Bxg4 Nxf1 25. Bf3 $14 ({Oder auch} 25. Bh5 $14)) 23. Nxf1 { Ich ziehe das Schlagen mit dem Springer statt mit dem König vor, auch wenn die Engines zu etwa gleichen Bewertungen kommen. Auf d2 kann er ohnehin nicht stehen bleiben, auf f1 findet er vorübergehend einen guten Standort, auch weil er von hier aus das Feld e3 im Visier hat. Indem der Springer schlägt, wird der Läufer c1 frei und der König bleibt der f-Linie fern, auf der ein gegnerischer Turm steht.} ({Nach} 23. Kxf1 {sieht eine Engineerwartung wie folgt aus:} Kg7 (23... Kf7 24. Kg2 Ke6 25. a4 Rb8 $11) 24. Ke2 Rd8 25. Nf1 b4 $11) 23... f4 {Schwarz möchte die Linienöffnung erreichen, die ihm gefährliche Angriffsmöglichkeiten mittels seiner Türme eröffnen wird.} ({Ich weiß nicht, ob der auf sich allein gestellte Spieler auf die Idee kommen würde, vorher den König weiter in die Mitte zu bringen, obwohl noch so viele Figuren auf dem Brett stehen. Ein Enginevorschlag geht allerdings in diese Richtung, dem ich persönlich - so wie Weiß, wenn er ihn erhalten hat - nicht gefolgt wäre. Allerdings habe ich keinen konkreten Nachteil gesehen und die Linienöffnung wäre dann immer noch möglich. Also:} 23... Kf7 24. a4 (24. Ne3 Ke6 $11) 24... Ra8 25. Ne3 Ke6 $11) 24. gxf4 {Mir war es wichtig, dass Schwarz einen isolierten Bauern auf der f-Linie zurückbehält, denn dieser dürfte eher schwach sein und würde den weißen König zudem vor Turmattacken des Nachziehenden schützen. Das Variantengestrüpp lässt sich mit Rechnerunterstützung verlässlich erfassen. Es zeigt, dass die Alternativen zu 24.gxf4 ebenfalls gut spielbar sind und Schwarz auf der Suche nach einem Gewinnweg nicht weiterkommt. Folgende Varianten sind besonders zu beachten:} ( 24. Bd2 Rb8 25. Kg2 a5 $11) (24. Kg2 Kh8 (24... a5 25. gxf4 (25. a4 b4 26. c4 Nc7 27. gxf4 $11) 25... gxf4 26. a4 b4 27. c4 $11) 25. Bd2 (25. h3 a5 26. a3 fxg3 27. Nxg3 $11) 25... Rb8 26. Rc1 Rbd8 27. h3 $11) (24. Nd2 Kg7 (24... Rd8 25. Ne4 (25. gxf4 Rxf4 26. Nf1 Rf7 27. Bd2 $11) 25... Kg7 26. gxf4 Nxf4 27. Bxf4 $11) 25. Ne4 (25. a4 b4 26. Ne4 fxg3 27. hxg3 $15) 25... Rb8 26. Kg2 h5 27. Kg1 $11) 24... gxf4 25. Kf2 (25. Kg2 Rd8 26. Bd2 Kg7 27. Kf3 $11) (25. Bd2 Rb8 26. Kf2 a5 27. Bd1 $11) 25... a5 26. a4 (26. Bd1 a4 27. Nd2 Bh4+ 28. Kf3 $11) 26... b4 27. Kf3 bxc3 (27... Kf7 28. Ke4 (28. Bc4 Ra8 29. Nd2 Ke6 30. Ke4 $11) 28... bxc3 29. bxc3 Rd8 30. Bd2 $11) 28. bxc3 Rb8 29. Nd2 Kg7 {Dürfte vor allem der Entfesselung des Springers gedient haben.} 30. Bc2 {die weißen Figuren wirken recht harmonisch zusammen, der weißfeldrige Läufer ist eine Macht. Die Stellung ist weitgehend ausgeglichen.} (30. c4 Bb4 (30... Ne3 31. Ke4 (31. Rb1 Nf5 32. Ke4 Nh4 33. Nf3 $15) 31... Rb7 32. Ra2 Ng4 33. Bc2 $11) ( 30... Nb4 31. Ba3 (31. Ke2 Rfd8 32. Bb2 f3+ 33. Kxf3 $11) 31... Rf5 32. Ke4 Rh5 33. Nf3 $14) 31. cxd5 Bxd2 $11) (30. Ra2 Nxc3 (30... Rb7 31. Bc4 Nxc3 32. Rc2 Nd5 $11) 31. Rc2 Bb4 32. Nc4 Nd5 $15) 30... Nxc3 (30... Rfc8 31. Nb3 (31. Bf5 Rf8 32. Bc2 Nxc3 {und wir sind zurück in der Partie.}) 31... c5 32. Bd2 cxd4 33. Nxd4 $11) 31. Nb3 (31. Nc4 Bb4 (31... c5 32. Nxa5 (32. Ba3 Nd5 33. Rg1+ Kh8 34. Bxc5 $11) 32... Rbc8 33. Nb3 c4 34. Nc5 $11) 32. Bd2 Nd5 33. Bxb4 Rxb4 34. Nxa5 $11) 31... Bb4 (31... Rbc8 32. Bd2 (32. Bb2 {ändert nichts, z.B.} Bb4 33. Bxc3 Bxc3 34. Rg1+ $11 Kf7) 32... Bb4 33. Rg1+ Kf7 34. Bxc3 Bxc3 $11) 32. Bd2 ( 32. Ba3 Bxa3 33. Rxa3 Nd5 $15) 32... Rg8 (32... Kf7 33. Rg1 (33. Re1 Rb6 34. Ra1 Nd5 35. Bxb4 $15 Rxb4 $15) 33... Nd5 34. Bxb4 Rxb4 35. Nc5 $15) 33. Bxc3 ( 33. Rg1+ Kf8 34. Rc1 Nxa4 35. Bxb4+ $15) (33. Bf5 Nd5 34. Bxb4 Rxb4 35. Nxa5 $15) 33... Bxc3 34. Rc1 {Die weißen Züge kommen beileibe nicht als Selbstläufer auf das Brett. Weiß muss als der eher reagierende Akteur in dieser Partiephase genau spielen, um nicht in Nachteil zu geraten. In einer Nahschachpartie dürfte es für Schwarz eher möglich werden, den einen oder anderen schwächeren Zug zu provozieren, um dann doch einen Vorteil nachzuweisen. Die Stellung erfordert eine umfangreiche Variantenberechnung zu quasi jedem Zug.} (34. Rd1 Rb4 (34... Kf7 35. Rc1 (35. Bd3 Ke7 36. Bc4 Rg5 37. Rc1 $15) 35... Rgd8 36. Bd3 Bxd4 37. Nxa5 $15) (34... Kf8 35. Rc1 (35. d5 cxd5 36. Rxd5 Rg5 37. Nc5 $15) 35... Rb6 36. Nc5 (36. Bd1 Bb2 37. Rc4 $17) 36... Bb2 37. Nd7+ $15) 35. Rd3 (35. Nc5 Kh8 36. d5 Rc4 37. Nd7 $17) 35... Rc4 36. Kxf4 Kf8 37. Nc5 $15) 34... Rb6 (34... Rgd8 35. Rg1+ (35. Rd1 Kf7 36. Rd3 Bb4 37. Kxf4 $11) 35... Kf7 36. Rg6 Rd5 37. Rf6+ $11) (34... Rge8 35. Rg1+ (35. Bd1 Bb2 36. Rxc6 Rb4 37. Rd6 $11) 35... Kf7 36. Rg6 Re6 37. Rg4 $11) 35. Bd1 (35. Kxf4 Rb4 36. Rg1+ Kh8 37. Rxg8+ Kxg8 38. Nxa5 Rxd4+ 39. Ke3 {und der Remisschluss liegt nahe.}) 35... Bb4 36. Rc2 (36. Be2 Kf8 37. Bc4 $11) 36... Kf8 37. Kxf4 { Der Zeitpunkt ist gut, um den Bauern vom Brett zu nehmen. Der König wird dadurch offensiv gestärkt, er bekommt plötzlich Ambition nach vorne. Den Schutz des Bauernschattens braucht er nicht mehr.} (37. Ke4 Rg1 (37... Ke7 38. Nc1 Rg1 39. Bf3 Re1+ 40. Ne2 $11) 38. Bf3 Rf1 39. Bg2 Rb1 40. Nc1 $11) (37. Be2 Rg1 (37... Ke7 38. Nc1 Rg1 39. Nd3 Kd8 40. Nxf4 $11) 38. Bc4 Ke7 39. Kxf4 Rb8 40. Ke3 $15) 37... Rg1 {Der Zug sieht optisch stark aus. Der Turm gelangt auf die gegnerische Grundreihe und kann von hier aus dem weißen Monarchen in den Rücken fallen. Konkret lassen sich aber kaum bemerkenswert vorteilhafte Folgen erkennen.} (37... Be1 38. Nc5 Ke7 39. Bf3 Rg1 40. Ke4 $11) 38. Bf3 Rb1 39. Nc5 Bxc5 40. Rxc5 R6b4 41. Bxc6 {In dieser Partiephase waren die Entscheidungen zugunsten des einen oder anderen Zuges nicht so leicht zu treffen. Es gab mehrere Möglichkeiten, deren Folgen nicht alle bis ins Einzelne durchzurechnen waren. Einzelne Züge aber konnten gravierende Auswirkungen auf die Stellung haben und das Spiel in sehr unterschiedliche Bahnen lenken. 41.xc6 habe ich insbesondere auch deshalb den Vorzug gegeben, weil ich auf jeden Fall den Bauern auf der a-Linie behalten wollte. Es sah mir sehr riskant aus, dort einen schwarzen Freibauern zuzulassen. Vermutlich aber war diese Grundhaltung arg vorsichtig, was die Alternativen zeigen, z.B.:} (41. Ke4 {um den d-Bauern zu decken und, anders als nach einem Schritt auf e3, auf ...Te1+ nach f5 ziehen zu können.} Re1+ (41... R4b3 42. Rxc6 (42. Bg4 Re1+ 43. Kf5 Rf1+ 44. Ke4 $11) 42... Re1+ 43. Kf4 Rf1 44. Rf6+ $11) (41... Ra1 42. Rxc6 (42. e6 Re1+ 43. Kf5 Rf1 44. Ke4 $11) 42... Raxa4 43. Rf6+ Kg7 44. Rd6 $11) (41... Rxa4 42. Rxc6 Re1+ 43. Kd5 Rf1 44. Be2 Rf2 45. Bc4 Rxh2 46. e6 $18 {und nun befände sich Weiß plötzlich auf der Siegesstraße.}) 42. Kf5 Rxd4 (42... Rxa4 43. Bxc6 Rxd4 44. Rxa5 $11) 43. Bxc6 Ke7 44. Bb5 $11) 41... Rxd4+ ({Eine Idee hätte noch sein können, dem weißen König den Weg vor die eigenen Bauern mit} 41... Kf7 { zu verwehren. Es hätte dann beispielsweise zu} 42. Rd5 (42. Ke4 Rd1 43. Bd5+ Ke7 44. Bc4 $11) 42... Rf1+ 43. Ke4 Re1+ 44. Kf3 $11 {kommen können und Schwarz wäre auch keinen Schritt weiter.}) 42. Kf5 Rf1+ (42... Ke7 43. Bb5 Rd2 44. Rc7+ $11) (42... Kf7 $2 43. e6+ ({Im Nahschach und dann bei womöglich enger Zeit könnte dem Spieler schnell ein Ausrutscher passieren ...} 43. Rxa5 $4 Rf1+ {mit unverhinderbarem Matt.}) 43... Ke7 44. Rxa5 $16) 43. Ke6 Rg1 44. Bb5 h5 {Das Remis gegen den späteren Sieger des Turniers, Adrián De Blois Figueredo, ist perfekt. Nach dem Verlauf ist dies der gerechte Ausgang.} 1/2-1/2 [Event "43. DFM/V05 Server"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2011.04.10"] [Round "?"] [White "Bekemann, Uwe"] [Black "Lange, Lutz"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C08"] [WhiteElo "2011"] [BlackElo "2277"] [Annotator "Bekemann, Uwe"] [PlyCount "65"] [EventDate "2011.04.18"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nd2 {Damit kommt die Tarrasch-Variante auf das Brett. Sie gilt als vorsichtig, aber auch sehr flexibel. Sie erlaubt es, dem so wichtigen schwarzen Bauernvorstoß c7-c5 mit c2-c3 zu begegnen, was den eigenen Bauern auf d4 stützt. Dies geht allerdings zu Lasten des weißen Zentrumseinflusses. Meiner Wahl liegt aber ein besonderer Umstand zugrunde: Schachfreund Lange ist ein sehr erfahrener und starker Gegner. Reduziert auf einen Zeitraum von 10 Jahren vor dem Partiebeginn habe ich mehr als 30 Partien gefunden, in denen er - und dies mit einem beeindruckenden Ergebnis - die Französische Verteidigung gespielt hat. Während er insgesamt mehrere Siege damit eingefahren hat, habe ich keinen Gewinn gegen die Tarrasch-Variante gefunden. Also: 3.Sd2!} c5 4. Ngf3 Nf6 5. exd5 exd5 $1 {Die Hauptlinie. Es wird zu einem isolierten schwarzen Bauern auf der d-Linie kommen, der aber nicht als schwach gilt.} 6. Bb5+ Bd7 7. Bxd7+ Nbxd7 8. O-O Be7 9. dxc5 Nxc5 10. Nb3 $1 Nce4 {Da Schwarz einen isolierten Bauern hat, sind seine Springer wichtig für ihn. Deshalb vermeidet er den angebotenen Abtausch.} (10... O-O $6 {Hierzu schreibt Andreas Tzermiadianos in seinem empfehlenswerten Buch "how to beat the French defence", Everyman Chess 2008: "...spielt Weiß in die Hände, denn nach} 11. Nxc5 Bxc5 12. Bg5 {entwickelt sich Weiß leicht und stellt zugleich Drohungen auf:"} Rc8 ( 12... d4 $6 13. Qd3 h6 14. Bh4 Rc8 15. Rfe1 Qb6 16. Qf5 $1 {Matulovic-Puc, Jugoslawien 1970} Qxb2 $1 17. Bxf6 gxf6 18. Rab1 Qxa2 19. Rxb7) 13. c3 $1 Rc6 14. Ne5 $1 Re6 15. Ng4 Be7 16. Ne3 Re5 17. Bh4 $14 {Tal-Benkö, Skopje 1972}) ( 10... Nfe4 11. Be3 $1 O-O 12. Nxc5 Nxc5 13. c3 Qd7 14. Bxc5 Bxc5 15. Qb3 $14 { van der Wiel-Ljubojevic, Brüssel 1987}) 11. Nfd4 Qd7 (11... O-O $6 12. Nf5 Re8 13. Nxe7+ $1 Qxe7 (13... Rxe7 14. Be3 b6 15. Bd4 Rd7 16. Bxf6 Qxf6 17. Qd4 { Malaniuk-Psakhis, Tallinn 1987, 1/2-1/2.}) 14. Be3 Qe5 15. Bd4 Qf4 16. f3 $1 Nd6 17. Qd2 Qxd2 18. Nxd2 $14 {Parma-Puc, Ljubljana 1969}) 12. Qf3 O-O 13. Nf5 Bd8 (13... Rfe8 14. Nxe7+ (14. Be3 Bf8 $11 {Ivkov}) 14... Rxe7 15. Be3 a6 $5 ( 15... Qb5 $6 16. Bd4 Rae8 17. Qd3 $1 Qc6 18. Rad1 $1 Nh5 19. Be3 Nhf6 20. Nd4 Qd7 21. h3 a6 22. Rfe1 Nd6 23. Nf3 $14 {Keres-Ivkov, Bamberg 1968}) (15... Rc8 $6 16. Bxa7 $1 Rxc2 17. Bd4 $14) (15... Ng4 $5 16. Bd4 Ne5 17. Qh5 Nc6 18. f3 Nxd4 19. Nxd4 Nf6 20. Qg5 h6 21. Qd2 $14 {Brückel-Brückner, Fernpartie 1995} Rae8 22. b3 $6 Qc7 23. Rfe1 Qc5 24. Rxe7 Rxe7 25. a4 (25. c3 $5) 25... Re2 26. Qd1 Rxc2 {Hier verpasste es Weiß in der Fernpartie Hecko-Pletanek, Tschechien 1997, sich auf die Siegerstraße zu bringen, indem er 27.b4! ausließ und stattdessen} 27. Kf1 $2 {zog.}) 16. Rad1 $1 $14 {Jansa-Geller, Nis 1977} Qa4 17. Qf4 $1 Rae8 18. Bd4 Nd7 19. Rfe1 $14) 14. Be3 g6 ({Unter Berufung auf Gurevich und Vaganian empfiehlt Tzermiadianos hier} 14... Rc8 $1 {worauf} 15. c3 {folgen soll. Die Statistik bestätigt diese Empfehlung in dieser Weise nicht, sie sieht eine weiße Erfolgsquote bei 56% (bei allerdings einer nur geringen Partienzahl als Basisdaten). Die Hauptvarianten sieht Tzermiadianos dann in} Re8 16. Bd4 $1 a5 $5 17. Rad1 $1 a4 18. Nd2 Ng5 19. Qd3 Nh5 20. Rfe1 Bc7 21. g3 $1 Ne6 $1 22. Nf3 Nxd4 23. N3xd4 g6 24. Ne3 Nf6 25. Qb5 Qxb5 26. Nxb5 Bb8 27. Kg2 $2 Kf8 28. Rd4 Re4 29. Red1 Rc5 30. Na3 Rxd4 31. Rxd4 { An dieser Stelle urteilt er: "Weiß hat sich einen kleinen Vorteil bewahrt. Er kann Ideen wie Sc2-b4, Tb4 oder g3-g4 und h2-h4 folgen, den schwarzen Springer störend. Schwarz kann die Stellung halten, aber es steht im eine schwere Verteidigung bevor, die er sehr akkurat spielen muss." Unter dem Eindruck dieser Partie denke ich, dass mein Gegner Lutz Lange mit 14...g6 eine gute Wahl getroffen hat.}) ({Eine weitere Alternative ist} 14... Re8 {woraufhin Tzermiadianos} 15. Bd4 $1 {etc. angibt.}) 15. Nh6+ $1 Kg7 16. Rfd1 $1 {Wie so oft: Welcher Turm ist der Richtige? Ich bin hier einer Empfehlung von Tzermiadianos gefolgt, der sich allerdings in seinem schon bezeichneten Werk auch intensiv mit 16.Tad1!? befasst. Diese Alternative kommt in der Praxis etwas häufiger vor. Ich denke, dass es an dieser Stelle noch viel zu entdecken und zu entwickeln gibt.} Re8 ({Tzermiadianos berücksichtigt hier nur} 16... Rc8 {mit der Folge (Hauptlinie)} 17. c3 Re8 {Enginevorschläge sind u.a. auch 17... Lb6, 17...Tc6, 17...Tc4 und 17...a5, deren Folgen nicht allesamt bis in die Tiefe vorausgesehen werden können.} 18. h3 (18. Re1 a5 19. Nd4 a4 20. Nc2 Rc6 $11) (18. Rab1 Bc7 19. Nd4 Nd6 20. Qf4 Re7 $11) 18... a5 19. Nd4 b5 20. a3 Qb7 21. Ng4 $1 Nxg4 22. hxg4 $1 Bf6 23. Nc2 h6 24. Rd3 $1 {Nach Tzermiadianos kann Weiß hier mit 25.Tad1 fortsetzen und steht etwas besser.}) 17. c3 {Der für die Tarrasch-Variante typische Aufzug mit dem c-Bauern.} Bc7 ({Ein weiterer Liebling der Engines ist} 17... Bb6 {allerdings führt er zu nicht mehr als der Textzug, z.B.} 18. Nd4 (18. h3 Bxe3 19. Qxe3 Re7 20. Nd4 Rae8 $11) 18... Re5 19. h3 Rae8 20. Rac1 Bc7 $11) 18. h3 Re5 (18... Qd6 {wird leicht pariert mit} 19. g3 Rad8 20. Re1 {Eine Anmerkung nur ganz kurz nebenbei: Hier ist der Turm auf der e-Linie gut postiert. Kann dies vielleicht auch ein Hinweis darauf sein, dass 16.Tfd1 doch der Griff zum "falschen" Turm für die d-Linie war? Oder überwiegt die Möglichkeit, nach dieser Wahl noch den a-Turm für die c-Linie zu haben?} Bb6 $11) 19. Nd4 {Hier habe ich 9 Tage an Bedenkzeit verbraucht. Diese Zeit habe ich vor allem für die Entscheidung benötigt, den Textzug oder vielleicht doch eher eine der großen Alternativen zu spielen. Lange war 19.Sc5 mein Favorit, aber auch der fast schon wieder systematische Zug 19.Tac1 stand hoch im Kurs. Die Analysen:} (19. a4 a6 (19... Rh5 20. Ng4 Rf5 21. Qe2 Qd6 22. Nd4 $11) 20. Ng4 Rf5 21. Qe2 Qd6 22. g3 $15) (19. Nc5 Qd6 ( 19... Nxc5 20. Bxc5 Bb6 21. Bxb6 axb6 22. b3 $11 (22. Ng4 Nxg4 $11)) (19... Qc6 20. Nxe4 (20. Nd3 Rh5 21. Ng4 Rf5 22. Qe2 Re8 $15) 20... dxe4 21. Qe2 Bb6 22. Ng4 Nxg4 $11) 20. Nxe4 Rxe4 21. g3 Qe6 22. Bg5 $15 Bd8 $15 23. Bxf6+ Bxf6 24. Ng4 Bg5 25. h4 $15) (19. Rac1 Rae8 (19... Bb6 20. Nd4 (20. Bd4 $5) 20... Rae8 21. a3 Rh5 22. Ng4 $11) 20. Nd4 (20. c4 Rh5 21. Ng4 Rf5 22. Nxf6 $15) 20... Rh5 21. Ng4 Nxg4 22. Qxg4 $15) (19. Ng4 {führt zu ähnlichen Stellungen wie in den Analysen zuvor.}) 19... Rae8 20. Ng4 {Dieser Zug hat noch einmal 6 Tage an Bedenkzeit gekostet.} Nxg4 (20... Rh5 21. Nxf6 (21. Bf4 Bxf4 22. Qxf4 $11) 21... Nxf6 $11) 21. Qxg4 f5 (21... Qxg4 $14 {würde allein Weiß begünstigen, denn nach dem Verschwinden der Damen bliebe von den schwarzen Angriffschancen nur noch ein Rest übrig.}) 22. Qf3 {An dieser Stelle musste ich mich zwischen dem Partiezug und einer von den Engines als stark angesehenen Alternative entscheiden.} ({Der "Liebling der Engines" ist hier} 22. Qh4 {Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil nach} Kg8 (22... Bd8 23. Qh6+ Kg8 24. Bf4 R5e7 25. Rac1 $11) 23. Bf4 Bd8 24. Qh6 R5e7 25. Rf1 $11 {Schwarz viel Potenzial auf der e-Linie entwickelt und seine Figuren harmonischer als die weißen Kontrahenten stehen. Ich sehe zudem keine (nahe) Angriffsverstärkung auf dem Königsflügel für Weiß, weshalb ich denke, dass der Angriff optisch besser aussieht als er tatsächlich an Möglichkeiten bietet.}) ({Nicht ernsthaft in Erwägung gezogen habe ich} 22. Qf4 {denn nach} g5 (22... Kg8 23. Qf3 g5 24. Qh5 f4 25. Bd2 $15) 23. Qf3 Kh8 24. Qh5 f4 25. Bd2 {sehe ich Schwarz mit seinem Plus an Raum, seiner starken Zentralstellung und den zentralisierten Türmen lang und auch schon recht deutlich im Vorteil.}) 22... g5 (22... R5e7 23. Bf4 Bb6 24. Be3 Qa4 25. a3 $11) (22... a6 23. Bf4 R5e7 24. Bxc7 Qxc7 25. Re1 $11) 23. Nb3 {Der Zug ist recht universell, was ihm ein Extraplus meiner Sympathie eingebracht hat. Ihm soll ggf. Sc5 folgen, der auf d1 postierte Turm bekommt Ausblick auf den Bd5 unter dessen Fesselung. Zudem entsteht die Minidrohung Le3-d4, sodass Schwarz zunächst einmal reagieren muss.} ({Auf} 23. Nc2 { sähe auch} g4 {gut aus, nicht nur die Auflösung der Stellung des Königs und des Turmes auf der Diagonale a1/h8, um 24.Ld4 die Drohwirkung zu nehmen.}) (23. a4 a6 (23... f4 24. Bd2 Bb6 25. b3 Qf7 26. a5 $11) 24. Nb3 Kg6 25. a5 h5 26. h4 $15) ({Ein Enginevorschlag ist auch} 23. Bc1 {der aber in der Folge nicht viel mehr als Planlosigkeit demonstriert. Auf der Diagonale g1/a7 ist der Läufer gut aufgehoben, aktuell insbesondere auch nach 23.Sb3. Deshalb habe ich 23.Lc1 auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Die weiter von der Engine angebotene Variante:} Qf7 (23... f4 24. Bd2 Bb6 25. Be1 Qf7 26. Qd3 $15) 24. a4 h5 25. Be3 f4 26. Bc1 $15) 23... Kg6 (23... g4 $6 {wäre gut für Weiß:} 24. Qf4 g3 25. fxg3 (25. Nc5 Qe7 26. Nxe4 $11) 25... Nxc3 26. Qg5+ $11) (23... Kg8 $6 {Der Zug ist vor dem Hintergrund der Drohung 24.Ld4 zu sehen. Der Zug ist die (zu) passive Variante, um dieser zu begegnen.} 24. Qh5 ({Es geht auch} 24. Nc5 Nxc5 25. Bxc5 Qe6 26. Qd3 $11) 24... R5e6 25. Nc5 Nxc5 26. Bxc5 $11) 24. c4 (24. h4 h6 (24... f4 25. Bd4 g4 26. Qxf4 Rh5 27. Nc5 $17) 25. h5+ Kh7 26. Bd4 $11 g4 (26... R5e7 27. Nc5 (27. Qd3 Qd6 28. g3 b6) 27... Nxc5 28. Bxc5 Re4 29. Qd3 Qf7 $15) (26... Bb6 27. Bxb6 $11) 27. Qd3 (27. Qf4 Qf7 28. Nc5 R5e7 29. Nxe4 Rxe4 $19) 27... R5e7 28. Nc5 Qd6 29. g3 f4 $17) (24. Rac1 a5 (24... Qa4 25. Ra1 h6 26. g3 b6 27. Nd4 $11) 25. Rd3 h5 26. Rf1 a4 27. Nd4 $15) 24... h5 (24... a5 25. cxd5 ( 25. Bd4 g4 26. Qe3 f4 27. Qd3 dxc4 $17) 25... Rxd5 26. Nc5 Rxd1+ (26... Qd6 27. Rxd5 Qxd5 $11) 27. Rxd1 $11 Qc6 $11) (24... Qe6 25. c5 (25. cxd5 Rxd5 26. Rxd5 Qxd5 27. Rd1 Qe6 $11) 25... h5 26. Rac1 Qd7 27. h4 g4 $11) 25. cxd5 {7 Tage Bedenkzeit habe ich auch in diesen Zug investiert, wenngleich mir eigentlich von Anfang an klar war, dass ich ihn ausführen würde, denn er war beinahe zwingender Bestandteil des mit beginnend 23.Sb3 umgesetzten Plans.} (25. Nd2 Nxd2 26. Bxd2 Re4 27. cxd5 Qd6 $17) (25. Rd3 g4 26. Qd1 f4 27. Bxa7 gxh3 $19) ( 25. Rac1 g4 (25... Bb8 26. c5 (26. cxd5 $5) 26... R5e6 27. g4 hxg4 $17) 26. Qf4 (26. Qe2 Nxf2 27. Qxf2 Rxe3 28. Rxd5 $17) 26... Qh7 27. cxd5 Rxd5 28. Rxc7 $15) 25... Rxd5 (25... R5e7 26. d6 (26. g3 f4 (26... g4 27. Qg2 Nxg3 28. Nc5 Ne2+ $11) 27. gxf4 gxf4 28. Bc5 Ng5 $17) 26... Bxd6 (26... Nxd6 27. Rac1 h4 28. Bxa7 b6 $14) 27. Bxa7 g4 28. Qe3 Qb5 $11) (25... Qd6 26. g3 (26. Rac1 h4 (26... Bb8 27. g3 Rxd5) 27. Rd3 Bb8 28. Rcd1 R5e7 $15) 26... Bb6 (26... Rxd5 27. Rxd5 Qxd5 28. Rd1 Qe5 $11) 27. Nd4 Qxd5 28. h4 Nf6 $11) 26. Nc5 {Nun ist der Springer auf c5 angekommen, so wie schon zu 23.Sb3 erwogen. Auf der Hand lag der Zug aber nicht, sodass noch einmal 6 Tage für Analysen ins Land gingen.} (26. Rxd5 Qxd5 27. g3 Rd8 28. g4 fxg4 $17) (26. g3 g4 (26... Rd8 27. Rxd5 Qxd5 28. Re1 Be5 29. g4 $15) 27. hxg4 fxg4 28. Rxd5 Qxd5 29. Qg2 $17) 26... Qd6 (26... Qc6 27. Nxe4 (27. Rxd5 Qxd5 28. g3 Nf6 29. Qxd5 $15) 27... g4 28. hxg4 hxg4 29. Qe2 $15 Rxe4 (29... Rxd1+ 30. Rxd1 (30. Qxd1 Qxe4 (30... Rxe4 31. Bxa7 Qe6 32. g3 b6 $11) 31. Rc1 Be5 32. Qb3 g3 $11) 30... Qxe4 (30... Rxe4 31. Qd3 Re8 32. Qd7 Re6 $11) 31. Qf1 Rh8 32. Qd3 Qxd3 $11) 30. Qf1 (30. Rxd5 Qxd5 31. Qc2 Qe5 32. Re1 g3 $17) 30... Re7 (30... a6 31. a3 Qe6 32. Rxd5 Qxd5 $11) 31. Rxd5 Qxd5 32. Rc1 Qxa2 $15) 27. Rxd5 Qxd5 28. Nxe4 {Der Abtausch war eine Absicht, die hinter 26.Sc5 stand. Er dient dem Ziel, das Remis zu sichern, direkter als die Alternativen.} (28. Rc1 g4 (28... Qe5 29. Nxe4 {Auch hier geht es am besten in den Abtausch} Qh2+ 30. Kf1 g4 31. hxg4 $11) 29. hxg4 hxg4 30. Qd1 Qxd1+ 31. Rxd1 Nxc5 $15) (28. g3 Nf6 (28... Nc3 29. Kg2 Qxf3+ 30. Kxf3 Nd5 31. Bd2 $15) 29. Qg2 b6 30. Nb3 Qd3 31. Bd4 $15) 28... Rxe4 (28... Qxe4 29. Rd1 a6 30. Qxe4 Rxe4 31. Rd7 $11) 29. Rc1 (29. Bxa7 Qe5 (29... Qxa2 $5 {Die Dame ist für den Läufer wegen des drohenden Grundreihenmatts mit dem Turm tabu.}) 30. g3 Qxb2 31. Qd1 h4 $15) 29... Bb8 {Diesen Zug hat Schachfreund Lange mit 0 Tagen Bedenkzeit gespielt. Vermutlich hat er früh erkannt, dass die Hauptalternative 29...Dd6 auch nur zum Remis führen wird. Nach 29...Dd6 hätte ich das Feld f5 ins Visier nehmen können, eher aber die unscheinbare, dabei jedoch konstruktive Alternative 30.Kf1 gewählt. Aus dem ermittelten Variantengeflecht sind die folgenden Pfade eine genauere Betrachtung wert:} (29... Qd6 30. Kf1 $5 {Mein Favorit!} (30. Rc5 Qh2+ (30... Qd7 31. Rc1 h4 $11) (30... Qxc5 {Wieder das Motiv mit dem Grundreihenmatt! Der Läufer kann die Dame nicht nehmen!} 31. Qxe4 fxe4 (31... Bh2+ $11) 32. Bxc5 b6 $11) 31. Kf1 Be5 $11) 30... g4 31. hxg4 hxg4 32. Qd1 Qh2 {An dieser Stelle gibt es gleich mindestens vier Kandidatenzüge, die einer genauen Untersuchung unterzogen werden müssen. Gewählt hätte ich 33.Db3.} 33. Qb3 $1 {Den Damezug halte ich für die beste Fortsetzung. Nun muss sich Schwarz auch damit auseinandersetzen, dass die Dame in den Rücken des Königs zu gelangen droht. Das sich ergebende Variantengeflecht ist interessant und beinhaltet mehr Feinheiten, als man angesichts des nur noch reduzierten Materials vermuten möchte.} (33. Qc2 $6 Bf4 (33... Bb6 34. Qc8 Qh1+ 35. Ke2 Rxe3+ 36. fxe3 $17) 34. Qc8 Qh1+ 35. Ke2 Rxe3+ 36. fxe3 $17) (33. Ke2 $6 Qxg2 (33... Rxe3+ 34. fxe3 (34. Kxe3 Bf4+ 35. Ke2 Bxc1) 34... Qxg2+ 35. Kd3 Qe4+ 36. Ke2 Bf4 $17) 34. Qb3 (34. Rxc7 Rxe3+ 35. Kxe3 Qe4+ 36. Kd2 Qf4+ $17) 34... Qf3+ 35. Kd2 Ba5+ 36. Kc2 $17) (33. Rc3 Ba5 ( 33... Qh1+ 34. Ke2 Qxd1+ 35. Kxd1 Be5 $11) 34. Ra3 Bb4 35. Rd3 b6 $11) 33... Qh1+ {Die an "Raffinessen" reichhaltigste Alternative.} (33... Kf6 34. Rc4 (34. Qc3+ Be5 35. Qc8 Qh7 36. g3 $11) 34... Qh1+ 35. Ke2 Ba5 36. Rxe4 $11) (33... Re8 $11) 34. Ke2 Qxc1 35. Qg8+ {Das ist die Lebensversicherung für Weiß, der Einfall in den Rücken des schwarzen Monarchen.} Kf6 36. Qg5+ Ke6 (36... Ke5 37. Qe7+ (37. Qg7+ Kd6 (37... Ke6 38. Qg6+ Ke7 39. Qg7+ Kd6 $11) 38. Qf6+ Re6 39. Qxe6+ Kxe6 40. Bxc1 $11) 37... Kd5 38. Qd7+ Ke5 39. Qe7+ Kd5 40. Qd7+ $11) ( 36... Kf7 $4 37. Qxf5+ $16) 37. Qg8+ (37. Qg6+ Ke5 (37... Ke7 38. Qg7+ Kd6 39. Qf6+ Re6 $11) 38. Qg7+ {und wir befinden uns in der Variante nach 36...Ke5.}) 37... Kd6 (37... Kd7 38. Qd5+ Ke7 39. Qxe4+ fxe4 $11) 38. Qg6+ Re6 39. Qxe6+ Kxe6 40. Bxc1 $11) ({Auch} 29... Qe5 {(statt 29...Dd6) führt zu nichts.} 30. Kf1 (30. Rc5 Qh2+ 31. Kf1 Be5 32. g4 hxg4 $15) 30... Bd8 (30... g4 31. Qd1 Qh2 $11) 31. b3 Be7 $11 (31... Bf6 32. Kg1 g4 $11 (32... b6 $11))) ({Das Gleiche gilt für} 29... Be5 {woraufhin} 30. b3 {und dann vielleicht} b6 31. Rd1 Qc6 $11 {gefolgt wäre.}) 30. a3 ({Eine der beiden Hauptalternativen ist} 30. b3 g4 ( 30... Qd3 31. Qd1 Qxd1+ 32. Rxd1 f4 33. Bd4 $15) 31. Qd1 $15 Qxd1+ 32. Rxd1 f4 $11 33. Bc5 (33. Bd4 Re2 34. hxg4 hxg4 35. a4 Rc2 36. a5 $11) (33. Bd2 $15 gxh3 (33... Re6 34. Kf1 (34. hxg4 hxg4 35. f3 g3 36. Kf1 Ra6 $15) 34... Be5 35. Bb4 Kf5 36. f3 gxf3 $15) (33... Re7 34. Kf1 (34. hxg4 hxg4 35. f3 g3 36. Kf1 Bc7 $15) 34... gxh3 35. gxh3 Rd7 36. Ke2 Kf5 $15) 34. gxh3 Be5 35. Kg2 Rd4 36. Kf3 Kf5 $15) 33... Re2 34. a4 Kf5 35. hxg4+ hxg4 36. a5 $11) ({Auch} 30. Qe2 { müsste das Remis sichern:} f4 (30... Be5 31. Rd1 Qxa2 32. Qb5 Bxb2 33. Qxb7 $15 ) 31. Qd2 Qxd2 32. Bxd2 Ra4 33. a3 $15) 30... Be5 (30... a5 31. Rd1 (31. Qd1 Qxd1+ 32. Rxd1 Be5 33. b3 a4 $15) (31. g3 Be5 32. Rd1 Qe6 33. Rd3 a4 $15) 31... Qc4 32. Bd2 g4 33. Qc3 Be5 $11) (30... Qb3 31. Qd1 (31. Bxg5 {Mit Angriff auf die Dame, sodass der Läufer nicht geschlagen werden kann.} Qxb2 32. Qd1 Qe2 33. Be3 Qxd1+ $11) 31... Qxd1+ (31... Qxb2 32. Rb1 Qe5 33. Qb3 $11 {Mit Angriff auf den b-Bauern und der Drohung, dem feindlichen König in den Rücken zu ziehen.}) 32. Rxd1 f4 (32... b6 33. Bd4 h4 $11) 33. Bd4 b6 $11) 31. Bxa7 { Die sich nun anschließende Zugfolge war recht sicher vorhersehbar, das angestrebte Remis kam erkennbar näher. Deshalb war der Textzug auf dem Weg zum Remis am klarsten. Als Alternativen, die aber Schwarz etwas mehr Aktivität einräumten, kamen in Betracht:} (31. b4 a6 32. Qd1 Qxd1+ 33. Rxd1 g4 $15) (31. Rd1 Qb5 32. Rb1 Qd3 33. Qd1 Qxd1+ 34. Rxd1 $15) 31... Bxb2 32. Rd1 (32. Rb1 $6 g4 (32... Bf6 33. Qd1 Qxd1+ 34. Rxd1 f4 35. Bc5 $11) 33. hxg4 hxg4 34. Qd1 Qxd1+ 35. Rxd1 $17) 32... Qe6 (32... Be5 {führt zu nichts. Die Dame ist wegen des Motivs des Grundreihenmatts natürlich unantastbar.} 33. Kf1 ({Es geht auch } 33. Be3 {was die Gefahr des Grundreihenmatts beseitigt und so den Turmangriff auf die Dame wieder akut werden lässt.} Qa2 34. Rd3 Qa1+ 35. Qd1 Qxd1+ $15) 33... Qe6 34. Qd3 Ra4 (34... Bf6 35. Bc5 Qc6 $11) 35. Bc5 $11) ({ Das Gleiche gilt für} 32... Qe5 33. Qb3 (33. g3 Re1+ 34. Rxe1 Qxe1+ 35. Kg2 Qe4 $11) 33... Re1+ 34. Rxe1 Qxe1+ 35. Kh2 Be5+ $11) 33. Qd3 {Hier willigte Schachfreund Lange auf meinen Vorschlag in das Remis ein. Wie die weiteren Analysen belegen, kommt Schwarz über einen leichten Vorteil nicht hinaus.} (33. Qd3 b6 34. Qd5 Re1+ (34... Bxa3 35. Bxb6 Re1+ 36. Kh2 Qxd5 37. Rxd5 $11) 35. Kh2 h4 36. Qxe6+ Rxe6 37. a4 Be5+ (37... Rc6 38. Rb1 (38. Kg1 Be5 39. Kf1 Bc7 40. Rd5 g4 $15) 38... Be5+ 39. Kg1 Rc4 40. Rxb6+ Kh5 $11) (37... Re4 38. Bxb6 ( 38. Kg1 Rxa4 39. Bxb6 Rb4 40. Ba5 Rc4 $11) 38... Rxa4 39. Kg1 Bf6 40. Kf1 Ra6 $11) 38. Kh1 (38. Kg1 Rc6 39. Kf1 g4 40. Rb1 Bc7 $15) 38... Rc6 39. Rb1 Rc4 40. Bxb6 Rxa4 $11) 1/2-1/2 [Event "BdF, HS-082"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2010.??.??"] [Round "?"] [White "Gronemann, Jörn"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "0-1"] [ECO "B33"] [WhiteElo "1934"] [BlackElo "1968"] [Annotator "Bekemann,Uwe"] [PlyCount "74"] [EventDate "2010.07.21"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 {Die Lasker-/Pelikan-/ Sweschnikov-Variante im Sizilianer.} 6. Ndb5 d6 7. Bg5 a6 8. Na3 b5 9. Bxf6 gxf6 10. Nd5 f5 11. Bd3 Be6 12. O-O {Diese Alternative wird am häufigsten gewählt, auch von den weltbesten Spielern, und weist für Weiß die größten Erfolgsaussichten aus. 12.Dh5 ist die Nummer 2 in der Rangfolge, während 12.c3 "schwer im Kommen" ist.} Bxd5 13. exd5 Ne7 14. Nxb5 Bg7 15. Nc3 e4 16. Bc4 Ng6 17. Qh5 Bxc3 18. bxc3 Qf6 19. f4 O-O 20. Bb3 {Die älteste mir bekannte Partie mit dieser Fortsetzung wurde zwischen Nunn und Zsuzsa Polgar gespielt (München 1991).} a5 {Es gibt fast kein Material für die inzwischen erreichte Stellung. Nach 20...a5 ist die Partie in einer "Fernschachvariante" angekommen, zumindest liegen mir keine anderen Beispiele aus der Praxis vor.} (20... Rac8 { ist auch hier schon zu erwägen. Ich wollte aber meinen Gegner zunächst den a-Bauern vorstoßen lassen, damit das Feld a4 für seinen Läufer gesperrt ist, den ich nicht gerne auf c6 sehen würde. Tac8 eilt nicht, der Zug kann auch nach dem Zug mit dem a-Bauern folgen, so wie dann auch tatsächlich in der Partie praktiziert. Nach 20...Tac8 kann folgen:} 21. Qe2 (21. Qg5 Qxg5 (21... Kg7 22. c4 Qxg5 23. fxg5 f4 $11) 22. fxg5 f4 23. Rae1 Rfe8 $11) 21... Rxc3 ( 21... Nh4 22. c4 Kh8 23. Rad1 Rg8 $15) 22. g3 a5 23. a4 Kg7 $15) ({Polgar spielte in der genannten Partie an dieser Stelle statt 20...Tac8 den f-Turm auf den Damenflügel. Also} 20... Rfc8 {Der Liebling der Engines ist hier nun} 21. Kh1 ({Nunn setzte hier kräftig mit} 21. g4 $5 {fort. Es folgte} fxg4 22. Qxg4 Kh8 23. Kh1 a5 24. Rae1 Rg8 25. Rxe4 Nh4 26. Qh3 Nf5 27. Bc4 Rg6 28. Rg1 Rag8 29. Ree1 Rh6 30. Rxg8+ Kxg8 31. Qg4+ Rg6 32. Qf3 Nh4 33. Qf2 Kf8 $16 { stand Weiß deutlich besser und gewann die Partie schließlich auch, was dann allerdings noch bis zum 60. Zug dauerte.}) 21... Rxc3 (21... a5 22. a4 Rxc3 23. Rad1 Kg7 $15 {kommt auf das Gleiche raus.}) 22. Rae1 a5 23. a4 Kg7 $15) 21. a4 ({Weiß muss mir natürlich nicht den Gefalllen tun und mit dem a-Bauern vorrücken.} 21. Ba4 {würde dabei genau dazu führen, was ich über 20...a5 vermeiden wollte. Allerdings sind die Folgen eher für Schwarz vorteilhaft.} Rfc8 (21... Rac8 {ist etwas schwächer, z.B.} 22. Bc6 Qxc3 23. a4 Rc7 $15) 22. Qg5 Kg7 23. Bc6 Rab8 $15 {und die beiden Türme stehen hier auf dem Damenflügel gut.}) (21. Qg5 $6 {wäre keine empfehlenswerte Wahl.} Qxg5 (21... Kg7 $143 22. a4 Qxg5 23. fxg5 f4 $15) 22. fxg5 a4 23. Bc4 Rfc8 $17) 21... Rac8 (21... Nh4 22. Rab1 (22. Rae1 Kh8 (22... Ng6 23. Re3 Rfe8 24. c4 Rac8 $14) 23. Re3 Rg8 24. Rg3 Rxg3 $11) 22... Kh8 (22... Rac8 23. Rbe1 Kh8 24. Re3 Rg8 $15) 23. Rbe1 Rg8 24. g3 Rg4 $19) (21... Kh8 22. Qg5 (22. g3 Rg8 (22... Rac8 23. c4 Rg8 24. Qg5 Qxg5 $11) 23. Kh1 Nf8 24. Rab1 Rg6 $11) 22... Qxc3 (22... Kg7 23. Rae1 h6 24. Qg3 Rg8 $11) 23. g3 Rg8 24. Kh1 Rae8 $11) 22. Qg5 (22. Rae1 Rxc3 (22... Kh8 23. Qg5 Kg7 24. c4 Rg8 $14) 23. Qh6 Re8 24. g3 Rb8 $15) 22... Kg7 ({In Versili - Latronico, Italien 2009, spielte Schwarz hier} 22... Qxg5 {Es folgte} 23. fxg5 f4 24. Rae1 (24. c4 Kg7 $15) 24... Rfe8 25. c4 h6 26. gxh6 Kh7 27. g3 f5 28. gxf4 Rg8 29. Kh1 Nh4 30. c3 Nf3 31. Re2 Rg6 32. Ref2 Rcg8 33. Rxf3 exf3 34. Bc2 Rg2 35. Bxf5+ Kxh6 {und Schwarz hatte zu wenig, um auf einen Sieg hoffen zu dürfen. Der starke weiße Läufer und derr Bauernvorteil sind eine gute Versicherung für Weiß. So endete die Partie dann auch mit einem Remis, allerdings erst im 97. Zug.}) 23. Qxf6+ (23. c4 Qxg5 (23... h5 24. Rae1 Qxg5 25. fxg5 Ne7 $11) 24. fxg5 f4 25. Rae1 Rfe8 $15) 23... Kxf6 24. c4 Nh4 $146 { Es war Zeit für ein Abweichen von den letzten beiden verbliebenen Referenzpartien.} ({In Schuster-Martello, corr. 2006/2007, und Bruening-Fritsche, corr. 2001/2003, wurde hier} 24... Rg8 {gespielt.} 25. Rab1 (25. g3 Nh4 (25... Nf8 26. Rab1 Nd7 27. Ba2 h5 $11) 26. Kf2 Nf3 27. Rad1 Nxh2 $15) (25. Rf2 Nf8 (25... h5 26. Rb1 Rce8 27. c5 dxc5 $11) 26. Rb1 Nd7 27. Ba2 Nc5 $11) 25... Nh4 (25... Rb8 {mit Remis in Schuster Martello.} 26. Kh1 (26. g3 Nh4 27. Kf2 Nf3 $11) 26... Rb4 27. c3 Rb6 28. g3 Rgb8 29. Ba2 Rb2 30. Rg1 Nf8 31. Rxb2 Rxb2 32. Rg2 Rb6 33. c5 dxc5 34. Bc4 h5 35. Bb5 {mit Remis in Bruening-Fritsche.}) 26. Rf2 e3 27. Re2 Nf3+ $14) 25. Rf2 (25. Kh1 Rg8 (25... h5 26. c3 Rc7 27. g3) 26. Rf2 h5 27. Raf1 Rb8 $15) (25. g3 Rg8 {ist vorteilhaft für Schwarz und nur eine Zugumstellung, siehe oben.}) 25... h5 { h5 soll für den Bauern nur eine Durchgangsstation sein.} (25... Rg8 {mit der Absicht, h7-h5 nachzuziehen, macht keinen großen Unterschied.} 26. Kh1 (26. Kf1 h5 {mit Übergang zurück zur Partie.} ({Nicht schlecht wäre sicher auch} 26... Rb8 27. Re1 Rg6 28. Rd1 Rbg8 $15)) 26... Rb8 27. Re1 h5 28. Re3 Rg4 $15) 26. Kf1 (26. Rb1 Rg8 (26... Rb8 27. Kf1 Rg8 28. Re1 Rg6 $15) 27. Ba2 Rg4 28. g3 Nf3+ $17) 26... Rg8 ({Eine von Engines geprüfte Alternative ist auch} 26... Rc7 {Es wird dann} 27. Re1 Ng6 28. Re3 Rh8 $11 {als Variante angeboten. Ich habe diese Möglichkeit frühzeitig verworfen, nicht allein wegen der Stellungsbewertung "=", die eben auch das Resultat der Engine-Berechnung ist. Aus meiner Sicht liegt die optimale Aufstellung für Schwarz in der Postierung des Turms auf der g-Linie und der Option des Vorstoßes mit dem h-Bauern. Der Springer gehört nach h5, von wo aus er das Feld f3 im Visier hält, eine Achillesverse in der weißen Stellung. Aus dieser fast schon als Umklammerung zu bezeichnenden Situation kann sich Weiß nicht so ohne weiteres befreien.}) 27. Ba2 (27. c3 Rb8 $1) 27... Rb8 $1 {Dieser Zug war nicht der Liebling der Engines. Höher im Kurs standen vor allem 27...Tce8 und 27...e3, vereinzelt auch 27...Tg4. Ich denke aber, dass dies daran liegt, dass die weiße Entgegnung 28.Tb1 falsch eingeschätzt wird. Und genau diese Fortsetzung, die von den Engines als Antwort auf 27...Tb8 empfohlen wird, wird somit durch den Textzug proviziert! Wenn ein Spieler vielleicht doch etwas unkritisch der einen oder anderen Engineempfehlung folgt, wird er zugleich auch für den Gegner berechenbar. So war ich mir innerlich recht sicher, dass Weiß 28.Tb1 folgen lassen würde.} (27... Rce8 28. Re2 (28. g3 Nf3 (28... e3 29. Re2 Nf3 30. c3 Nd2+ $17) 29. Rd1 h4 30. Rg2 Rb8 $17 {(Enginevariante)}) 28... Rb8 (28... e3 29. c5 Re4 30. g3 Nf3 $17) 29. Rf2 Rg4 30. Re1 Rbg8 $17 {(Enginevariante)}) ( 27... e3 28. Re2 Rce8 29. c5 Re4 30. g3 Nf3 $15 {(Enginevariante)}) 28. Rb1 $2 {Diesen Zug halte ich für einen Fehler. Daran ändert nichts, dass er von Engines vorgeschlagen wird, woraufhin sie die Stellung für ausgeglichen halten. Schwarz kann nun kombinatorisch in eine klare Gewinnstellung überleiten. Aus der sich anschließenden Folge kann Weiß nur mit anderweitigem schweren Nachteil abweichen. Gerechnet hatte ich mit Te1, Td1 oder mit c5 und mich auch dann jeweils im Vorteil gesehen. Engines erkennen hier zwar einen Vorteil für Schwarz, der klare Gewinn aber ist ihnen hier noch verborgen.} Rxb1+ 29. Bxb1 Rg4 30. g3 Nf3 31. Kg2 h4 32. Rxf3 exf3+ 33. Kxf3 hxg3 34. hxg3 Rg8 {Der Gewinnweg ist klar: Der schwarze König wandert über den Damenflügel bis d4, während der weiße Gegenspieler zur Verteidigung des Bg3 gezwungen ist, denn nach dessen Verlust wäre die Partie gleichsam nicht zu halten. Sobald der Monarch auf d4 angelangt ist, kommt auch der Turm auf den Damenflügel. Entweder fällt dann der Bc4 mit Gewinn oder der Turm wird im Tausch gegen den Läufer gegeben, um im Bauernendspiel den Gewinn zu sichern.} 35. Ba2 Ke7 36. Kg2 Kd7 {Interessant ist, das Stockfish hier verschiedene Turmzüge auf der Grundreihe vorschlägt, den Gewinnweg somit nicht ohne Weiteres findet.} 37. Kf3 Kc7 0-1 [Event "CADAP-GER"] [Site "ICCF"] [Date "2012.??.??"] [Round "?"] [White "Bekemann, Uwe"] [Black "Flor Trejo, Dr. Remigio"] [Result "1-0"] [ECO "D52"] [WhiteElo "2287"] [BlackElo "2287"] [Annotator "Bekemann,Uwe"] [PlyCount "39"] [EventDate "2012.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. d4 d5 2. c4 c6 3. Nc3 Nf6 4. Nf3 e6 5. Bg5 Nbd7 6. e3 {Damit ist die Cambridge-Springs-Variante in der semi-slawischen Verteidigung entstanden.} Qa5 {Die Idee des Nachziehenden besteht darin, die Fesselung des Springers c3 auszunutzen und am Damenflügel aktiv zu werden.} 7. cxd5 Nxd5 8. Qd2 N7b6 ({ In "Playing 1.d4 - The Queen's Gambit" bevorzugt Lars Schandorff} 8... Bb4 { und dann weiter} 9. Rc1 h6 10. Bh4 c5 11. a3 Bxc3 12. bxc3 b6 13. c4 Qxd2+ 14. Nxd2) 9. Bd3 Bb4 (9... Nxc3 10. bxc3 Nd5 ({oder} 10... Na4) 11. O-O Qxc3 12. Qe2 {Hierzu meint Schandorff: "Ein typisches Szenario in der Cambridge-Springs-Variante: Schwarz hat über das konsequente Ausnutzen der Fesselung des c3-Springers einen Bauern gewonnen, aber er ist dafür in seiner Entwicklung weit zurückgeblieben."}) 10. Rc1 f6 $6 {Bis hierher verfügte ich noch über einige Referenzpartien in meiner Datenbank, nun aber ist sie fast "blank". Und nur eine im Spitzenschach gespielte Partie ist darunter. Diesen Sprung stellte ich mit einem "Hoppla!" fest. Auch wenn in der einzigen Partie aus dem Spitzenschach nun gerade Ex-Weltmeister Smyslov am Brett gesessen hat (siehe weiter unten), ist für mich 10...f6 eine eher zweifelhafte Wahl. Vermutlich muss man schon Smyslov sein, um die Konsequenzen souverän meistern zu können. Immerhin schwächt Schwarz seine weißen Felder vor der Haustür seines noch unrochierten Königs bemerkenswert.} 11. Bh4 Nxc3 12. bxc3 Ba3 13. Rb1 c5 14. Bb5+ ({Die von Engines auch für gut befundene} 14. O-O {sagte mir an dieser Stelle nicht so zu, weil nach} c4 (14... Bd7 15. Be4 cxd4 16. Nxd4 O-O-O 17. Qe2 $14) 15. Be2 {der Läufer Aktivität verloren hat und der gegnerische Bauer auf c4 doch irgendwie stört. Ich denke, dass Schwarz hier zufrieden sein könnte, nach} Bd7 16. e4 O-O 17. Qe3 $11 {wären die Chancen völlig ausgeglichen.}) ({In Waganian-Smyslov, Montpellier 1985, geschah hier} 14. Qc2 {mit der Folge} Bd7 15. O-O Ba4 16. Qe2 O-O 17. c4 Rf7 18. Nd2 Rd8 19. Nb3 Bxb3 20. Rxb3 cxd4 21. Rd1 g6 22. Bc2 d3 23. Bxd3 Bf8 {mit einem weitgehend ausgeglichenen Spiel. Die Partie endete dann letztlich auch mit einem Remis, vereinbart nach dem 72. Zug von Schwarz.}) 14... Kf7 (14... Bd7 15. Bxd7+ Nxd7 16. Rxb7 Qa6 17. Rb3 $14) 15. O-O cxd4 (15... a6 16. Be2 Nd5 17. Rb3 cxd4 18. Nxd4 $14) 16. Qe2 {Als ich diesen Zug spielte, hatte ich das Gefühl, mein Gegner würde die Partie zu sorglos fortsetzen und das drohende Unheil übersehen. Und so kam es dann auch! Die weißen Felder am Königsflügel des Nachziehenden sind eben nun mal geschwächt.} ({Einen leichten Vorteil gesichert hätte auch} 16. exd4 Nd5 17. Rb3 a6 18. Bd3 $14 {Hier aber hätte die Spekulation auf des Gegners Unachtsamkeit keine ähnliche Nahrung gefunden wie beim Partiezug.}) 16... a6 $2 (16... Rf8 17. cxd4 $14 Kg8 $14 {und der weiße Vorteil hält sich noch in Grenzen.} ({oder auch} 17... Nd5 $14)) (16... Nd5 { und das von Weiß in der Partie ausgeführte Manöver geht nicht, weil der Springer das Feld f6 im Auge behält.} 17. c4 (17. Ne5+ $2 {Dies würde das besagte Manöver einleiten} fxe5 18. Qh5+ g6 19. Qf3+ Kg7 $19) 17... Nc3 18. Ne5+ fxe5 19. Qh5+ Kg8 (19... g6 {geht auch}) 20. Qe8+ Bf8 21. f4 (21. Bd7 Bxd7 $17) (21. Be7 h6 22. Qxf8+ Kh7 $15) 21... e4 22. Be7 h6 23. Qxf8+ Kh7 24. Qf7 Qc7 25. f5 exf5 26. Rxf5 dxe3 27. Rf6 (27. Rg5 hxg5 28. Qh5+ Kg8 29. Qe8+ { und Weiß hat nur Dauerschach.}) (27. Re1 Nxb5 28. Rg5 {und weiter wie nach 27. Tg5 und Dauerschach.}) (27. Be8 Ne2+ 28. Kh1 Rxe8 29. Rg5 hxg5 30. Qh5+ Kg8 31. Qxe8+ {und wieder bleibt nur ein Dauerschach.}) (27. c5 Rg8 28. Rg5 Nxb1 29. Qg6+ Kh8 30. Bf6 Bf5 31. Rxf5 gxf6 32. Qxh6+ Qh7 33. Qxf6+ Rg7 34. Rd5 $11) 27... Bf5 28. Rxh6+ Kxh6 29. Bg5+ Kxg5 30. Qxc7 Nxb1 31. Qxg7+ Kh5 $11) 17. Ne5+ Ke7 (17... fxe5 18. Qh5+ g6 (18... Kg8 19. Be8 h6 (19... g6 20. Qf3 Kg7) 20. Qf7+ Kh7 {mit Matt.}) 19. Qf3+ Kg8 20. Be8 Kg7 {und das Mattnetz ist fertig.}) 18. Qg4 Rg8 19. Qh5 axb5 20. Qf7+ {An dieser Stelle stellte mein Gegner das Ziehen ein und lief in die ZÜ. Die Partie ist verloren, z.B.} (20. Qf7+ Kd6 21. Nf3 Bd7 22. Bg3+ $18 e5 23. exd4 (23. cxd4 Raf8 24. dxe5+ Kc7 25. e6+ Kd8 $18) 23... Kc7 24. dxe5 Raf8 25. e6+ Kd8 $18) 1-0 [Event "44. DFM/V05 Server"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2012.04.25"] [Round "?"] [White "Oechslein, Rainer"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1-0"] [ECO "B51"] [WhiteElo "2237"] [BlackElo "2067"] [Annotator "Bekemann,Uwe"] [PlyCount "71"] [EventDate "2012.04.30"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] [WhiteTeam "Ajemail"] [BlackTeam "FSG Sparrenburg Bielefeld II"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 d6 4. O-O Bd7 5. Re1 Nf6 {Zu diesem Zug schreibt Tiger Hillarp Persson in "Beating 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 mit 3...d6", einem Thema in "Experts on the Anti-Sicilian", Quality Chess 2011: "Es ist wichtig, mit ...a6 so lange zu warten, bis Weiß seinen c-Bauern gezogen hat. Das sofortige} (5... a6 {gibt Weiß die aussichtsreiche Möglichkeit} 6. Bxc6 Bxc6 7. d4 {."}) 6. c3 ( 6. h3 {Hierzu meint Tiger Hillarp Persson: "...war populär, ist aber meines Erachtens harmlos nach} g6 7. c3 Ne5 $1 {Z.B.:} 8. Bxd7+ Nfxd7 {und die weiße Ausbeute war schwach sowohl nach} 9. d4 ({als auch} 9. Nxe5 dxe5) 9... Nxf3+ 10. Qxf3 Bg7) 6... a6 7. Bf1 ({In "The Rossolimo Sicilian", NIC 2011, bezeichnet Victor Bologan} 7. Ba4 {als den natürlichsten Zug an dieser Stelle. Nach dem Textzug erhält Schwarz seines Erachtens ein gutes Spiel. Tiger Hillarp Persson führt aus: "Weiß plant nun das Zenrum mit d2-d4 zu besetzen, aber wenn er die Chance dazu erhält, wird er zuvor 8.h3 spielen. Danach hätten die schwarzen Leichtfiguren zu wenig Raum. Um diesem Geschehen vorzubeugen, muss Schwarz seinen Läufer nach g4 bekommen, bevor es zu spät dafür ist.}) 7... Bg4 8. h3 Bxf3 {Auch wenn Bologan wohl 8...Lh5 hier vorne sieht, hält er den Textzug ebenfalls für gut.} (8... Bh5 9. d4 cxd4 10. cxd4 d5 11. e5 Ne4 12. Nc3 Nxc3 13. bxc3 e6 {mit einer, nach Bologan, sehr soliden Stellung.}) 9. Qxf3 g6 10. d3 {Diese Alternative hat Bologan nicht "auf dem Schirm".} ({Er gibt nur noch} 10. Qd1 Bh6 {an. In der Praxis ist der Textzug nicht nur selten anzutreffen. So gibt es einige Partien dazu, die in zeitlicher Nähe zu dieser Partie gespielt worden sind.}) 10... Bg7 11. Bg5 {Hier hat sich das praktische Material bereits gelichtet. Häufiger wird} (11. Be3 {und}) (11. Nd2 {gespielt. Aber auch}) (11. g4 {und}) (11. Na3 {wurden schon mehrfach ausprobiert.}) 11... O-O 12. Nd2 b5 13. Qe3 Re8 ({Alternative Enginevorschläge waren} 13... Qb6 14. Nf3 (14. a3 Nd7 15. Rad1 Rfe8 16. h4 a5 $11) 14... Rae8 15. a3 Qa7 16. b4 Rc8 $14) ({und} 13... Nd7 14. a3 (14. Nf3 Re8 15. Red1 Qb8 16. Rac1 e5 $11) 14... Qc7 15. Be2 a5 16. Nf3 Qa7 $11) ({Hier wurde auch schon} 13... e5 $6 {gespielt. Mir sagt der damit eingeleitete schwarze Aufbau aber nicht zu, sodass er für mich nicht in Betracht kam. Die einzige mir vorliegende Referenzpartie dürfte auch recht fehlergeneigt gespielt worden sein, sie nahm folgenden Verlauf:} 14. Be2 Ne7 15. Bh6 $6 Ne8 16. Nf3 f5 17. Bxg7 f4 $6 (17... Nxg7 $5) 18. Qd2 Nxg7 19. d4 Qc7 20. dxe5 dxe5 21. b3 Rfd8 22. Qb2 Nc6 23. a4 Rab8 24. axb5 axb5 25. Red1 Rd6 $2 26. Rxd6 Qxd6 27. Rd1 Qe7 28. Rd5 Nd8 $2 29. Qa3 (29. Nxe5 $142) 29... b4 30. Qa6 {1-0, Hadrys - Prizant, Fernpartie 1995.}) ({In der Partie Fakhiridou - Hegarty, Porto Carras 2011, spielte Schwarz} 13... b4 {und kam mit einer in etwa ausgeglichenen Stellung aus der Eröffnung heraus. Erst nach mehreren Ungenauigkeiten und Fehlern im weiteren Partieverlauf kam er auf die Verliererstraße.} 14. Bh6 (14. d4 $5) 14... Bxh6 15. Qxh6 bxc3 16. bxc3 Qa5 17. Rec1 Rfb8 18. f4 Qd8 19. Re1 Qf8 20. Qh4 Nd7 21. Nf3 Qg7 22. e5 dxe5 23. fxe5 e6 24. d4 cxd4 25. cxd4 Rb4 $6 26. Qe4 Rb6 27. Rec1 Ndb8 28. a4 a5 $2 29. Bb5 Raa6 30. Nd2 Qf8 31. Nc4 Qd8 32. Nxb6 Rxb6 33. Rd1 Nb4 34. Rac1 N8a6 35. Bxa6 Rxa6 36. Qb7 Rb6 37. Rc8 Rxb7 38. Rxd8+ Kg7 39. Ra8 Rd7 40. Rxa5 Nc6 41. Rc5 Nxd4 42. Kf2 {1-0.}) 14. Nf3 (14. a3 Qb8 15. Rac1 Nd7 16. Qg3 Nb6 $11) ({ Etwas draufgängerisch mit} 14. f4 {ging Weiß in der Partie Arribas Maritza - Pina Sulennis, Capablanca Memorial (D), Havanna 1998, vor. Es folgte} Nd7 15. Nf3 b4 $6 (15... Qb6 $5) 16. d4 bxc3 17. bxc3 cxd4 $6 18. cxd4 Qb6 19. Rad1 Nb4 $6 20. Qd2 (20. Rb1 $5) 20... Nc6 {und Weiß verfügte über einen bereits klaren Vorteil, wenn auch unter tatkräftiger Mithilfe seines Gegners errungen. Er gewann die Partie letztlich nach einem spannenden und langen Kampf.}) 14... Nd7 (14... Rc8 15. Qd2 (15. a3 Qb6 16. Qd2 Rf8 17. Rac1 Rfd8 $11) 15... Qb6 16. a3 Qb7 17. a4 e5 $11) (14... Qb6 15. d4 cxd4 16. Nxd4 Nd7 17. Nxc6 Qxc6 18. Bh6 Bh8 19. Be2 Rab8 20. Rac1 a5 $11 {Kühnel - Stal, Fernpartie 2002.}) 15. d4 (15. a3 Nf8 16. Qd2 Ne6 17. Be3 Qb6 18. Be2 a5 19. h4 a4 20. Ng5 Nxg5 21. hxg5 e6 22. Rad1 Be5 23. d4 cxd4 24. cxd4 $11) (15. Rad1 Qa5 16. a3 Qc7 17. Be2 Qb7 $11 ) 15... Qb6 16. Red1 $146 ({Soweit ich dies erkennen kann, ist dieser Zug eine Neuerung. Er ist stärker als} 16. d5 {was Schwarz in Kühnel - Hjort, Fernpartie 1999, spielte. Zwar verließ auch dort der Anziehende als Sieger das Brett, dies aber lag auch daran, dass Schwarz nicht immer ausreichend genau spielte. Der weitere Partieverlauf hatte das folgende Aussehen:} Nd8 17. Qd2 Nb7 18. Rad1 Rab8 19. Be3 a5 20. Qd3 b4 21. Qc2 Ne5 22. Nh2 e6 23. f4 Nd7 24. dxe6 Rxe6 25. Bc4 Re7 26. Bf2 bxc3 27. bxc3 Qc7 28. Bh4 Ree8 29. Ng4 Nb6 30. Bb5 Rec8 31. c4 Bd4+ 32. Kh1 a4 $6 33. e5 Na5 $2 34. exd6 Qxd6 35. Be7 Qc7 36. Rxd4 cxd4 37. Qf2 {1-0.}) 16... cxd4 (16... Qc7 17. Be2 (17. Rac1 Nd8 18. Qd3 Rb8 19. b3 Qa5 $14) 17... Bf6 18. a4 bxa4 19. Rxa4 Rab8 $14) (16... Qb7 17. a4 (17. Rac1 Nd8 18. Bh4 Ne6 19. d5 Nc7 $11) 17... c4 18. Ra2 Nb6 19. Be2 bxa4 $11 ) 17. cxd4 (17. Nxd4 Qb7 18. Qe2 Rab8 19. g3 Nc5 $11) 17... e6 {Der Zug wird von den Engines ignoriert, soweit es um deren Favoriten in dieser Stellung geht. Houdini "and friends" präferieren hier ganz klar ...e5. Damit aber verurteilt Schwarz seinen Läufer bis auf Weiteres zur Existenz als "Großbauer", sofern Weiß seinen d-Bauern vorzieht und die schwarzen Bauern auf d6 und e5 festlegt. Diese Beschränkung wollte ich nicht - zumindest nicht ungezwungen - eingehen. Nach dem Textzug bewahrt sich Schwarz die Aussicht auf mehr Freiheit des Läufers. Interessant ist, dass die Engines die Folgen des Zuges 17...e6 nicht unbedingt als negativ ausgerichtet sehen, wenn er ihnen vorgegeben wird.} ({Im Nachhinein betrachtet hätte ich} 17... e5 {wählen sollen. Insbesondere hätten sich Weiß dann die folgenden Alternativen mit Varianten angeboten:} 18. dxe5 (18. d5 Nd4 (18... Qxe3 19. Bxe3 Nd4 20. Rac1 Nc5 $11) 19. Qd2 (19. Rac1 Nc5 20. b4 Na4 $11) 19... Nc5 20. Bd3 Nxf3+ $11) 18... Ncxe5 (18... Qxe3 19. Bxe3 Ndxe5 20. Rxd6 Rac8 $16) 19. Nxe5 (19. Qxb6 Nxb6 20. Rac1 Nxf3+ 21. gxf3 Bxb2 22. Rc6 Nc8 23. Be3 Kf8 24. h4 Bf6 25. Bh3 Bxh4 26. Rdc1 f5 27. exf5 Ne7 28. Rxd6 Nxf5 29. Bxf5 gxf5 30. Kg2 Be7) 19... Bxe5 $11 20. Qxb6 (20. Rab1 Nc5 $11) 20... Nxb6 $14) ({Auch} 17... Bf6 {war möglich.} 18. Rac1 (18. Bf4 Red8 ( 18... Bg7 19. Qd2 Qb7 20. a4 bxa4 21. Bg5 $11) 19. Rac1 Rac8 20. Kh1 Nxd4 21. Rxc8 $11) (18. a4 bxa4 (18... Bxg5 19. Nxg5 h6 20. Nf3 Kg7 $14) 19. Rxa4 a5 20. Qf4 (20. Ra3 Nb4 $14) 20... Rad8 21. Qd2 $11) 18... Bxg5 (18... Rac8 19. h4 Bxg5 20. hxg5 Na5 (20... e6 $14) 21. Qd2 $14) 19. Nxg5 Rf8 (19... h6 20. Nf3 Kg7 $14) 20. a3 Kg7 21. h4 $11) (17... Rac8 {sieht ebenfalls ansprechend aus, kann aber von Weiß für sich vorteilhaft beantwortet werden:} 18. a4 $5 (18. Be2 Nb4 (18... e5 19. dxe5 Ncxe5 20. Rab1 Qc7 $11) 19. Qd2 Rc2 20. Qxb4 Rxe2 $11) 18... Nb4 (18... bxa4 19. Rxa4 Qxb2 20. Rxa6 Qb4 $14) 19. Rac1 bxa4 20. Rxc8 Rxc8 21. Bxe7 $14) 18. Rac1 {Dieser Zug ist natürlich und kam für mich alles andere als überraschend. Weiß rückt seinen Turm auf die offene c-Linie, wo sich ihm gute Perspektiven eröffnen. Genauso gut konnte mein Gegner aber auch zu Alternativen greifen, z.B.} (18. a4 bxa4 (18... Nb4 19. Qb3 bxa4 20. Qxa4 Nf6 21. Nd2 $14) 19. Rxa4 Qxb2 $11) ({Weniger Aussichten eröffnet} 18. Rd2 { z. B.} Nf6 (18... d5 19. e5 Qa7 20. a4 bxa4 21. Rxa4 $14) 19. Rc1 d5 20. Bxf6 ( 20. Bd3 Nxe4 (20... dxe4 21. Bxe4 Nxe4 22. Qxe4 Nb4 23. a3 $11) 21. Bxe4 dxe4 22. Qxe4 Nb4 23. a3 $11) (20. e5 Ne4 (20... Nd7 $6 21. h4 h5 22. Rdc2 Rec8 23. Qf4 $16) 21. Rdc2 Nxg5 22. Rxc6 Nxf3+ 23. gxf3 $11) 20... Bxf6 21. Qf4 Be7 22. exd5 exd5 $11) 18... Rac8 (18... Rec8 19. Qd2 d5 (19... Qb7 20. a3 Rab8 21. b3 $14) 20. Be3 Rab8 21. exd5 $11) (18... d5 19. e5 (19. exd5 exd5 20. Qb3) 19... Rec8 20. Bf4 Ne7 21. Qb3 Nc6 $11) 19. b3 {Mit dieser Fortsetzung hatte ich nicht unbedingt gerechnet. Allerdings war es in dieser Phase auch alles andere als einfach, die weißen Absichten zu ergründen. Der Textzug führt den Bauern aus der Diagonale a1/h8 und damit auch aus der Fernwirkung des Läufers auf g7. Beschränkt sich der Sinn des Zuges darauf oder führt Weiß mehr im Schilde? Immerhin kann er auch den Vorstoß a2-a4 vorbereiten. Die Enginevorschläge für Weiß nach meinem eigenen 18. Zug waren 19.Dd3, 19.Td2, 19. a3 und 19.g3. Ich hatte deshalb in erster Linie mit einem gegnerischen Zug aus diesem Reigen gerechnet. Die "Analyseketten", mit denen mir die Favorisierung der genannten Züge "begründet" wurde, waren - im Rahmen der Kommentierung teilweise gekürzt, aber ohne weitere "Kosmetik":} (19. Qd3 Nf6 20. Qb1 Qb7 21. e5 $11) (19. Rc2 Qb7 (19... Nb4 20. Rc3 d5 21. e5 Bf8 22. a3 $14 (22. Rdc1 $11)) 20. Qe2 (20. Qd2 Nb6 21. Rc3 f6 22. Bf4 $11) (20. Rdc1 Bf8 21. Rc3 Nb6 22. Bh6 $14) 20... e5 21. dxe5 Ncxe5 22. Rxc8 $11) (19. a3 Na5 (19... Nf6 20. Qf4 (20. Qe1 Qb7 21. Bd2 Red8 22. g3 $11) 20... e5 21. dxe5 dxe5 22. Nxe5 $11) 20. Qd3 (20. Rc3 d5 21. e5 Rxc3 (21... Qb7 22. b3 $14) 22. Qxc3 $11) (20. a4 Nc4 21. Qe2 d5 22. axb5 $11) 20... Nc4 21. Rc2 d5 22. Rdc1 $11) (19. g3 Na5 (19... Qb7 20. h4 h5 ( 20... Rc7 21. h5 Rec8 22. Kg2 $14) 21. Bg2 (21. Qe2 e5 22. dxe5 $11) 21... Nb6 22. b3 $14) 20. Bf4 Nc4 21. Qe2 e5 22. dxe5 $11) 19... d5 (19... Qb7 20. a4 ( 20. Bh4 d5 21. a4 bxa4 22. bxa4 Nb6 $11) 20... bxa4 21. bxa4 Nb4 22. Rb1 d5 $14 ) 20. e5 {Weiß legt das Zentrum fest und manifestiert damit zugleich auch die Schwäche des Nachziehenden auf den schwarzen Feldern. Schwarz steht bedrängt und hat Probleme, seinen Figuren Wirkung zu vermitteln.} (20. a4 {Eine Engineempfehlung, die aber noch Zeit hat und deshalb zurecht von Weiß hinter den Textzug zurückgestellt worden ist. Es hätte sonst wie folgt weitergehen können:} h6 21. axb5 axb5 22. Bxh6 Bxh6 23. Qxh6 dxe4 24. Ng5 (24. Nd2 Nxd4 25. Rxc8 Rxc8 26. Nxe4 e5 $11) 24... Nf6 25. Nxe6 Rxe6 26. d5 Rd6 $11 27. dxc6 Rxd1 (27... Rdxc6 28. Rd6 (28. Rxc6 Rxc6 29. Qf4 Kg7 30. Qd2 Rc5 $11) 28... e3 29. fxe3 Ne4 30. Rdxc6 Rxc6 $14) (27... Rd5 28. Rxd5 (28. Qh4 Rxd1 29. Rxd1 Qxc6 30. Bxb5 Qxb5 $14) 28... Nxd5 29. Qg5 Rxc6 30. Rd1 Nf6 $14) 28. Rxd1 Qxc6 29. Qe3 Kg7 30. b4 Qe6 $11) 20... Rc7 (20... Rb8 21. h4 h5 22. Bd3 $14) ({Zu früh verworfen habe ich} 20... f6 {den radikalen Versuch, die schwarzen Probleme zu meistern. Seine spezifischen Folgen gefielen mir aber nicht, deshalb habe ich Abstand davon genommen, ihn auf das Brett zu bringen. Im Nachhinein betrachtet dürfte er den Vorzug gegenüber dem Textzug verdient haben.} 21. exf6 Nxf6 22. Bxf6 (22. Bf4 Ne4 $11) 22... Bxf6 23. a4 bxa4 24. bxa4 $14 {Der weiße Vorteil hält sich in Grenzen. Es ist nur nicht jedermanns Sache, mit einem zurückhängenden Bauern zu spielen, dessen Auflösung zu einem noch nicht allzu weit vorgerückten Isolani führen würde ...}) 21. a4 ({An dieser Stelle hat mir der Enginevorschlag} 21. Qd2 {einiges Kopfzerbrechen bereitet, zumal sich mir der Hintergrund für diese Damenbewegung nur schwer erschlossen hat. Die Dame nimmt Einfluss auf das Spiel am Königsflügel. Aber was steckt mehr dahinter, was bedeutet dies konkret? Die Stellungen sind unübersichtlich und schwer einzuschätzen. Ein paar Varianten:} Bf8 (21... Rec8 22. a3 Ndb8 23. Qb2 Bf8 24. Bd2 $14) 22. a4 bxa4 23. bxa4 Rec8 24. a5 Qa7 (24... Qb7 25. Rb1 (25. Ra1 Qa7 26. Nh2 Rb8 27. Rdc1 Rbc8 $11) 25... Qa7 26. h4 Rb8 27. Rxb8 Qxb8 $14) (24... Nxa5 $2 25. Rb1 $1 (25. Rxc7 $2 Qxc7 26. Bxa6 Rb8 27. Bd3 Nc4 $11) 25... Nb3 26. Qe3 Rc3 27. Rd3 Rxd3 28. Qxd3 Rb8 $16) 25. h4 (25. Ra1 Rb8 26. Rdb1 Rxb1 27. Rxb1 Rb7 $11) ({während der Partie habe ich mich nicht mit} 25. Rb1 { beschäftigt. In der Nachbetrachtung fiel mir auf, dass Critter diesen Zug mit im Köcher hat. Ich denke aber, dass er nicht die erste Wahl für Weiß sein kann. Er sichert sich zwar eine vorteilhafte Stellung, doch dürfte Schwarz die Probleme unter Kontrolle behalten. Es gibt mehrere intereressante Fortsetzungen und Abzweigungen, die nicht allesamt in ihrer vollen Tiefe unter die Lupe genommen werden können. Weitergehen könnte es u.a. wie folgt:} Rb7 26. Rxb7 Qxb7 27. Qa2 Nb4 28. Qa4 $14) 25... h5 26. Rb1 (26. Ra1 {bringt nicht viel, wenn Schwarz auf der Hut ist.} Rb8 (26... Ne7 27. Rab1 Rb7 28. Rxb7 Qxb7 29. Qd3 $14) 27. Rdc1 Rbc8 28. Rab1 Rb8 29. Rd1 $11) (26. Qa2 {Am vielseitigsten.} Bb4 $5 (26... Ndb8 {Auch ein Engine-Angebot, scheint mir aber nur eine "Verlegenheitslösung" zu sein. Z. B.:} 27. Rb1 Nd7 28. Qa4 Kh7 29. g3 $14) (26... Nb4 27. Qa4 Rxc1 (27... Nb8 28. Rb1 Nc2 29. Rb3 $14) 28. Rxc1 Rxc1 29. Bxc1 $11) 27. Bd2 Bxd2 28. Qxd2 Nxa5 29. Rxc7 Qxc7 $11) 26... Rb8 (26... Rb7 27. Ra1 Rbb8 28. Rdc1 Rc7 29. Qd1 $14) 27. Rxb8 Qxb8 28. Qa2 Bb4 29. Rc1 ( 29. Bxa6 Qa7 (29... Qa8 30. Bd3 Qxa5 31. Qb1 Nf8 32. Rc1 $14) 30. Bd3 Bxa5 31. Qb2 Qb6 32. Qa3 $11) (29. Be3 Nxa5 (29... Bxa5 30. Bxa6 Bb4 31. Bf1 Qa7 32. Qb1 $11) 30. Rb1 Nc4 31. Bxc4 Rxc4 32. Qxa6 $11) 29... Qc8 (29... Nxa5 30. Rb1 Qf8 31. Qa4 Nc6 32. Qxa6 $14) 30. Qa4 Bf8 31. Bd2 Ndb8 $14) ({Nach 20...Tc7 muss sich Schwarz auch mit der Möglichkeit befassen, dass der Anziehende Aktivitäten am Königsflügel startet oder zumindest andeutet, dort seine Chancen zu suchen, vielleicht sogar auf zwei Flügeln zu spielen.} 21. h4 h5 $1 (21... Bf8 $6 22. h5 Rec8 23. Qf4 Ba3 24. Rb1 $16) (21... Rf8 $6 22. h5 Re8 23. Qf4 Bf8 24. Nh2 $16) 22. a4 bxa4 23. bxa4 Rec8 24. Qf4 $14) ({Auch} 21. Qe2 { darf nicht übersehen werden. Von hier aus kann die Dame Druck auf den Bauern b5 ausüben und auch bei passender Gelegenheit auf den anderen Flügel geführt werden. Die folgende Variante war eine Option.} Bf8 (21... Rec8 22. a3 Bf8 23. Qb2 h6 24. Bd2 $14) 22. a4 bxa4 23. bxa4 Nb4 24. Rxc7 $11) 21... Rb8 {[%emt 0: 00:00] Im Nachhinein betrachtet halte ich diesen Zug für nachteilig. Aus Respekt vor den gegnerischen Türmen und meiner Dame auf dem Königsflügel wollte ich die b-Linie lieber geschlossen lassen. Das Schlagen des Bauern wäre wohl besser gewesen. Die sich anschließenden Verwicklungen sind sehr unübersichtlich, die Analysen sind kompliziert. Es ist unmöglich, alle Möglichkeiten bis ins Detail auszuanalysieren. So muss bei den Stellungseinschätzungen auch die Intuition einspringen.} (21... bxa4 $5 22. bxa4 Rec8 (22... Rb8 $5 23. Qd2 (23. Nh2 h5 {Es geht um das Feld g4.} 24. Rc2 Rbc8 25. Rdc1 Qa7 $11) 23... Qa7 24. h4 h5 25. a5 Rb3 $14) (22... Bf8 23. Nh2 ( 23. h4 h5 $5 $14 (23... Rec8 24. h5 Nb4 25. Rb1 (25. Qb3 Nb8 26. Rxc7 Qxc7 27. Bd2 N8c6 28. Rc1 Qb7 29. hxg6 hxg6 30. Ng5 Be7 31. Qb2 Qb6 32. Be2 Rb8 33. Nf3) 25... Qa7 $14)) 23... h5 $5 (23... Rec8 24. Ng4 Ne7 25. Rxc7 Rxc7 $16)) 23. Qd2 (23. Qf4 Qb7 24. Ra1 Qa7 25. a5 Bf8 26. h4 {Die kritische Fortsetzung.} (26. Bh6 Rb8 (26... Bxh6 27. Qxh6 Ne7 28. Qf4 Nf8 29. g4 $14) 27. Bxf8 Nxf8 28. h4 h5 29. Qd2 $14) (26. Qh4 Rb8 (26... Rb7 27. Rdc1 Rb3 28. Bh6 Bxh6 29. Qxh6 $14) 27. Bh6 Bxh6 28. Qxh6 Rb3 29. Qg5 $14) 26... h5 (26... Rb7 27. h5 Ne7 28. Bd3 Rb3 29. Qh4 $16) 27. g4 $1 hxg4 28. Qxg4 Bg7 29. h5 $16) 23... a5 {Sonst kommt der weiße Bauer auf dieses Feld, mit Vorteil.} 24. Bb5 Qa7 (24... Bf8 25. Qf4 ( 25. Bh6 Qa7 26. h4 Bxh6 27. Qxh6 f5 $16) 25... Bg7 26. Rb1 Nb4 27. Nh2 Qb8 $16) (24... Qb7 {Interessant ist, dass Houdini die Stellung nach 24...Db7 in einer frühen Berechnung mit +/= bewertete. Dieses Urteil war wohl dem Rechenhorizont geschuldet, und dies in einem sehr komplizierten Stellungsgefüge. Von dieser Stellung ausgehende und in eine große Tiefe geführte Berechnungen führen im Ergebnis jeweils zu einem mehr oder weniger deutlichen Vorteil für den Anziehenden.} 25. Bh6 (25. Nh2 f5 26. Nf3 Nb4 27. Qf4 Nb8 $16) 25... Nb4 26. h4 Qb8 27. h5 Rc2 $16) 25. Bh6 (25. Nh2 h5 26. g4 Nf8 27. Nf3 Nh7 $16) 25... Ne7 26. Rxc7 Qxc7 27. Bg5 Bf8 $16 28. Nh2 (28. Ba6 Rb8 (28... Ra8 29. Rc1 Qb8 30. Bb5 Ra7 31. Ne1 $16) 29. Rc1 Qa7 30. Bb5 Nb6 31. Bh6 $16) 28... h5 29. g4 $16) (21... Rec8 {führt nach} 22. axb5 {zu ähnlichen Bildern wie in der Partie.}) 22. axb5 {Ab hier konnte ich in der Partie beinahe nur noch reagieren. Zu einem passablen Gegenspiel bin ich nicht mehr gekommen, Weiß hat fortan die Richtung des Geschehens bestimmt.} ({Enginevorschläge für den Anziehenden sind auch} 22. h4 {und}) (22. Qe2 {die an dieser Stelle aber nicht vertieft werden müssen. Beides sind gute Züge, doch sie haben noch Zeit. Vielleicht wäre ich doch noch auf die Idee gekommen, das Schlagen des weißen Ba4 nachzuholen.}) 22... axb5 23. Nh2 $1 {Weiß stehen hier verschiedene gute Züge zur Verfügung. Ich halte aber den Partiezug für die beste Alternative. Der Zug ist auch der Auftakt zu einem weißen Vorgehen, mit dem er - wie eine Würgeschlange ihr Opfer - die schwarze Stellung langsam erdrückt und erdrosselt.} ({Das Variantenwerk nach} 23. Rc2 {wie auch nach den weiteren Alternativen ist sehr breit. Es kann in einer Partiekommentierung nur in den wichtigsten Ausschnitten berücksichtigt werden, wenn noch halbwegs die Übersicht bewahrt werden soll.} Bf8 (23... Rbc8 24. Rdc1 Bf8 25. Qe2 (25. h4 h5 26. Qf4 $14) 25... h6 (25... Rb7 26. Be3 (26. h4 h5 27. Be3 Ba3 28. Ra1 Bf8 $14) 26... Ba3 27. Ra1 Bb4 28. h4 h5 $14) (25... Rb8 26. h4 h5 $14) 26. Be3 (26. Bf4 Rb7 27. Qd2 h5 $14) 26... Rb8 $14) 24. Rdc1 Ba3 (24... Rbb7 25. Qf4 Ba3 26. Ra1 $14) 25. Ra1 $14) (23. Qe2 Bf8 (23... Ra7 24. Rc3 Bf8 25. h4 h5 26. Be3 $14) 24. Rc2 Ra7 25. Ra2 Rxa2 26. Qxa2 $11) (23. Qd2 Bf8 (23... Rbc8 24. Qd3 (24. Be3 Bf8 25. Qe2 b4 $14) 24... Rb8 ({oder auch wieder} 24... b4 $14) 25. Ra1 $14) 24. Rc2 (24. Qc3 Rbb7 25. Qd3 Ndb8 26. Qe3 $14)) 23... Bf8 {Zu den wichtigsten Alternativen zählen 23...h5 und 23...Tbc8.} ({Den Bauernaufzug} 23... h5 { habe ich letztlich wegen der weißen Riposte 24.g4 verworfen, die mir mächtig Respekt eingeflößt hat. Aber Weiß hat alle Fäden in der Hand und bestimmt das Tempo in der Partie. Zu beachten war auch, dass er es ruhiger angehen konnte. Und wie gehabt können in der Kommentierung nur die wichtigsten und interessantesten Zweige abgebildet werden.} 24. g4 {Mit 23.Sh2 hat Weiß angezeigt, dass er genau diesen Zug spielen wollte. Auch wenn längst nicht alles bis ins Detail durchgerechnet werden konnte, war erkennbar, dass gegen den aufkommenden weißen Angriff nur schwerlich ein Kraut gewachsen sein würde. Hier wollte ich die Konstellation des eigenen Bauern auf h5 und des gegnerischen Bauern auf g4 erst mal vermeiden. Wie es auch weitergegangen wäre - Schwarz hätte immer wie ein Kaninchen vor der Schlange gesessen. Konsequenzen des Bauernaufzuges hätten u.a. sein können:} (24. Nf3 Bf8 (24... Ra7 25. Bh6 Ra2 26. Bxg7 Kxg7 27. Qf4 $16) ({Oder} 24... Rbc8 {mit Stellungsbildern wie oben.}) 25. Qd2 Ra7 26. Rc3 Rba8 27. Qd3 $14) (24. Bf4 Ra8 (24... Bf8) (24... Ra7) 25. Nf3 Bf8 (25... Ra3) 26. Qd3 Rca7 27. Rc3 $14) (24. Qd2 {mit Stellungsbildern wie oben.}) 24... hxg4 {[%emt 0:00:00]} (24... Rbc8 25. gxh5 gxh5 26. Bh6 Ne7 27. Rxc7 Qxc7 $16) (24... h4 25. Bxh4 (25. Nf3 $5) 25... Bf8 (25... Rbc8) (25... Ra8) 26. Nf3 Ra7 27. Bf6 $18) (24... Nf8 25. gxh5 (25. Bf6) 25... gxh5 26. Be2 $16) 25. Nxg4 {Klar die beste Wahl.} ({Schwächer sind} 25. hxg4 {und}) (25. h4) 25... Rbc8 (25... Ra8 26. h4 (26. Bf6 $5) 26... Nb4 27. Rxc7 Qxc7 $16) (25... Nd8 26. Rxc7 Qxc7 27. Bh6 $16) (25... Kf8 26. Bf6 Bxf6 27. exf6 Rcc8 28. Qh6+ $18) 26. Qf4 Kf8 (26... Nd8 27. Rxc7 Qxc7 28. Bh6 $18) 27. Bf6 Ne7 28. Rxc7 Rxc7 $18) (23... Rbc8 24. Ng4 {führt zu ähnlichen Entwicklungen wie in der Partie.} (24. h4 h6)) 24. Ng4 (24. h4 Rcc8 (24... Ne7 25. Rxc7 Qxc7 26. h5 (26. Qf4 b4 $14 (26... Nf5 $16) (26... Rb7 27. h5 $16) 27. h5 $16) 26... Nf5 27. Qh3 $16) 25. h5 Ne7 26. Qf4 (26. Bxe7 Rxc1 27. Rxc1 $14) 26... Rxc1 $16) (24. Qf4 {mit ähnlichen Entwicklungen wie in der Partie.}) 24... Ne7 (24... Rcc8 25. Qf4 h5 (25... Qc7 26. Rd3 Rb6 $16) 26. Nh6+ Bxh6 $16) (24... Rbc8 25. Qf4 $16) 25. Rxc7 ({Die Alternativen, insbesondere} 25. Bd3 { sind schwächer. Weiß hat einen klaren Weg vor Augen, dem er auch folgt. Der Textzug lässt den Anziehenden weiter die Geschehnisse auf dem Brett bestimmen, baut den Vorteil weiter aus und dezimiert die ohnehin schwachen schwarzen Optionen auf Aktivität weiter. Damit sind alternative Zugmöglichkeiten an dieser Stelle auch kaum interessant.}) 25... Qxc7 26. Qf4 {Das Tuch um den Hals zieht sich weiter zu. Es ist aber nicht so, dass die Engines Alarm schlagen würden. Der schleichende Prozess findet seinen üblen Ausgang für Schwarz jenseits des aktuellen Rechenhorizontes der elektronischen Helfer. Aber es ist nicht angebracht, hier nur den Blick auf die Grenzen des Engineeinsatzes zu richten. Auch die menschliche Intuition sagt hier, dass Weiß deutlich besser steht. Mir war aber nicht klar, wie deutlich Weiß hier bereits im Vorteil ist.} Nf5 (26... Nc6 27. Bf6 $5 (27. Nh6+ Bxh6 28. Bxh6 f6 $16) 27... Nxf6 28. Nxf6+ Kh8 29. Rc1 $16) (26... Qd8 27. Nh6+ Bxh6 28. Bxh6 $16) 27. Bd3 ({Ein "Maschinengesicht" hat der Vorschlag} 27. Qd2 {Die Dame steht stark auf dem Feld f4. Warum sollte sie von hier abgezogen werden? Hier führt die Intuition meines Gegners direkter zum Erfolg als die Rechenkunst der Engines. Die von den Rechenhelfern angegebenen Varianten sind von einem eher minderen Interesse, sie können hier außer Betracht bleiben.}) 27... Qb6 { Es sind keine Alternativen erkennbar, die den Lauf der Dinge noch maßgeblich ändern könnten.} 28. Bxf5 $1 exf5 29. Ne3 $1 (29. Nh6+ Bxh6 30. Bxh6 b4 31. Qf3 Qb5 (31... Qb7 32. Rc1) 32. Rc1 Qb7 {und die Sache ist für Weiß weniger klar als nach dem Partiezug.}) 29... Qe6 {Die Partie ist strategisch verloren. Bis hierher ist es mir zwar gelungen, jeweils gerade noch rechtzeitig jedes neue Feuer auszutreten, aber damit wird gleich Schluss sein. Wo aber ist diese Partie für Schwarz verloren gegangen? Ich sehe keinen schweren Fehler. Eher dürften es mehrere kleine und für sich allein nicht ins Gewicht fallende Ungenauigkeiten gewesen sein, die aber in der Summe dann auf die Verliererstraße geführt haben.} 30. Rc1 Ra8 (30... Bg7 31. Rc7 $18) (30... Re8 31. Qf3 (31. Rc7 f6 32. Bxf6 Nxf6 33. exf6 Qxf6 $16) 31... Nb6 32. g4 $18) ( 30... Bb4 31. Qf3 (31. Rc7 Ba5 32. Rxd7 Qxd7 33. Bf6 Qe8 $18) 31... Bd2 32. Rc7 $18) (30... h5 31. Qf3 (31. Rc7 Re8 32. Bh6 f6 33. Bxf8 fxe5 $16) 31... Nb6 32. Rc7 Na8 33. Ra7 Qb6 $18) 31. Qf3 Nb6 (31... h6 32. Nxd5 $1 hxg5 33. Nc7 $18) 32. g4 fxg4 33. Nxg4 Ra7 34. Qf4 h5 35. Nf6+ Kh8 36. Kh2 1-0 [Event "WS/MN/089"] [Site "ICCF"] [Date "2012.10.01"] [Round "?"] [White "Bekemann, Uwe"] [Black "Sgherri, Marco"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "E58"] [WhiteElo "2306"] [BlackElo "2312"] [Annotator "Bekemann,Uwe"] [PlyCount "51"] [EventDate "2012.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. e3 {Diesmal habe ich der Rubinstein-Variante den Vorzug gegenüber der Sämisch-Variante mit} (4. a3 {gegeben. Eigentlich kann ich zwischen beiden Spielweisen würfeln, ich bevorzuge weder die eine noch dich andere.}) 4... O-O 5. Bd3 d5 6. Nf3 c5 7. O-O Nc6 8. a3 Bxc3 9. bxc3 Qc7 10. Bb2 {Gilt als die Fortsetzung, die Schwarz am ehesten Probleme bereiten kann.} Na5 11. cxd5 c4 (11... exd5 12. Ne5 c4 13. Bc2 {wäre nur eine Zugumstellung mit späterer Rückkehr in die Partie gewesen.}) 12. Bc2 exd5 13. Ne5 Ne4 14. f3 Nd6 15. a4 $1 {Öffnet die Diagonale a3/f8 für den schwarzfeldrigen weißen Läufer. Ich habe mich in der Eröffnungsphase sehr auf das hervorragende Buch "The Strategic Nimzo-Indian", Volume 1, von Ivan Sokolov gestützt. Sokolov erklärt die Stärke von 15.a4! auch damit, dass er dem bisher passiv auf b2 stehenden Läufer Ausblick gibt, während der schwarze Springer auf a5 passiv bleiben wird. Die zukünftige Aktivität beider Figuren aber sieht er als von großer Bedeutung hinsichtlich des Partieausgangs an.} f6 ({Die mit} 15... Bf5 {eingeleitete Abweichung läuft nach Sokolov in eine unmittelbare Widerlegung. Die Variante ist an dieser Stelle eigentlich uninteressant, aber in ihr kommt ein Zug auf das Brett, der später in der Partie in einem anderen Kontext auftauchen wird - ...Sb3.} 16. Ba3 ({Besser} 16. e4 $1) 16... Bxc2 17. Qxc2 Nb3 {Während nach Sokolov der auf b3 stehende schwarze Springer miserabel steht, ist der weiße Läufer auf a3 aktiv und stark. Auch in der vorliegenden Partie kommt der Springer bald schon nach b3, nur sind dann noch beide weißfeldrigen Läufer auf dem Brett. Während der Springer hier tatsächlich kaum Wirkung entfaltet und der angegriffene Turm sich sehr schön und aktiv aus der Affäre ziehen kann, ist dies in der Partie anders...} 18. Rae1 Rad8 19. e4 Qa5 20. Ng4 Qxa4 21. Bxd6 Rxd6 22. Ne3 dxe4 23. fxe4 { mit klarem Vorteil für Weiß, Levin-Alexandrov, St. Petersburg 2008.}) 16. Ba3 Re8 ({Sokolov favorisiert} 16... Rd8) 17. Ng4 $1 Nb3 {Diese schwarze Wahl thematisiert Sokolov an dieser Stelle nicht (siehe oben). Aus der Erfahrung dieser Partie heraus halte ich 17...Sb3 aber für eine Alternative, die klar zu beachten ist.} ({Gerechnet hatte ich mit} 17... Bxg4 {(oder mit 17...h5, siehe unten) und dann} 18. fxg4 Ne4 ({Im Fall von} 18... Rxe3 {öffnet Weiß nach Sokolov die f-Linie und kommt über} 19. g5 fxg5 20. Qg4 {zum Angriff. Er weist darauf hin, dass die beiden weißen Läufer ausgezeichnet am Angriff teilnehmen. Dem gegenüber ist der schwarze Sa5 im Abseits.} h6 $2 {geht nicht wegen} 21. Bxd6 Qxd6 22. Qf5) 19. Bxe4 Rxe4 {Sokolov (sinngemäß übersetzt): "Schwarz hat den starken weißfeldrigen Läufer des Gegners abgetauscht, der schwarze Turm auf e4 nimmt eine exzellente Stellung ein und kann nicht gestört werden. Die weißen Bauern sind verstreut, aber wegen der offenen f-Linie und des starken La3, der die lebenswichtigen Felder e7 und f8 kontrolliert und wegen des völlig aus dem Spiel gehaltenen schwarzen Sa5 reißt Weiß die Initiative an sich und startet einen gewaltigen Angriff."} 20. g5 {Dient der Öffnung der f-Linie.} fxg5 21. Ra2 g4 ({oder} 21... h6 22. Raf2 Nc6 23. Qh5) 22. Raf2 { Und noch einmal nach Sokolov: "Es ist schwer zu glauben, dass Schwarz hier schon verloren ist, aber es ist sehr schwer, eine Verteidigung zu finden (wenn es überhaupt eine gibt, was ich bezweifele)."} h6 23. Rf8+ Rxf8 24. Rxf8+ Kh7 25. Qf1 Qd7 26. Rf7 Qe6 27. Bf8 Nc6 {Ein Versuch, den Springer noch ins Spiel zu bringen, er kommt aber viel zu spät.} 28. Rxg7+ Kh8 29. Rf7 Rxe3 30. Rf6 Qe4 31. Rxh6+ {und Schwarz gab auf wegen} (31. Rxh6+ Kg8 32. Rh8+ Kxh8 33. Qf6+ { Peralta-Graf, Deizisau 2009.})) (17... h5 18. Nf2 Rxe3 19. Qd2 $1 (19. f4 { ist nach Sokolov schwächer wegen} Nf5 20. Qxh5 Qf7) 19... Re6 20. Rae1 { und nach Sokolov startet Weiß seine Aktionen nun am Königsflügel, während die schwarzen Figuren noch am Damenflügel "schlafen", insbesondere der Springer auf a5. Die Motive schlummern auch in der Folge der Partiefortsetzung mit 17... Sb3.}) 18. Ra2 (18. Bxb3 {kam in der Partie Pellen - Strautins, Fernpartie MT-Klovans (LAT) ICCF, 2011, auf das Brett. Bei der Prüfung, ob es ratsam sein könnte, dieser Partie zu folgen, stellte ich allerdings fest, dass sie recht bald ohne wirkliche weiße Gewinnoption war. Vermutlich aber kommt Weiß ohnehin nicht ohne das Schlagen aus, so ist dem Läuferzug vielleicht doch der Vorzug zu geben.} cxb3 19. Bxd6 Qxd6 20. Qxb3 {Im genannten Duell setzte Schwarz mit 20...h5 fort (siehe weiter unten). Es sind aber auch 20...Lxg4 und 20...Dc6 zu beachten.} h5 {Also weiter wie in Pellen - Strautins:} (20... Bxg4 21. fxg4 Rxe3 {Anders als oben in den Sokolov-Kommentaren nach 17...Lxg4 ist Weiß hier nicht in der Lage, ein aussichtsreiches Angriffsspiel aufzuziehen und Schwarz steht auch nicht unbedingt passiv. Der folgende verzweigte Variantenteppich mag dies unterstreichen.} 22. g5 (22. Rf5 Rd8 (22... b6 23. Rxd5 Qe6 24. Rb5 Qxb3 25. Rxb3 $11) 23. Qxb7 Rxc3 24. Qxa7 h6 25. a5 $11) (22. Qxb7 Rb8 (22... Rae8 23. Qxa7 Rxc3 24. Rfe1 Qc6 25. a5 $14) 23. Qxa7 Rb2 24. Rf2 Rxf2 25. Kxf2 $14) 22... Qc6 (22... fxg5 23. Qxb7 Rae8 24. Qxa7 Qe6 25. Rab1 $14) 23. gxf6 gxf6 24. Rab1 Rb8 25. Qd1 $11) (20... Qc6 21. e4 (21. Rfe1 Bxg4 22. fxg4 Re4 23. Re2 Rae8 $11) (21. Rae1 Kh8 22. Nf2 $14) 21... Be6 22. Ne3 dxe4 23. c4 Bf7 $14) 21. Nf2 Rxe3 22. Ne4 Qe6 23. Nc5 Qc6 24. a5 Bf5 25. Qxb7 Qxb7 26. Nxb7 Rb8 27. Nd6 Bg6 28. f4 Bc2 29. Rfe1 Rxc3 30. Rac1 {mit Remis.}) 18... Nf7 ({ Ein Enginevorschlag ist} 18... b6 {mit der möglichen Folge} 19. Bxd6 Qxd6 20. Qb1 h6 21. Bf5 $11) ({In der Partie Del Rio Angelis - Vazquez Igarza, Parla 2010, griff Schwarz zu} 18... Bxg4 {ohne dass die nach} 19. fxg4 {geöffnete f-Linie Weiß eine echte Angriffsoption geliefert hätte. Es geschah noch} Nf7 20. Qf3 Qc6 21. h4 Qe6 22. Re1 Nd6 23. Bxd6 {und hier einigten sich die Kontrahenten auf ein Remis.}) 19. e4 ({Vom Partiezug versprach ich mir mehr als von} 19. Qe1 {was mit dem Gedanken spielt, die Dame auf dem Königsflügel einzusetzen.} a5 {zurück, mit der ich mich dann hätte auseinandersetzen müssen. } ({Ich konnte nicht damit rechnen, dass mein Gegner} 19... Bxg4 {spielen würde, was mir initiatives Spiel und ein paar Angriffsmöglichkeiten eröffnen würde, beispielsweise über} 20. fxg4 Nh6 (20... a5 21. Qf2 $14) 21. h3 (21. g5 fxg5 $11) 21... Kh8 22. e4 $14 {Als Hilfsmittel eingesetzte moderne Engines setzen diese Variante hinter die Alternative}) 20. Qh4 {Realisiert die Idee der Damenüberführung auf den Königsflügel aus dem 19. Zug, bringt aber nichts, z.B.} f5 21. Re1 Ra6 ({Natürlich nicht} 21... fxg4 {denn damit wird die Diagonale b1/h7 frei und der Läufer auf c2 bekommt freie Sicht.} 22. Qxh7#) 22. f4 $11) (19. Qb1 h6 (19... Ng5 20. Qe1 Kh8 21. h3 Be6 22. Bb1 $11) 20. Bf5 Kh8 21. Qc2 h5 22. Nf2 $11) 19... Bxg4 (19... dxe4 20. fxe4 Qa5 21. Bb4 Qg5 22. Nf2 $11 Be6 (22... b6 23. a5 (23. Bxb3 cxb3 24. Qxb3 Ba6 25. Re1 Rac8 $14) 23... Be6 24. d5 Bd7 25. Bxb3 cxb3 $14) (22... a5 23. Ba3 Qe3 24. Bxb3 cxb3 25. Qxb3 Be6 $16) 23. d5 (23. Bb1 Rad8 24. Qe1 a5 25. Ba3 b5 $11) 23... Bd7 24. Bxb3 cxb3 25. Qxb3 Qe3 $11 26. Qb1 (26. Qc4 Rac8 (26... Ne5 27. Qc7 b6 28. Bd6 Rec8 29. Qb7 $11) 27. Qd3 Qxd3 28. Nxd3 b6 29. a5 $11) (26. Qc2 a5 (26... Ng5 27. a5 Rxe4 28. Qd3 Rc8 29. Qxe3 $11) 27. Ba3 Rac8 28. c4 Ng5 29. Bc1 $11) 26... a5 ( 26... Ne5 27. Re1 Qg5 28. Qd1 Rac8 29. a5 $14) 27. Re1 Qa7 28. Ba3 Bxa4 29. c4 $11) 20. fxg4 {Jetzt bekomme ich meine freie f-Linie, mein Gegner aber platziert einen "Stachel" in der e-Linie mit} dxe4 {und erfreut sich guter Gegenchancen, die das Spiel in etwa ausgeglichen erscheinen lassen. Die "weißen Trümpfe" wie Läuferpaar, halboffene f-Linie, Angriffsfantasie gegen den gegnerischen König und gedeckter Freibauer auf d4 sind (noch) eher abstrakte Werte.} 21. Re1 {Ich habe mir diesen Zug intensiv überlegt, sieht er doch irgendwie planwidrig aus, da er den Turm von der f-Linie führt. Auf dieser Linie komme ich aber momentan nicht weiter und der Turm erhält auf e1 eine größere Wirkung. Zudem ist in verschiedenen Varianten die schwarze Möglichkeit ...Sd2 zu beachten, sobald der e-Bauer bis e3 vorgerückt ist und den Springer auf dem genannten Feld decken könnte. Auf f1 wäre mein Turm dann dem Springerangriff ausgesetzt gewesen.} (21. Bxb3 cxb3 22. Qxb3 b6 23. g5 $11) 21... e3 (21... Qc6 22. Bxb3 $11 cxb3 23. Qxb3 b6 24. Re3 Rac8 25. Rae2 $11) 22. Bxb3 {Der lästige Springer ist endlich vom Brett, der mich mehr behindert hat, als ich dies nach dem Studium von Sokolovs Ausführungen in "The Strategic Nimzo-Indian", Volume 1 erwartet hätte. Mit einer logischen Zugfolge gleitet die Partie nun langsam ins Remis über. Alternativen zu 22.Lxb3 versprechen nicht mehr und spielen eher Schwarz in die Hände. Zumeist dürfte der Abtausch des Läufers gegen den Springer auf b3 ohnehin nur verzögert werden.} (22. a5 Qxa5 (22... Rac8 23. Bb4 Qf4 24. Bxb3 cxb3 25. Qxb3 $11) 23. Bxb3 cxb3 24. Qxb3 Qb6 25. Rb2 $15) (22. g5 {Hier spielt nicht mehr das Motiv einer Öffnung der f-Linie eine Rolle, sondern die Ausräumung einer eigenen Schwäche unter Aktivierung der Dame.} fxg5 (22... Nxg5 23. Bxb3 cxb3 24. Qxb3+ Qf7 25. Qxf7+ $11 Kxf7 26. Rae2 $11) 23. Qh5 Nh6 24. Qxg5 Qd7 25. Rb2 $11) 22... cxb3 23. Qxb3 Rac8 24. Bb4 (24. Rc2 b6 25. Bc1 Qc4 26. Qxc4 Rxc4 $11) 24... Re4 (24... a5 25. Bc5 $11) 25. Rae2 {Hier habe ich mal meine bevorzugte Engine "in Ekstase rechnen lassen". Das Ergebnis bestätigt meine eigene Einschätzung, die Partie befindet sich glatt im Remisgewässer. "Ungeschminkt" das, was die Engine so von sich gegeben hat:} (25. Qd5 Rce8 (25... Qf4 26. Rae2 Rce8 27. Qxb7 Qxg4 28. h3 $11) 26. Rae2 h6 (26... Kh8 27. Qc5 (27. Qb5 h6 28. a5 b6 29. Kh1 bxa5 $11) 27... Qxc5 28. Bxc5 b6 29. Ba3 Kg8 $11) (26... Qc8 27. h3 (27. a5 Qxg4 28. h3 Qg6 29. Rf1 b6 $11) 27... Qc7 28. a5 (28. Rb1 $11) 28... h6 29. Kh1 b6 $11) 27. a5 (27. h3 R8e6 28. Qc5 Qb8 29. Qf5 Qc7 $11) (27. Kh1 Kh7 28. a5 $11) 27... Qf4 28. h3 Qc7 29. Rb1 Kh7 $11) (25. a5 Rce8 (25... Kh8 26. Rae2 Rce8 27. Qd5 h6 28. Qc5 $11) 26. Rae2 a6 27. Qd5 h6 28. Kh1 $11) 25... Rce8 26. Ba3 {Die Stellung kam auch schon in der Partie Akdag-Sadowski, ICCF 2010, auf das Brett. Hier quälten sich dann beide Kontrahenten noch bis zum 47. Zug, bevor sie ein Remis vereinbarten.} 1/2-1/2 [Event "WS/MN/106"] [Site "ICCF"] [Date "2013.??.??"] [Round "?"] [White "Babic, Darko"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "B30"] [WhiteElo "2365"] [BlackElo "2280"] [Annotator "Bekemann,Uwe"] [PlyCount "49"] [EventDate "2013.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 c5 {Mein Gegner hatte in den vergangenen rund zwei Jahren vor dem Start unserer Partie seine Elozahl um sage und schreibe etwa 450 Punkte gesteigert. Die Auswertung seiner Partien ließ mir die Sizilianische Verteidigung als beste Entgegnung erscheinen. Diese Wahl erwies sich als richtig, sie brachte mir ein zwar umkämpftes, aber sicheres Remis mit den schwarzen Steinen. Im Verlauf unserer Begegnung bestätigte mein Gegner die Erwartung, die ich ihm für das Turnier beimaß. Zum Ende unserer Partie waren bis auf zwei Partien alle weiteren entschiedenen Spiele mit einem Remis ausgegangen. In diesen beiden Gewinnpartien hatte er sich als Sieger ausgezeichnet.} 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 {Nach den Ergebnissen meiner Vorbereitung war diese Wahl etwas überraschend für mich. Allerdings ist diese Fortsetzung ohnehin gerade so etwas wie eine Modevariante geworden.} e6 4. O-O Nge7 5. d4 {Hier wird zumeist} (5. c3 {oder}) (5. Re1 {gespielt. 5.d4 wurde in 2013 besonders auch von Caruana gewählt, und dies mit Erfolg gegen hochrangige Gegnerschaft (Siege gegen Gelfand und Radjabov).}) 5... cxd4 6. Nxd4 {Diese Stellung aus der Rossolimo-Variante trägt nun Merkmale der offenen Sizilianischen Verteidigung, speziell aus der Paulsen-Taimanow-Variante.} Qb6 7. Nxc6 bxc6 8. Be2 {Die Beispiele aus der Praxis sind an dieser Stelle schon recht spärlich geworden. Von 6...Db6 bis hier haben beide Spieler jeweils die in der Praxis zumeist gespielten Alternativen gewählt. Nach 8.Le2 steht für Weiß statistisch eine Erfolgsquote von fast 70% zu Buche.} Ng6 9. c4 Be7 {Erst in den Jahren der jüngsten Vergangenheit ist diese Variante einige Male auf das Brett gekommen. Wirklich viel Material dazu ist nicht verfügbar. In allen mir bekannten Vorgängerpartien ist dieser Zug mit dem Läufer auf das Brett gekommen. Wegen des damit verbundenen Entwicklungsfortschrittes bietet er sich natürlich auch an, denn der Läufer wird aktiviert und die Rochade vorbereitet. Es konnte aber nicht schaden, kurz mal anzutesten, ob sich nicht doch vielleicht eine Verbesserung anbietet. Zu erwarten war dies nicht, zumal an der Läuferentwicklung und der Rochade auch kein Weg vorbeiführen würde. Zwei kurze "eingedampfte" Varianten dazu:} (9... Rb8 10. Nc3 Qc7 11. f4 d6 12. f5 Qb6+ $11) (9... Bb7 10. Nc3 (10. Qc2 c5 11. Rd1 Bc6 12. Nc3 Qc7 $11) 10... c5 11. Qd3 Ne5 12. Qe3 Rc8 $11) 10. Nc3 O-O 11. Rb1 c5 {Nur rund ein Dutzend Partien mit der Stellung nach 11.Tb1 waren in meiner Datenbank zu finden. In diesen wurde am häufigsten 11...a5 gezogen, gefolgt von 11...Dc7. Der Textzug sagte mir am meisten zu, da er solide dem eigenen Einfluss dient und weißen Ideen entgegenwirkt. Ebenso wie 11...Td8 fand ich für ihn zwei Beispielpartien vor.} 12. f4 ({Weiß entscheidet sich für das aggressive Vorgehen, das auch auf den beiden letzten mir bekannten Vorgängerpartien auf das Brett gekommen ist. Ruhiger gewesen wäre} 12. Be3 {mit der folgenden plausiblen Fortsetzung:} a5 13. Qa4 (13. Qc2 Bb7 $11) 13... Qb7 14. f4 d6 $11) 12... d6 ({Als starke Alternative war} 12... Rd8 {zu berücksichtigen. Letztendlich habe ich 12...d6 den Vorzug gegeben, weil er mein weiteres Vorgehen offener lässt, er das Feld e5 ins Visier nimmt und ich mich erst später entscheiden muss, ob der Turm tatsächlich auf d8 postiert werden sollte. Letztendlich hat er das Feld nie betreten. Die Prüfung der Varianten habe ich unter Einsatz verschiedener Engines und Analysemethoden vorgenommen. Aus dem sich ergebenden Geflecht halte ich besonders die folgenden Linien für beachtenswert:} 13. Be3 (13. f5 {Dieser Bauernvorstoß wäre die stellungsgemäße Waffe meines Gegners gewesen, unabhängig davon, ob er wie jetzt sofort dazu greift oder nach einem Zwischenzug, so wie in der im Anschluss betrachteten Variante.} Ne5 {In erster Linie habe ich mit 14.b3 und 14.Lf4 als gegnerische Fortsetzungen kalkuliert. Ein Enginevorschlag war auch 14.De1, wohl mit der Alternative im Hintergrund, die Dame auf den Königsflügel zu bringen.} 14. Bf4 (14. b3 d6 (14... Bf6 15. Be3 Qc7 16. Qe1 d6 $11) 15. Qe1 Kh8 16. Qg3 a6 $11) 14... Bf6 (14... d6 15. Qe1 Bf6 16. Qg3 Kh8 $11) 15. Qd2 Bb7 16. b3 Qb4 $11) 13... Bb7 (13... a5 {wäre bei Bedarf noch weiter zu prüfen gewesen.}) 14. f5 Ne5 15. Qe1 $11) ({Trotz ebenfalls guter Enginebewertungen habe ich die Züge 12...Dc7, 12...Dc6 und, von den Engines etwas schwächer bewertet, 12...Tb8 aus strategischen Gründen nur unter "ferner liefen" eingeordnet. Ein paar Varianten dazu:} 12... Qc7 13. Be3 Bb7 14. g3 Rfd8 $11) (12... Qc6 13. f5 (13. g3 Rb8 14. b3 Rd8 15. Bf3 d6 $11) 13... Ne5 14. Qe1 d6 15. Qg3 Kh8 $11) (12... Rb8 13. b3 (13. Be3 Qc7 14. f5 Ne5 15. Qe1 Ba6 $11) 13... Bb7 14. Bb2 a6 15. f5 Ne5 $14) 13. Be3 (13. f5 Ne5 ({ Aber nicht} 13... exf5 {wegen} 14. exf5 Ne5 15. Nd5 Qd8 16. f6 $16) 14. Be3 Bb7 15. Kh1 exf5 16. Rxf5 $11) ({Ein universeller Zug wäre} 13. Qd3 {Weiß könnte je nach Fortgang Druck auf der d-Linie aufzubauen versuchen oder auch die Dame auf den Königsflügel überführen. Auf d3 steht die Königsgattin recht wirkungsvoll. Hätte mir mein Gegner 13.Dd3 präsentiert, so wäre ich ihm mit 13...Lb7 oder mit 13...Lf6 entgegen getreten. Für diese Züge wie auch die Alternativen hatte ich mir unter Einsatz mehrerer Engines und Analysemethoden einen kleinen Variantenteppich zurechtgelegt. Die wichtigsten Wege waren für mich:} Bf6 (13... Rb8 14. f5 exf5 15. exf5 Ne5 16. Qg3 $11 { Auch wenn der Rechner die Stellung für weitgehend ausgeglichen hält, gefallen mir die weißen Aussichten besser. Seine Kräfte entwickeln zurecht Ambitionen auf dem Königsflügel und freier sowie initiativer stehen sie auch. }) (13... Bb7 {Ein natürlicher Entwicklungszug auf die lange Diagonale mit Druck auf den weißen e-Bauern.} 14. Be3 a5 15. Bf3 (15. a3 a4 $11) 15... Rfd8 16. Rfd1 $11 {Mit dieser Stellung wäre ich sehr zufrieden gewesen. Die schwarze Position ist kompakt und ausreichend aktiv.}) (13... Bd7 {Dieser Zug ist "nicht meiner", sondern "nur" ein Enginevorschlag. Auf d7 steht der Läufer eher im Weg als gut. Wirklich Sinn macht er eigentlich nur über das folgende Weiterziehen, was in der sich anschließenden Variante aber nicht vom 14. Zug von Weiß isoliert gesehen werden darf. Also:} 14. g3 Bc6 15. Be3 Qb7 16. Bf3 $11) 14. Kh1 Bxc3 {Die "kleine Qualität" hätte ich u.a. auch deshalb gegeben, weil Weiß ohne einen verbliebenen Springer gleich eine ganze Reihe von aktiven Möglichkeiten in dieser Stellungsform verloren hätte.} 15. Qxc3 Bb7 16. Bf3 $11) ({Mit} 13. g3 {hätte mein Gegner auf Sichtweite ebenfalls keinen Vorteil herausspielen können.} Bf6 ({Oder auch} 13... Bb7 14. Bf3 Rfd8 15. Be3 a5 $11) 14. Be3 Rd8 15. Qd3 a5 $11) 13... a5 {Ich wage nicht zu behaupten, dass dieser Zug objektiv besser ist als alle anderen aus der ganzen Reihe von Alternativen, die in dieser Position zu analysieren waren. Neben der eigenen guten Performance in der Analyse sprachen aber zwei weitere Argumente für ihn. Er dürfte Weiß mehr veranlassen, sich sofort um ihn zu kümmern, als die weiteren hier möglichen Züge. Und zudem gab es eine Vorgängerpartie, in der ebenfalls 13...a5 gespielt worden war (siehe hierzu auch weiter unten in der Partie). In dieser kam Schwarz ohne große Probleme zum Teilerfolg. Diese Vorgängerpartie habe ich intensiv analysiert und nichts gefunden, was darin der Anziehende als Chance auf den vollen Punkt verpasst haben könnte.} ( 13... Bb7 {lässt Weiß viele Antwortmöglichkeiten, die im Zuge einer Partie nicht bis in alle Details berechnet werden können. Die Enginevariante} 14. b4 (14. f5 exf5 15. exf5 Ne5 16. Qd2 Qc7 $11) 14... Qc6 15. Qc2 Rab8 16. Kh1 Ba8 $11 {behagte mir im Ergebnis nicht, weil ich nicht gerne mit einem Läufer spiele, der wie hier auf a8 im Loch steckt und ich auch mehr Aussichten auf aktive Ideen auf der Seite meines Gegners gesehen habe.}) ({Natürlich stand auch wieder} 13... Rd8 {oben auf der Liste der zu prüfenden Züge. Noch einen Zug zuvor aber wollte ich noch offen lassen, ob der Turm das Feld d8 überhaupt betreten würde. Daran hatte sich grundsätzlich auch nichts geändert. Dennoch habe ich die Folgen des Turmzuges sehr intensiv unter Rechnereinsatz analysiert, bis es fast schon schwer war, im Variantendschungel auch noch den Überblick zu behalten. Ich bin dann bei meiner Entscheidung geblieben, den Turm nicht nach d8 zu spielen, zumindest jetzt noch nicht. Neben den schon beschriebenen Erwägungen haben mich auch die weißen Chancen über 14.b4 dabei beeinflusst. Nachfolgend ein Blick auf einige besonders interessante Varianten, auf ein überschaubares Maß "gestutzt":} 14. Qd2 (14. b4 Qc7 15. Qc2 (15. a3 cxb4 16. axb4 Bf6 17. Qc2 $14) 15... Bb7 16. a3 Rab8 17. Rfd1 Bf6 18. bxc5 Bxc3 19. Qxc3 dxc5 20. Rxd8+ Rxd8 21. Bf3 $14) (14. f5 Ne5 ( 14... Nf8 15. b4 Qa6 16. bxc5 dxc5 17. Qe1 $14) 15. b3 Rb8 16. Qe1 Re8 $11) 14... Bb7 (14... a5 15. b3 Bb7 $11) (14... Bf6 15. b4 (15. Bd3 Bd4 16. Ne2 Bxe3+ 17. Qxe3 f6 $11) 15... Qc6 16. Bd3 (16. b5 Qc7 17. a4 $11) 16... cxb4 17. Rxb4 Rd7 $11) (14... Rb8 15. f5 (15. b4 Qc7 16. a3 Ba6 17. Rfc1 Qc8 $11) 15... Ne5 16. b3 a6 17. Kh1 Qa7 $11) 15. Kh1 (15. b4 Qc7 16. a3 Bf6 17. Bd3 a6 18. Rfd1 Bd4 19. Ne2 Bxe3+ 20. Qxe3 h6 21. g3 Rab8 22. Nc3 Ne7 23. Be2 Ba8 $11) ( 15. f5 exf5 (15... Ne5 16. b3 exf5 17. exf5 Re8 18. Bg5 $11) 16. Rxf5 Ne5 17. b3 Qc7 18. Bg5 $11) 15... Rab8 (15... a5 16. Qc2 Bc6 17. Rbd1 Bf6 18. Bd3 Qb4 19. Bd2 Qb7 20. Rf3 a4 21. Rg3 Kh8 22. Nb5 $11) (15... Qc6 16. Bd3 Qd7 17. Rfd1 Qc8 18. Rdc1 $11) 16. f5 exf5 (16... Ne5 17. b4 Qc7 18. b5 Re8 19. Rbd1 Rbd8 $11) 17. exf5 Ne5 18. b4 $11 (18. b3 $11)) (13... Rb8 14. b4 (14. Qd3 Qc6 15. Rf2 Bf6 16. Nb5 Ba6 17. a3 $11) (14. f5 Ne5 (14... exf5 15. exf5 Ne5 16. b3 Kh8 17. b4 $11) 15. fxe6 Bxe6 16. b3 Rb7 17. Kh1 $11) 14... Qc6 15. b5 Qc7 16. Qc2 Rd8 17. Rbd1 $11) (13... Bf6 14. Qd3 (14. f5 Ne5 15. b4 Qc6 16. b5 $11) 14... a5 15. Nb5 (15. Rbd1 Rd8 16. f5 $11) 15... Rd8 $11) 14. Qb3 {Mein Gegner tritt in die Fußstapfen der einzigen mir bekannten Vorgängerpartie. Ich hatte damit gerechnet, war aber auch gut vorbereitet, wenn er abgewichen wäre. Die Analysevarianten bringen nicht wirklich etwas Neues zu den bereits intensiv oben abgebildeten Wegen. Deshalb reichen hier Rudimente.} (14. f5 Ne5 $11) (14. Qc2 Rd8 $11 (14... Bb7 $11)) (14. Qd2 Bb7 (14... a4 15. f5 Ne5 16. Rbd1 Rd8 $11 ) 15. Rbd1 Rad8 16. b3 Bf6 17. Bd3 $11) 14... Qxb3 {Der Damentausch ist die beste Reaktion.} 15. axb3 Bb7 16. g3 $146 {Meines Wissens spielt mein Gegner hier eine Neuerung. Die Stellung ist weiterhin kompliziert und nicht leicht zu spielen. Weiß stand hier ein ganzer Fächer von Alternativen zur Verfügung, die im Vorfeld trotz eines massiven Rechnereinsatzes nicht bis ins Detail zu analysieren waren, deren Bewertung somit im erheblichem Maße intuitiv vorzunehmen war.} (16. Bd3 Rfd8 {Für diesen Zug gab es noch ein praktisches Beispiel, die oben schon mehrfach erwähnte Partie. Ich hätte ihn allerdings auch ohne Vorgänger gespielt.} ({Zu beachten war auch} 16... Rfb8 {z.B. mit der Folge} 17. Ra1 Bf6 18. Nb5 Bxb2 19. Ra2 Bd4 20. Bxd4 cxd4 $11) 17. Rfd1 Nf8 18. Ra1 Nd7 19. Be2 Bc6 20. Ra3 h6 21. Kf2 Rab8 22. Rd2 Rb6 23. Bf3 Kf8 24. e5 dxe5 25. fxe5 Ke8 26. Bxc6 Rxc6 27. Bf4 Bg5 28. Bxg5 hxg5 29. Re2 Ra8 30. Re3 Ke7 31. Ra1 Rcc8 32. h3 Rcb8 33. Ke1 {1/2-1/2, Ryazanov-Even, Fernpartie 2013. Das war sie nun, die mehrfach erwähnte Vorgängerpartie.}) (16. Rbd1 Bc6 ( 16... Rfb8 17. Rd2 Bc6 18. Bd1 Nf8 19. Bc2 $11) 17. Rd2 f5 18. exf5 Nh4 19. Bg4 $11) (16. Rf2 Rfb8 (16... Bc6 17. Bd3 Rfb8 {mit Übergang in die Linie zurück} ) 17. Bd3 Bc6 18. Bc2 Rb7 19. Rd2 $11) ({In der Daueranalyse bevorzugt Houdini 4} 16. f5 {aber "es kommt nicht so richtig etwas dabei herum". Also ...} Ne5 ( 16... exf5 17. exf5 (17. Rxf5 Rfe8 18. Rd1 Rab8 19. Rf2 Bc6 $15) 17... Ne5 18. Ra1 Rfd8 19. Rfd1 f6 $11) 17. Ra1 (17. Rbd1 Ra6 18. Rd2 Rb6 19. Bd1 Bc6 $11) 17... Ra6 18. Rfd1 Rd8 19. Rd2 Rb6 $11) 16... Bc6 ({Naja, und weiter gab es natürlich noch immer} 16... Rfd8 {auf der Liste. Aber das hatten wir ja schon ... Ich wollte immer noch nicht! Und aufdrängen konnte sich der Zug ebenso immer noch nicht, wie die kurze Analyse zeigt. Denn "gleich" habe ich auch ohne ihn sicher.} 17. Rbd1 (17. Bd3 Bf8 18. Ra1 Ne7 19. Be2 Nc6 $11) 17... Bc6 18. Rd2 Rdb8 19. Bd1 Nf8 $11) 17. Bd3 (17. Ra1 {bringt Weiß nichts nach} Rfb8 18. Ra3 a4 19. bxa4 Rxb2 $11) (17. f5 {ist ein Vorschlag von Houdini 4 im Zuge einer "schlichten" Daueranalyse, er bringt dem Anziehenden aber auch hier nichts ein.} Ne5 (17... exf5 18. exf5 (18. Rxf5 Rfe8 19. Bd1 Bf6 20. Nd5 Bxd5 $15) 18... Ne5 19. Ra1 Rfb8 20. Nb5 f6 $11) 18. Bf4 (18. fxe6 fxe6 19. Bf4 Ng6 20. Bd2 Bf6 $15) 18... exf5 19. exf5 Rfb8 20. Nb5 a4 $11 {In der Linie nach 17. ..Se5 sehe ich jeweils sogar eher Schwarz als den Anziehenden im Vorteil, wenn auch allenfalls geringfügig.}) 17... Rfb8 {Jetzt ist es entschieden! Der Turm läuft über d8 hinweg bis auf b8! Hier werden beide Schwerfiguren zu einem starken Pärchen. Mein Gegner würde keinen Angriff am Damenflügel initiieren können, den es mir nicht aufzufangen gelingen würde! Zur Sicherheit waren natürlich die Alternativen intensiv zu prüfen, einmal mehr landete ich vor allem wieder bei ...Tfd8.} (17... Rfd8 18. Ra1 (18. Nb5 a4 19. bxa4 Rxa4 20. Rfd1 Nf8 $11) 18... Bf6 19. Ra2 Rd7 20. Rd1 Rb8 $11) 18. Nb5 (18. Bc2 Nf8 19. Ra1 Nd7 20. Ra2 Nb6 $11) 18... a4 19. bxa4 Rxa4 {Die Stellung ist völlig ausgeglichen. Ich denke, dass ich als Schwarzer bis zum diesem Zeitpunkt uneingeschränkt zufrieden sein kann.} 20. Rfd1 (20. b3 Raa8 ({Keinen Unterschied macht} 20... Ra2 21. Ra1 Rba8 22. Rxa2 Rxa2 23. Nc3 $11) 21. Ra1 Nf8 22. Ra4 Nd7 23. Rfa1 $11 {Es ist immer ein wichtiges strategisches Ziel, die Turmverdoppelung auf einer Linie zu erreichen. Hier aber wird deren Wirkung von der schwarzen Verteidigungsstellung völlig neutralisiert. Es ist nicht zu sehen, wie der Anziehende seine Aktivitäten entscheidend verstärken könnte.}) (20. Rfe1 Ra2 (20... Nf8 21. Ra1 Rba8 22. Rxa4 Rxa4 23. Kf2 $11) 21. b3 Nf8 22. Ra1 Rba8 23. Rxa2 Rxa2 $11) 20... Nf8 ({Der Enginevorschlag} 20... Ra2 {führt über} 21. Bd2 Nf8 22. Bc3 Nd7 23. Ra1 {zu keiner wesentlichen Änderung gegenüber dem tatsächlichen Partieverlauf.}) 21. Ra1 Rxa1 {Der "sauberste" Weg. Es ist allerdings auch interessant zu betrachten, zu welchen Folgen die beiden ins Auge stechenden Alternativen 21... Tba8 und 21...Lxb5 führen konnten. Also:} (21... Rba8 22. Rxa4 (22. Rab1 Nd7 23. b3 Ra2 24. h3 ( 24. Nc3 R2a6 $11) 24... g6 $11) 22... Rxa4 23. Bf1 (23. Bd2 e5 24. Nc3 Ra8 $11) 23... Bxb5 24. cxb5 Nd7 $14) (21... Bxb5 22. cxb5 Rb4 23. Ra7 (23. Rd2 Rc8 24. Ra7 Bf6 $11) 23... Bd8 24. Ra6 Be7 $14) 22. Rxa1 Nd7 {22.. .d5 und 22...Ta8 hätten mich auch zum Ziel geführt, aber das Spiel wäre leicht kompliziert worden. Das lag nicht in meinem Interesse.} (22... d5 23. exd5 (23. Ra7 dxc4 24. Bxc4 Nd7 25. Rc7 Bxb5 $11) 23... exd5 24. Ra7 Bf6 25. b3 d4 $11) (22... Ra8 23. Rxa8 (23. Ra3 Nd7 24. Rxa8+ Bxa8 25. Kf2 Nf6 $11) 23... Bxa8 24. Kf2 Nd7 25. Bd2 Nf6 $11) 23. Ra7 (23. Bc1 {ist als Idee noch zu beachten. Der Bauer auf b2 ist gedeckt und damit die Fernwirkung des Tb8 neutralisiert. Der Anziehende kann aber keinen wirklichen Nutzen daraus ziehen, wie die folgenden Varianten zeigen.} g6 (23... Nf6 24. Nc3 g6 25. Ra6 Bb7 26. Ra7 $11) 24. Ra7 Rb7 25. Ra6 Rb6 26. Ra7 $11) (23. Ra6 {wird mit} Rb6 {beantwortet und Weiß beißt sich die Zähne aus.} 24. Rxb6 (24. Ra2 Rb8 $11) 24... Nxb6 25. Bd2 (25. b3 g6 $11) 25... d5 $11) 23... Rb7 24. Ra8+ Rb8 25. Ra7 {Hier bot mein Gegner das Remis an, das ich auch sogleich annahm. Die Stellung ist völlig ausgeglichen und weitgehend zementiert. Weiß kommt mit seinen aktiven Bemühungen nicht weiter und Schwarz hat ein feines Konterpotenzial, wenn sein Gegner überzieht.} ({Auch mit} 25. Rxb8+ $11 {wäre Weiß nicht weitergekommen. Ein paar Varianten dazu:} Nxb8 26. Bd2 $11 (26. Kf2 { Aktivierung des Königs} g6 27. h3 Bd7 28. Bd2 Nc6 29. Ke3 h5 30. Bf1 f6 31. Bg2 Kf7 32. b3 Bf8 $11) (26. Bc1 Na6 27. Kf2 Nb4 28. Bb1 d5 29. Na7 $11) 26... Nd7 27. Ba5 (27. Kf2 Nf6 $11) 27... Nf6 28. Nc3 g6 $11) 1/2-1/2 [Event "MS-208"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2014.12.10"] [Round "?"] [White "Richter, Marko"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "0-1"] [ECO "B30"] [WhiteElo "2081"] [BlackElo "2038"] [Annotator "Bekemann, Uwe"] [PlyCount "76"] [EventDate "2014.12.22"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 e6 {Bereitet die Entwicklung des Königsspringers nach e7 vor, woraufhin der weiße Läufer mit a7-a6 zu einer Erklärung gezwungen werden soll. Wie Victor Bologan in "The Rossolimo Sicilian" bestätigt, macht ein weißer Abtausch auf c6 dann keinen Sinn, weil der Nachziehende mit dem Springer zurückschlägt und ungestört seine Entwicklung vollenden kann.} 4. O-O (4. Bxc6 {mit Derangierung der schwarzen Bauernstellung wäre die Alternative. In seinem Buch "Rossolimo and Friends" widmet sich Alexei Kornev allein dieser Möglichkeit, die er damit offenkundig bevorzugt.}) 4... Nge7 5. c3 {Leitet den Kampf um das Zentrum ein.} a6 (5... d5 {ist nach Bologan zwar interessant, aber wohl etwas verfrüht. Schwarz sollte sich zunächst um die Stellung des weißen Läufers auf b5 kümmern.}) 6. Ba4 ( 6. Be2 {Dieser Weg führt den Läufer in eine etwas passive Lage. Zudem blockiert er hier zunächst die e-Linie. Bologan macht darauf aufmerksam, dass es dann für Schwarz einfacher würde, die Lage im Zentrum zu klären.}) 6... b5 {Die konsequenteste und wohl auch logischste Wahl. Unter den Spitzenspielern im Fernschach war dies in den vergangenen Jahren die allein gewählte Fortsetzung.} 7. Bc2 Bb7 (7... d5 {kommt ebenfalls oft vor, gibt Weiß aber - gemessen an den Aussagen der Statistik - mehr Chancen.}) 8. d4 { Oft gespielt, aber wohl nicht die Nummer 1 unter den Pfeilen im Köcher des Anziehenden.} ({Als beste Möglichkeit für den Anziehenden gilt hier} 8. Qe2 { Die Statistik hebt dazu bestätigend ihre kalte Hand.}) 8... cxd4 9. Nxd4 Ng6 10. Be3 (10. Nxc6 Bxc6 {spielt Schwarz in die Karten.}) 10... Qc7 11. Nd2 { Die Beispiele aus dem Nahschach gehen langsam zur Neige. Hier lagen mir nur noch zwei verwertbare Partien vor. Im Fernschach aber ist die Stellung etwas häufiger auf dem Brett erschienen, verbunden mit einer erfreulichen, also positiven Ausbeute für Schwarz.} Bd6 {Nun ist die Rochade nach beiden Seiten möglich, sodass Weiß mit beiden Schwenks rechnen muss und sich nicht auf eine Konstellation konzentrieren kann.} 12. g3 h5 {Inzwischen funkt der Nahschachbereich zur Frage nach verwertbaren Vorgängerpartien "Fehlanzeige". Mir waren hier nur noch drei taugliche Beispiele aus dem Fernschach bekannt, in denen Schwarz jeweils flottes Spiel hatte und einen positiven Score erzielen konnte. Das könnte etwas werden ...!} 13. Nxc6 ({Die Abweichung} 13. f4 h4 {hat nur Zugumstellungscharakter.}) 13... Bxc6 14. f4 h4 15. Qe2 hxg3 ({ Das Vorziehen der Rochade ist nicht besser, aber auch eine Option.} 15... O-O-O 16. a4 (16. Nf3 hxg3 17. hxg3 Rh6 18. e5 (18. f5 Rh3 19. fxg6 f5 $17) 18... Rdh8 19. exd6 Rh1+ 20. Kf2 R1h2+ 21. Nxh2 Rxh2+ 22. Ke1 Rxe2+ 23. Kxe2 $17) ( 16. Qf2 hxg3 17. hxg3 {mit Übergang in die Hauptvariante.}) 16... hxg3 17. hxg3 {ist nur eine Zugumstellung zur Vorgängerpartie Turko - Petukhov, gespielt 2009 im russischen Fernschach-Klub-Cup. Ich gehe in der Anmerkung zu 17.Df2 darauf ein.}) 16. hxg3 O-O-O 17. Qf2 $146 {Hier nun weicht Weiß von der letzten mir bekannten Vorgängerpartie ab (Turko - Petukhov, siehe oben zu 15...0-0-0 16.a4 als Abzweigung zu 15...hxg3).} ({Gerechnet hatte ich auch mit } 17. Rad1 {worauf ich wie in Turko - Petukhov auf die Turmverdoppelung in der h-Linie spielen wollte, etwa so:} Rh6 18. Nf3 Rdh8 {Nun muss Schwarz schon aufpassen, dass er seine Reihen geschlossen hält. Eine Enginevariante zeigt über} 19. Qd2 Be7 20. Qg2 Qb7 21. Kf2 $17 {die schon recht unangenehme Lage für Weiß an.}) ({In der besagten Vorgängerpartie war es mit} 17. a4 { weitergegangen. Der Nachziehende hatte sich in der Folge einen deutlichen Vorteil verschafft, den es ihn dann auch in einen Sieg zu entwickeln gelang. Im Vorfeld, als meine eigene Partie noch den gleichen Verlauf nehmen konnte, war zu prüfen, wie dem Nachziehenden dies gelungen ist und ob es Verbesserungen im Spiel beider Seiten geben konnte. Also:} Rh6 18. axb5 (18. f5 {wäre keine Verstärkung im Spiel des Anziehenden gewesen, war von mir also nicht zu fürchten. Nach} Rh3 19. fxg6 Rdh8 $19 {wäre Schwarz klar im Vorteil gewesen.}) {Besser war in Turko - Petukhov die Partiefortsetzung} 18... axb5 ({ Wohl zurecht nicht zur Anwendung kam nun} 18... Bxb5 {mit der möglichen Folge} 19. Bd3 (19. Qxb5 axb5 20. Ra8+ Kb7 21. Ra7+ Kb8 22. Rxc7 Bxc7 23. f5 $15) 19... Rdh8 20. Bxb5 Rh1+ 21. Kf2 R1h2+ 22. Kf3 Rxe2 23. Bxa6+ $15) 19. Qf3 Rdh8 $17) 17... Qb8 {Entschärft die Drohung Le3-b6 und macht das Feld c7 für den Läufer frei.} ({Unzureichend wäre} 17... Rh3 {wegen} 18. Kg2 ({Aber nicht} 18. Bb6 {denn über} Rxg3+ 19. Qxg3 Qxb6+ {usw. käme Weiß unter die Räder.}) 18... Rdh8 19. Rh1 Rxh1 20. Rxh1 Rxh1 21. Kxh1 Qd8 $14 {und der schwarze Vorteil wäre nicht nur verpufft, sondern hätte einem weißen Platz gemacht.}) 18. Rad1 {Nach dem Intermezzo der Damenzüge kommt nun tatsächlich der Turmzug, den ich schon im 17. Zug mit auf der Rechnung hatte.} ({Auf dem Weg in die aktuelle Brettsituation hatte ich festgestellt, dass Stockfish stark zu } 18. Nb3 {tendierte. Mit einem "Teppich" aus Analysen hatte ich mir aber das Urteil erarbeitet, auch in diesem Fall auf Gewinn spielen zu können. In der nachgehenden Betrachtung bleiben die folgenden Varianten relevant (die für Schwarz nicht als optimal bewerteten Alternativen sind bereits ausgesondert; für Weiß sind nur noch die besonders ernst zu nehmenden Möglichkeiten erhalten):} Rh5 {Stärker als 18...Th6 und 18...Th7.} 19. Kg2 ({Eine Kontrolle mit Rybka brachte die Alternativen 19.Sa5 und 19.Sd4 ins Spiel. Beide aber führen zu nichts, wie die folgenden beiden beispielhaften Wege zeigen.} 19. Na5 Rdh8 20. Qg2 Qa8 21. Rae1 Rh1+ 22. Qxh1 Rxh1+ $19) (19. Nd4 Rdh8 20. Qg2 Qb7 21. Rad1 Bc5 22. b4 Rh1+ $17) 19... e5 20. fxe5 (20. f5 Nf4+ 21. Kf3 Nd3 22. Qe2 Rxf5+ 23. Kg4 Rxf1 $17) 20... Rxe5 21. Nd4 (21. Nc5 Qc7 22. b4 Rh8 23. Rh1 Rxh1 24. Kxh1 Bxc5 25. Bxc5 $17) (21. Qf3 Rde8 22. Nd4 Bxe4 23. Bxe4 Rxe4 24. Bf2 Qb7 25. Rfe1 $17) (21. Nd2 f5 22. Ba7 Qb7 23. Bd4 fxe4 24. Qe3 Re6 25. Nb3 $17) 21... Bxe4+ 22. Bxe4 (22. Nf3 Rde8 23. Bxe4 Rxe4 24. Rfe1 Bxg3 25. Qxg3 Qxg3+ $19) 22... Rxe4 23. Nf5 Bc7 24. Rad1 Qb7 25. Kg1 Rde8 $17) (18. c4 { Ein Vorschlag von Rybka, den Schwarz aber nicht füchten muss, z.B. wegen} f5 19. cxb5 Qxb5 20. a4 Qb7 21. b4 Rh3 $17) 18... Bc7 19. Nf3 (19. b3 Ne7 20. Bc5 Nf5 21. Qe1 Bb6 $19) 19... Rh6 20. Kg2 (20. Qg2 Rdh8 $17) (20. f5 Bxg3 $19) 20... Qb7 {Der Druck auf den weißen Königsflügel wird immer größer. Die zentralen Diagonalen und das Spiel über die h-Linie geben Schwarz ausgezeichnete Chancen. f7-f5 soll kommen, wäre aber noch zu früh. Erst muss der weiße Springer von der Diagonale a8/h1 genötigt werden, um den Bauernvorstoß unter einer Fesselung des weißen e-Bauern durchführen zu können.} ({Das sofortige Vorrücken des f-Bauern brächte Schwarz keinen Erfolg, wie beispielsweise die Variante} 20... f5 21. exf5 exf5 22. Rh1 Bxf4 23. Rxh6 Bxh6 24. Bxh6 $11 {zeigt.}) 21. Nd2 {Weiß hat nichts Besseres als den passiven Weg der Verteidigung.} ({Ganz genau durchzurechnen waren aber die Folgen von} 21. f5 {womit der Anziehende in einer Nahschachpartie sicher hätte den Pulsschlag hochtreiben können. Der gleichzeitige Angriff mit dem Bauern auf den Sg6 und der Läuferangriff auf den Th6 machen die Lage etwas unübersichtlich. In einer Fernpartie wie hier lässt sich die Sache aber im Voraus detailliert durchrechnen. Und diese Analyse zeigte bereits zu einem Zeitpunkt an, als die aktuelle Stellung als Möglichkeit in Vorschein trat, dass Weiß darin keine Rettung findet. Also:} exf5 22. Bxh6 fxe4 23. Bxg7 exf3+ 24. Kh3 $17 {und Schwarz steht klar besser. Von den schwarzen Alternativen verdient nun 24...Tg8 den Vorzug vor 24...Db8. Nach beiden gerät der weiße König in eine prekäre Lage. Weitergehen könnte es jeweils in etwa wie folgt: } Rg8 (24... Qb8 25. Bxg6 fxg6 26. Qd4 Bxg3 27. Bf6 Bh2 28. Qg4 Be4 $17) 25. Bf6 (25. Qd4 f2 26. Kh2 {Natürlich darf der weiße Turm nicht auf f2 schlagen, da der Nachziehende dann mit Lc7-b6 die Konstellation auf der Diagonale a7/g1 für sich ausnutzen könnte.} Ne5 27. Bxe5 f6 28. Qh4 Bxe5 $19) 25... Nf8 26. Bh4 Ne6 27. Rde1 Bd5 28. Bf5 Qc6 $19) 21... f5 {Dies ist der thematische Vorstoß. Die Alternativen, insbesondere 21...Tdh8 und 21...Se7 können vernachlässigt werden.} 22. Rh1 (22. Qf3 {könnte gut mit} Rf8 $17 { beantwortet werden.}) 22... fxe4 {Grundsätzlich strategisch von Schwarz abzuwägen war hier, welche Entwicklung in Bezug auf die h-Linie und den g-Bauern angestrebt werden soll. Im Ergebnis habe ich mich dazu entschieden, den Th6 schlicht stehen zu lassen. Wenn er vom Brett soll, dann indem er von Weiß geschlagen wird. So käme dann der g-Bauer auf die h-Linie, auf der er viel aktives Potenzial erhielte. Zudem würde die g-Linie halb geöffnet, sodass Schwarz darüber Druck gegen den weißen Bauern und die Königsstellung schlechthin ausüben könnte.} ({Zu guten Analyseergebnissen führt auch} 22... Ne7 {z.B. mit der Folge} 23. Rxh6 (23. Nf3 Bxe4 24. Bxe4 fxe4 25. Ng5 Rdh8 $19) 23... gxh6 {usw. Dem direkten Weg über 22...fxe4 habe ich den Vorzug gegeben, weil ich in 22...Se7 keine Verbesserung gesehen habe und mir diese Alternative als etwas zögerlicher erschien. Zudem hätte Weiß mehr Möglichkeiten erhalten, die Richtung der Partie zu beeinflussen, wie intensive Engine-Analysen gezeigt haben. Schon an der hier erreichten Stelle hätte sich Schwarz mit mindestens drei weißen Wegen besonders auseinandersetzen müssen, eingeleitet über 24.Kh2, 24.Te1 und mit 24.Df3.}) 23. Rxh6 ({Auf} 23. Nb3 { wollte ich mit} Ne7 {reagieren, nicht aber einer Engine-Empfehlung 23.Txh1 folgen.}) 23... gxh6 {Nun ist die angestrebte Lage eingetreten; der g-Bauer ist auf die h-Linie gewechselt und auf der g-Linie hat Schwarz nun freie Sicht bis tief in die weiße Bastion.} 24. Nb3 {Der Auftakt zu einem Manöver, mit dem Weiß dringend benötigtes Gegenspiel anstrebt und zugleich die schwarzen Kräfte destabilisieren will.} Rg8 ({Es geht auch} 24... h5 {z.B. mit der Folge } 25. Nc5 Qa8 26. Kf1 (26. f5 Rf8 $19 {mit Gewinn, z.B. über die Variante} 27. fxg6 Rxf2+ 28. Kxf2 Be5 29. Bxe4 Bxe4 30. Nxd7 Bc7 31. g7 Bh7) (26. Kh3 h4 27. g4 Rf8 28. f5 Ne5 29. f6 Nd3 $19 {mit Gewinn.}) (26. Rh1 h4 27. Rxh4 Nxh4+ 28. gxh4 Rg8+ $19) 26... Ne7 $19 {usw. Wie intensive Analysen unter Einsatz verschiedener Engines bestätigten, kann Schwarz diese Stellung - soweit überschaubar - in Antwort auf alle plausiblen gegnerischen Züge in den Sieg führen.}) 25. Nc5 Qa8 26. Kh3 (26. Kh2 {wird ebenfalls mit} h5 {beantwortet.}) 26... h5 27. Rg1 (27. Qd2 Ne7 (27... h4 {würde es dem Anziehenden erlauben, seine Position zu stabilisieren, z.B. in der Variante} 28. g4 Rd8 29. b4 Bd5 30. Bb3 Qc6 $15) 28. Rg1 d6 29. Nb3 Bd7 30. Kh2 Nf5 $19) 27... Bd5 {Gegen weiße Ambitionen auf Gegenspiel am Damenflügel gerichtet.} ({Gut ist auch} 27... Ne7 {mit der Idee, den Springer weiterzuführen nach f5. Zwei besonders interessante Beispielvarianten dazu:} 28. a4 (28. Bd4 Nf5 29. Qd2 Bd5 30. Qe2 Rg4 31. Bxe4 Nxd4 32. cxd4 Bxf4 $19) 28... Nf5 29. axb5 axb5 30. Qe1 (30. Bd4 { ein Vorschlag von Stockfish, führt über} d6 31. Nxe6 Bd7 $19 {in eine scharfe Brettstellung, die Schwarz - soweit kalkulierbar - auf allen Wegen für sich entscheiden wird, wobei das verdeckte Vis-a-vis des weißen Königs und des schwarzen Springers eine besondere Rolle zu spielen vermag.} 32. Nxc7 Nxd4+ 33. f5 e3 {Der Bauer avanciert zur aktuell wichtigsten "Person" auf dem Brett.} 34. Nxa8 exf2 35. Rf1 Nxc2 36. Nb6+ Kd8 37. Rxf2 Ne3 38. Nxd7 Kxd7 $19 {Soweit die vielleicht schönste mögliche Variante aus dem Fächer an Möglichkeiten.}) 30... Nxe3 31. Qxe3 Bb6 $19 {und Schwarz wird gewinnen.}) ({ Eine weitere Option war} 27... Rf8 {mit der plausiblen weiteren Entwicklung} 28. a4 (28. Bd1 {führt zu keiner Entlastung wegen} d6 29. Nb3 e5 30. Kg2 exf4 31. gxf4 Nxf4+ $19) 28... d6 29. axb5 axb5 30. Nb3 e5 31. Ra1 Bd7+ $19) 28. c4 ({Ein passives Verharren verspricht dem Anziehenden nichts. So führt beispielhaft} 28. Qe1 d6 29. Nb3 e5 30. Kh2 Be6 $19 {ohne bemerkenswerte Gegenwehr weiter in den Nachteil.}) 28... bxc4 29. b3 (29. Ba4 Bc6 30. Qc2 Bb5 $19) 29... cxb3 {Am einfachsten.} ({Engines versuchen sich auch an} 29... c3 { ohne aber Vorteile darin für den Anziehenden zu entdecken.}) 30. Bxb3 Ne7 31. Qe2 Nf5 {Die entscheidenden Vorkehrungen sind getroffen, nun muss der Sieg noch realisiert werden.} 32. Bf2 Bc6 33. Bc2 (33. Bc4 Kd8 34. Nxe6+ dxe6 35. Bxe6 Bd7 36. Bxd7 Kxd7 $19) 33... e3 34. Bxe3 Bb5 35. Bd3 Qc6 36. Bf2 h4 37. g4 Ne7 38. Rc1 (38. Be3 Nd5 39. Bxb5 axb5 40. Rc1 Nxf4+ 41. Bxf4 Bxf4 42. Rf1 Bc7 $19) 38... Nd5 {Hier gab Weiß - zu einem fairen frühen Zeitpunkt - die Partie auf.} ({In der Folge von} 38... Nd5 39. Be3 Nxf4+ 40. Bxf4 Bxf4 $19 { hätte er die Partie nicht halten, aber durchaus auch zunächst noch weiterspielen können, ohne dass irgendein Vorwurf zur Verzögerung des Ausgangs berechtigt gewesen wäre.}) 0-1 [Event "1. DBS-FEM"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2015.??.??"] [Round "?"] [White "Rickert, Willi"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1-0"] [ECO "C39"] [WhiteElo "2043"] [BlackElo "2038"] [Annotator "Bekemann,Uwe"] [PlyCount "79"] [EventDate "2015.09.01"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. f4 exf4 3. Nf3 g5 4. h4 g4 5. Ne5 Nf6 6. Bc4 d5 $1 7. exd5 Bd6 { Entwickelt den Läufer und zwingt Weiß zur Reaktion auf den Angriff auf seinen Springer.} (7... Bg7 {Dies ist die Hauptalternative zum Textzug. Sie lässt noch viel Raum für weitere Untersuchungen.}) 8. d4 Nh5 {Deckt den Bauern auf f4 und schafft die Möglichkeit, nach g3 weiter zu reisen, um Weiß am Königsflügel zu stören.} 9. Nc3 $5 {Die Bewertung stammt von John Shaw, zu finden in seinem Buch "The King's Gambit".} ({Jerzy Konikowski und ich haben in unserem Buch "Königsgambit - richtig gespielt"} 9. O-O $1 {als beste Fortsetzung für Weiß empfohlen. Unsere Einschätzung dazu: "Weiß will so schnell wie möglich seine Kräfte ins Spiel bringen, auch wenn dies weiteres Material kostet." Ob diese Partie zusätzliche Argumente für die eine oder andere Position liefert? Warten wir es ab!}) 9... O-O {Nach 9.Sc3 stellte sich mir eine ganz persönliche Weggabelung. Sollte ich mit 9...0-0 etwas für mich Neues ausprobieren, ganz auf der Linie von John Shaw, oder mit 9...De7 der Empfehlung von Konikowski und mir in "Königsgambit - richtig gespielt" folgen? Shaw sieht in 9...0-0 den Auftakt einer Art Hauptlinie (seine Bezeichnung lässt sich nicht 1 zu 1 übersetzen). Seine Ausführungen dazu: "Als ich diese Stellung zum ersten Mal betrachtete, war ich über die weißen Aussichten im Zweifel. Aber je mehr ich sie analysiert habe, umso glücklicher bin ich geworden. Es hängt alles davon ab, welchen Zug Weiß als nächstes spielt.} ({Wenn Schwarz direkt Nutzen daraus ziehen will, dass Weiß noch nicht rochiert hat, ist} 9... Qe7 {die Möglichkeit der Wahl. Nach den Erfahrungen aus dieser Partie ist dies meines Erachtens auch angeraten. Nachfolgend ein paar Varianten aus unserem Buch dazu:} 10. O-O (10. Kf2 Bxe5 11. Re1 Nd7 12. Bb5 Qxh4+ 13. Kg1 O-O 14. dxe5 g3 15. Qd4 c5 16. dxc6 bxc6 17. Bd3 Re8 18. b4 Nxe5 19. Rxe5 Rxe5 20. Qxe5 Bg4 21. Qc5 Re8 22. Ne4 Rxe4 23. Bxe4 Qh2+ 24. Kf1 Qh1+ 25. Qg1 Be2+ 26. Kxe2 Qxg1 $19 {Murey - Hebden, Paris 1988}) 10... Bxe5 11. Bb5+ c6 12. dxc6 bxc6 13. Nd5 Qxh4 14. Qe1 (14. dxe5 O-O $1 15. Nxf4 Nxf4 16. Bxf4 cxb5 17. Qd5 Qd8 18. Qxa8 Qb6+ 19. Rf2 Bb7 20. Be3 Qxe3 21. Qxb7 g3 22. Raf1 gxf2+ 23. Rxf2 Qxe5 {und Schwarz wird die Partie zum vollen Punkte nach Hause fahren, Tschernakow - Balujew, Fernpartie 1978.}) 14... Qxe1 15. Rxe1 f6 16. dxe5 cxb5 17. Nc7+ Kf7 $1 18. Nxa8 Na6 19. a4 b4 20. exf6 Rd8 {mit schwarzem Vorteil, Brunn - Troppau, Fernpartie 1893}) {Nachdem ich mich mit 9...0-0 also für etwas Neues entschieden habe, ganz nach dem Prinzip "no risk, no fun", will ich sehen, was nun kommt. Und: Fernschachfreund Willi Rickert zeigt es mir, und das ausgezeichnet!} 10. Ne4 $1 {Hierzu schreibt John Shaw: "Nun fängt der Spaß an". Also genau das Richtige für eine Partie wie diese!} (10. Ne2 {Dies ist die nach Shaw ungesunde Alternative.}) 10... f5 11. Ng5 Nd7 {Shaw stellt fest, dass Schwarz keine Angst vor Se6-Sxf8 haben sollte, weil Weiß damit nur Zeit verschwendet, um eine Angriffsfigur gegen einen schwarzen Beobachter zu tauschen. Seine Folgerung: "Das Zählen von Material ist nicht der richtige Weg, um eine Stellung wie diese zu spielen."} ({Nach} 11... h6 12. Ne6 Bxe6 13. dxe6 Kh7 14. Nf7 {nistet sich der Springer zumindest nicht nur kurzfristig unangenehm im schwarzen Lager ein, wenn er nicht unter Aufgabe der Qualität mit} Rxf7 { entfernt werden soll. Diese Entwicklung behagte mir nicht.}) ({Eine interessante Variante ist} 11... Qf6 12. Qd3 Nd7 13. Nxg4 Qe7+ (13... fxg4 $4 14. Qxh7#) 14. Ne5 Nxe5 15. dxe5 Qxe5+ {und es ist schwer einzuschätzen, wer auf der weiteren Reise die schönere Kabine bewohnt, wenn denn beide nicht ähnlich komfortabel sein sollten.}) 12. Qd3 $1 (12. Ne6 Qe7 13. Nxd7 (13. Nxf8 Kxf8 {Shaw: Der weiße Angriff ist beendet, während der schwarze im Begriff ist zu beginnen.}) 13... Bxd7 14. Kd2 Ng3 15. c3 b5 $19) 12... Ng3 {Shaw kommt dieser zu als "zu gierig" vor, aber er gesteht ein, dass er nicht klar widerlegt werden kann.} (12... Nxe5 13. dxe5 Bxe5 14. Bd2 $13 {Urteil von Shaw. Er führt u.a. aus: "Bücker hat diesen Zug detailliert analysiert. Weiß hofft natürlich lang rochieren zu können. Dies ist seine logischste Option."} Bxb2 15. Rb1 Be5 $17 {Nach Shaw eine weitere Möglichkeit für Schwarz, verbunden mit der Idee einer Platzierung auf d6. Er hält die für "unklar". Stockfish "sieht" einen klaren Vorteil auf der Seite von Schwarz.} (15... Bf6 16. Kd1 $13 {Urteil von Shaw})) (12... Bxe5 13. d6+ Kh8 14. dxe5 Nxe5 15. Qc3 cxd6 $1 16. Nf7+ Rxf7 17. Bxf7 Nf6 18. Bb3 $13 {Diese von Shaw angegebene Linie gefiel mir im Ergebnis nicht, weshalb ich sie vermieden habe. Der Einblick, den er in seine Überlegungen gibt, ist interessant: "Lasst uns zunächst das Material zählen - Schwarz hat zwei Bauern für die Qualität. Zunächst favorisierte mein Instinkt Schwarz, mit Blick auf seine "unheimlichen" Springer, allerdings kann das weiße Läuferpaar auch beeindrucken." Und genau das ist bei mir passiert - das weiße Läuferpaar hat mich beeindruckt.}) 13. Bxf4 Nxh1 14. Qe3 $5 $13 {Die Zugbewertung und die Stellungseinschätzung stammen von John Shaw. Erläuternd fügt er hinzu: "Deckt f2, sodass die lange Rochade möglich ist, während der Springer gefangen bleibt." Nun erklärt er, dass es ihm unmöglich ist, alle Wege aufzuzeigen, die das Spiel nun nehmen kann. Er gibt deshalb die Richtung an, in der beide Seiten planen können. "Weiß rochiert lang, kassiert den Springer auf h1 und geht dann den gegnerischen König an. Schwarz spielt auf der Damenseite und verschafft sich Zeit durch den Angriff auf den Läufer auf c4." In der Partie kommt es anders, besonders auch deshalb, weil sich Weiß auf eine andere Strategie verlegt. Shaws Stellungseinschätzung ist interessant: "Im Brettschach würde ich Weiß bevorzugen, das einzige objektive Urteil ist hier aber 'unklar'".} Nb6 {Ich wollte den Angriff auf den Läufer starten, bevor Weiß diesem ein Ausweichfeld auf a2 einrichten konnte.} ({Eine wichtige Alternative war} 14... a5 {mit etwa den folgenden weiteren Möglichkeiten:} 15. a3 (15. O-O-O $2 {wäre nicht gut wegen} Nb6 {und nun beispielsweise} 16. Rxh1 Nxc4 17. Nxc4 Bxf4 18. Qxf4 Qxd5 $19) (15. a4 { wäre zusätzlich noch weiter zu prüfen.}) 15... Nb6 16. Ba2 h6 17. Ne6 Bxe6 18. dxe6 Kh7 $11) ({Eine Einladung zu taktischen Plänkeleien wäre hier} 14... h6 {gewesen. Anders als im tatsächlichen Partieverlauf steht bei diesem Aufzug hier der schwarze Springer noch auf d7, was einen gravierenden Unterschied ausmacht.} 15. Ne6 {Und schon kommt dieser Unterschied zum Tragen.} Nxe5 16. dxe5 ({Aber nicht} 16. Nxd8 $2 {wegen} Nxc4 17. Qc1 Rxd8 $19) 16... Bxe6 17. exd6 Bf7 (17... Bd7 18. dxc7 Qxh4+ 19. g3 Nxg3 20. Bxg3 Rae8 21. d6+ Kh7 22. Bxh4 Rxe3+ 23. Kf1 $13 {Es ist nicht absehbar, zu welchem Ergebnis der weitere Kampf führen wird.}) 18. O-O-O cxd6 19. Rxh1 Re8 $11) (14... g3 15. O-O-O Nf2 16. Qxg3 Ng4 17. Ne6 $11 {würde beiden Seiten in etwa gleiche Aussichten geben.}) 15. Bb3 h6 $6 {Im Nachhinein meine ich, dass diese Wahl als ungenau zu werten ist. Sie führt dazu, dass Schwarz seinem Damenflügel nicht mehr genug Aufmerksamkeit widmen kann. So büßt er Chancen auf ein Gegenspiel ein und lässt letztendlich sogar zu, dass Weiß dort späterhin stark auftritt.} ({Hier wäre als bessere Alternative mit} 15... a5 {ein Ansteuern des Stellungsbildes möglich gewesen, das nach 14...a5 - anstelle von 14...Sb6 - erreicht worden wäre, nur mit dem Unterschied, dass der weiße Läufer auf b3 steht. Meines Erachtens ist seine Position auf a2 besser, weshalb diese Linie vermutlich leicht den Vorzug verdient.} 16. a4 (16. a3 h6 17. Ne6 Bxe6 18. dxe6 Kh7 19. O-O-O Qxh4 $15) 16... h6 17. Ne6 Bxe6 18. dxe6 Kh7 19. O-O-O Qxh4 $11 {Am Königsflügel und in der Mitte sieht es genauso aus wie in der Partievariante, am Damenflügel aber steht Schwarz besser.}) 16. Ne6 $1 {Weiß verschafft sich einen vorgerückten Freibauern auf der e-Linie, der sich quasi am schwarzen Kontrahenten auf c7 vorbeiwindet und nachhaltig von den eigenen Kräften unterstützt wird.} ({Zu beachten war auch} 16. O-O-O {mit der plausiblen Folge} hxg5 17. hxg5 Kg7 18. Rxh1 Rh8 19. Re1 Qe7 {worauf Schwarz aber einen zumindest leichten Vorteil für sich reklamieren können sollte.}) 16... Bxe6 17. dxe6 Kh7 {Natürlich muss der König die Diagonale a2/ g8 verlassen, um dem gegnerischen Läufer auf b3 keine Gelegenheit zum Abzugsschach zu geben.} 18. O-O-O Qxh4 19. g3 {Der Zug liegt auf der Hand, er muss aber auch kommen. Dabei geht es nicht einfach nur daraum, die schwarze Dame zu vertreiben, sondern das Feld g3 selbst zu besetzen.} ({Ich konnte nicht darauf hoffen, dass mein Gegner} 19. Rf1 {spielen würde, wie es vielleicht in einer Partie vis-a-vis hätte sein können. Grundsätzlich sinnvoll wäre dieser Zug zweifellos, was die Partie später auch noch belegen wird. Hier aber scheitert er noch an den Umständen, denn ich hätte mit} g3 { geantwortet und Oberwasser bekommen.}) 19... Qh5 ({Mein Rechenknecht meinte, dass} 19... Qh3 {in etwa gleich gut wie der Textzug wäre.} {Neben} 20. c4 { habe ich mir als weiße Fortsetzungen auch 20.Tg1 und 20.De1 genauer angeschaut, die ich im Ergebnis aber als schwächer eingeschätzt habe. Vermutlich hätte mein Gegner so wie in der Partie auch mit 20.c4 fortgesetzt. Es hätte dann wie folgt weitergehen können:} a5 ({Anders als nach 19...Dh5 wäre hier wegen der Abseitsstellung der schwarzen Dame} 20... c6 {keine gute Wahl. Wenn es so weiterginge wie weiter unten im Rahmen einer Nebenvariante untersucht, würde Schwarz schnell klar auf die Verliererstraße kommen. Also:} 21. c5 Bxe5 22. Qxe5 Nd5 23. Bxd5 cxd5 {Das Urteil weiter unten lautet auf "... und die weißen Kräfte müssten gehalten werden können." Hier aber nicht. Es folgt} 24. Qc7+ Kg6 $8 25. e7 $18 {und Weiß gewinnt.}) 21. a4 Rae8 22. c5 Bxe5 23. Qxe5 Nc8 24. Bc2 Nf2 25. Bxf5+ Kg8 $8 26. Bg6 $13 {und es ist unklar, wer sich am Ende durchsetzen wird, wenn es denn einem der beiden Spieler gelingen wird. Sollte 19...Dh3 vielleicht sogar der Vorzug gebühren?}) (19... Nxg3 { hätte die "Hängepartie" um das Schicksal des schwarzen Springers bzw. die Umstände seines Dahinscheidens beendet.} 20. Bxg3 Qh3 (20... Qh5 21. c4 a5 22. a4 c6 $16) 21. Rg1 (21. c4 a5 (21... c6 22. Kb1 {Bringt den König von der Diagonale c1/h6 und entschärft damit ...Ld6-e7.} Rae8 23. c5 Bxe5 (23... Nd5 24. Bxd5 Bxe5 25. Qxe5 (25. Rh1 Bxg3 26. Rxh3 gxh3 27. Qxg3 cxd5 28. Qc7+ $11) 25... cxd5 26. Qc7+ Kg6 $8 27. Be5 Kh5 28. Qd7 {und Weiß steht besser. Schwarz auch. :-)}) 24. Qxe5 Nd5 25. Bxd5 {mit Übergang in die Variante nach 23...Sd5.}) 22. a4 Be7 $16) 21... Rae8 22. Nxg4 fxg4 23. Qe4+ Kh8 24. Be5+ Bxe5 25. Qxe5+ {mit Dauerschach.}) 20. c4 {Am besten.} c6 {In dieser Phase der Partie wie auch schon auf dem Weg hierher waren angesichts der Komplexität der Stellung regelmäßig gleich mehrere gut aussehende weiße Alternativen als Antwort auf eigene Versuche zu prüfen. Rechnerische Sicherheit ist nicht zu erreichen. Ich hätte einen Park an Engines einsetzen und rechnen lassen können, bis ich einen nassen Lappen auf den Stromzähler hätte legen müssen - die absolute Wahrheit behält viele Geheimnisse für sich.} (20... Bxe5 { habe ich neben 20...a5 besonders als weitere Möglichkeit unter die Lupe genommen. Die Analysen zu 20...a5 können hier außen vor bleiben, weil sie nicht viel Neues gegenüber schon betrachteten Stellungsbildern bringen.} 21. Bxe5 (21. Qxe5 Nf2 22. e7 $13) 21... c6 (21... a5 22. a4 Qh2 23. d5 Qf2 $16 24. Qd3 $16) 22. Bf4 $13 (22. d5 cxd5 23. cxd5 Rac8+ 24. Kb1 Nxg3 25. Qxg3 f4 $11) {Weitergehen könnte es jetzt beispielsweise wie folgt:} 22... Rae8 23. d5 Rf6 $14 {Ich denke, dass die weißen Möglichkeiten etwas den Vorzug verdienen.}) 21. Nd3 $1 {Meinem Gegner, Willi Rickert, ging es sicherlich nicht anders als mir, bezogen auf meine Anmerkung zu 20...c6. Die Situation widerlegt die Behauptung, dass im modernen Fernschach nur noch Computer gegeneinander spielen und dann die bessere Ausstattung gewinnt. Hier sind die Engines jenseits ihrer Grenzen angekommen; sie liefern nicht nur keine eindeutigen und belastbaren Treffer mehr, sondern teilweise auch zweifelhafte. Wie ich festgestellt habe, sehen sie in dieser Phase der Partie fast durchgehend für Schwarz zu optimistische Perspektiven. Nun aber zu den weißen Alternativen, die Schwarz frühzeitig genau untersuchen und zwischen denen sich Weiß entscheiden musste:} (21. c5 {wäre nicht zu fürchten. Hier bleiben Schwarz zwei ernstzunehmende Antworten.} Nd5 {Schwarz stellt das Schlagen auf e5 in dieser Variante nur zurück.} (21... Bxe5 {Nun müsste sich Weiß zum Zurückschlagen zwischen seiner Dame und seinem Läufer entscheiden.} 22. Bxe5 (22. Qxe5 Nd5 23. Bxd5 cxd5 {und die weißen Kräfte müssten gehalten werden können. Die folgenden ausgewählten Varianten, zu deren Entstehen mehrere aktuelle Engines beigetragen haben, bestätigen mich in meinem Urteil. Es ist unmöglich, alle beachtenswerten Wege im Detail auszurechnen. Das "Delta des Unberechneten" fordert die menschliche Einschätzung heraus.} 24. Rf1 {ist die beste der im 24. Zug für Weiß zu prüfenden Möglichkeiten. Sie führt in Stellungen, die als in etwa ausgeglichen einzuschätzen sind.} (24. Rd2 { Deckt f2 ab.} Rae8 (24... Nxg3 25. Bxg3 Rae8 26. Qxd5 Qg5 27. Bd6 $17) 25. Qxd5 Kg6 26. Qd7 Nxg3 27. e7 $17 {sieht gefährlich aus, ist aber von Schwarz mit Vorteil zu meistern.}) (24. Qc7+ Kg8 (24... Kg6 {ist schwächer, weil er die Dame blockiert, z.B.} 25. Be5 Qg5+ 26. Bf4 Qh5 27. Be5 $11) 25. Be5 Qg5+ 26. Bf4 Qg7 27. Qxg7+ $17) (24. Qxd5 $2 {würde dem Springer auf h1 eine Gelegenheit zum Entkommen geben.}) 24... Nxg3 (24... Qh3 25. Re1 Nxg3 26. Bxg3 Rae8 27. Qc7+ $11 Kg6 $8 $11) 25. Bxg3 Rae8 26. Qxd5 Qg5+ (26... Qh3 27. Qd7+ ( 27. Rg1 Kg6 28. Qd7 {wäre nur eine Zugumstellung.}) 27... Kg6 28. Rg1 f4 29. e7 fxg3 $11 30. exf8=Q Rxf8 31. Qe6+ $11) 27. Bf4 $11 Qf6 28. Re1 Rg8 29. Qd6 Qh4 $11) 22... Nd5 23. Bxd5 Nxg3 24. Bg2 $11 f4 25. Qb3 (25. Bxf4 $4 Rxf4 { und nun geht nicht} 26. Qxf4 {wegen} Ne2+ $19) 25... f3 26. Qxb7+ Kg6 27. e7 { Das Brett brennt, das Spiel steht auf des Messers Schneide. Es ist unklar, wie der Kampf ausgehen wird.}) 22. Bxd5 Bxe5 23. Bxe5 (23. Rxh1 Bxf4 $17 24. Qxf4 $15 Qg6 25. e7 Rf6 26. Bc4 $13) 23... Nxg3 24. Bg2 f4 {Auch hier ist der Ausgang unklar. Es wären weitere Berechnungen erforderlich, die ich aber in der Partie aus Kapazitätsgründen nicht weiter angegangen bin. Angemerkt sei, dass auch hier wieder der f-Bauer nicht geschlagen werden darf, weil nach dem folgenden Nehmen mit dem Turm die weiße Dame wegen der drohenden Springergabel auf e2 nicht zurückschlagen dürfte.}) ({Frühzeitig zu prüfen war auch, ob Weiß mit} 21. Qe1 {mit Erfolg auf eine Klärung um den schwarzen Springer auf h8 spielen könnte.} Rae8 {Auch schwächer als 21...a5, aber doch auf jeden Fall zu beachten.} (21... a5 {Ich denke, dass dies die beste schwarze Antwort wäre. U.a. würde sie Weiß daran erinnern, dass Schwarz Ambitionen am Damenflügel entwickeln kann, wenn er Zeit und Gelegenheit dazu erhält.} 22. Qxh1 Qxh1 23. Rxh1 Bxe5 24. dxe5 $15 Rh8 {dürfte die Qualität von 21.De1 eher nicht bestätigen können. Anstelle von 22.Dxh1 untersuchen Engines auch 22.d5 und 22.Kb1, jeweils mit eher für Schwarz günstigen Ergebnissen. Ohne das Schlagen des Springers mit der Dame macht aber 21.De1 nicht wirklich Sinn und mein Gegner hätte die Dame sonst kaum auf die Grundreihe beordert. Die Ergebnisse der Rechenknechte bei der Prüfung der Alternativen konnten insoweit zurückstehen und werden auch hier in der Kommentierung nicht gebraucht.}) (21... Rfe8 {wäre schwächer als 21...a5, zudem ist dies der falsche Turm für ein Postieren auf der e-Linie. Es könnte folgen:} 22. d5 (22. Nd3 Nxg3 23. Qxg3 Bxf4+ 24. Nxf4 $15) 22... Rad8 23. Kb1 cxd5 24. cxd5 $11) 22. d5 cxd5 (22... Nxg3 23. Qxg3 cxd5 24. cxd5 $13) 23. cxd5 Rc8+ (23... a5 $5) 24. Kb1 $13) (21. Nd7 {würde dem Anziehenden nicht wirklich etwas bringen.} Bxf4 (21... Nxd7 22. Bxd6 Nf6 23. Bc2 Kg7 24. Kb1 Ne4 $11) 22. Nxf8+ (22. Qxf4 $4 Nxd7 $19) 22... Rxf8 23. Qxf4 Kg6 $15 {Den weißen Aktionen geht nach und nach die Puste aus.}) 21... Be7 {Nach dem tiefsinnigen Rückzug des weißen Springers steht der schwarze Läufer nackt im Wind. Neben dem Textzug waren auch 21...Sc8 und 21...Sxg3 zu prüfen, während 21...Lxf4 schnell als ungünstig zu erkennen ist. Ein paar ausgewählte Varianten dazu:} (21... Nc8 22. c5 (22. d5 cxd5 (22... Nxg3 $5) 23. cxd5 $6 Qh2 {und die besseren Möglichkeiten lägen jetzt bei Schwarz.}) 22... Bxf4 (22... Be7 $5) 23. Nxf4 Qg5 24. Rxh1 $13) (21... Nxg3 22. Bxd6 Ne4 23. Nf4 Qg5 24. c5 $13) ( 21... Bxf4 22. Nxf4 $16) 22. Kb1 {Weiß holt seinen König von der Diagonale c1/h6. Wenn Schwarz Abtauschgelüste haben sollte, beugt er diesen damit vor.} ({Die Engines rechnen auch intensiv an} 22. Qe1 {herum, aber schon die Variante } Nxg3 23. Bxg3 a5 24. Ne5 Kg8 {zeigt an, dass Schwarz den Geschehnissen recht gelassen entgegensehen kann.}) 22... Rad8 {Dies war der Favorit der Engines, meiner auch.} (22... Rfe8 {kommt in einer "schnellen" Enginebewertung auch ordentlich weg. Ich habe aber für eine Berechnung in eine sichere Tiefe keine Rechnerkapazitäten binden wollen, weil ich denke, dass der Turm am Königsflügel bleiben sollte, solange nicht handfeste Gründe für einen Wechsel sprechen. Auf ihn wollte ich auch hinsichtlich der Verstärkung des f-Bauern setzen. Zudem konnte dieser Turmzug auch für einen späteren Zeitpunkt eine Option bleiben.}) ({Für} 22... Rfd8 {gilt etwas Ähnliches. Hier tritt aber die Störung des anderen Turms in seiner Entwicklung hinzu.}) ( 22... Qh3 {habe ich womöglich erneut unterschätzt, so wie vielleicht schon im 19. Zug. Planvolle Fortsetzungen für Weiß wären dann besonders 23.d5, 23. Tg1 und 23.De1. Ein paar antestende Varianten dazu:} 23. d5 (23. Rg1 Rad8 24. Ne5 Rf6 25. Nf7 Re8 $13) (23. Qe1 Rad8 24. Ne5 Rf6 25. Nf7 {25.d5 und 25.Lc2 sind prüfenswerte Alternativen.} Qg2 $13) 23... Nxg3 24. Bxg3 Bh4 25. e7 Qxg3 26. exf8=Q Rxf8 27. Qe6 Qc7 (27... cxd5 $2 28. Ne5 $18) 28. Ne5 Rf6 29. Qe8 Qg7 {und Schwarz wäre wieder voll dabei.}) ({Die elektronischen Freunde testen hier bei längeren Berechnungen auch immer wieder} 22... Rac8 {an, um den Turm dann aber alsbald nach d8 weiterziehen zu lassen. Ich denke, dass dies für eine gewisse "Ideenlosigkeit" spricht und nicht für eine wirklich ernste Alternative.}) 23. Ne5 {Hier habe ich nicht gesehen, was Schachfreund Willi im Schilde führt. Sein Schimmel schielt, und zwar auf meinen doch so sicher gedeckten c-Bauern.} Bf6 (23... Rf6 24. Nf7 {Diese Situation gefiel mir nicht. Ihr Drohen war ein wichtiger Grund für mich, nicht zu 23...Tf6 zu greifen. Waren die Sorgen vielleicht übertrieben? Die Engines tendieren zu "=", aber wohl auch nur, weil sie "unklar" nicht ausdrücken können. Auf jeden Fall bleibt die strukturelle Schwäche des schwarzen Königsflügels bestehen, die weiße Manöver auslösen können, wie sie die Partie entschieden haben.}) ( 23... Nxg3 24. Qxg3 Bg5 25. Bxg5 Qxg5 26. d5 cxd5 27. cxd5 $13) 24. a4 $1 { Weiß hat sich einen feinen Plan ausgedacht - er lässt seinen a-Bauern laufen, sodass Schwarz zu Reaktionen gezwungen wird, die das weiße Übergewicht auf dem Damenflügel wachsen lassen. Zugleich lässt er Schwarz keine Zeit, seine eigenen aktiven Ambitionen mit Nachdruck zu verfolgen.} Rfe8 25. a5 {Hier kommen die Engines zum Ergebnis, dass die Stellung ausgeglichen ist bzw. sogar ein leichter schwarzer Vorteil vorliegt. Ich sehe keinen Vorteil für Schwarz. Auch lässt es sich eher von unklaren Verhältnissen als vom Ausgleich sprechen. Etwas Sorgen hatte ich in der Partie mit Blick auf die schwarzen Möglichkeiten, die Mehrheit am Königsflügel - schnell genug - mobil zu bekommen.} Nc8 {Zu prüfen waren auch 25...Txe6 und 25...Lxe5. Also:} (25... Rxe6 26. axb6 axb6 27. Bc2 {und der Anziehende drückt schwer gegen die gegnerische Stellung.}) (25... Bxe5 {würde ich nach den Erfahrungen im weiteren Verlauf der Partie heute vorziehen.} 26. Bxe5 (26. Qxe5 Nc8 {bringt Weiß keine Vorteile gegenüber dem Textzug.}) 26... Qg6 27. Ka1 Nc8 28. Rxh1 Rxe6 $11 {Hier kommen die Engines im Ergebnis zum Stellungsausgleich. Wiegen der schwarze Qualitätsvorteil und der Mehrbauer die druckvolle und initiative weiße Stellung, in der auch das Läuferpaar eine große Rolle spielt, auf? Ich bleibe da skeptisch, allerdings wäre die Partie wohl etwas leichter zu führen als nach 25...Sc8. Vermutlich habe ich zu sehr auf das Urteil der Engines vertraut, als sie 25...Sc8 den Vorrang vor 25...Lxe5 gaben.}) 26. a6 { Weiß spielt konsequent auf eine Schwächung der schwarzen Verteidigung, um den weiteren Vormarsch seiner Kräfte vorzubereiten. Die Alternativen geben Schwarz mehr Raum zum Atmen.} (26. d5 cxd5 27. cxd5 Nd6 $13 {führt in unklare Verhältnisse.} 28. a6 Re7 29. Bc2 (29. axb7 $2 {wäre nun keine gute Idee wegen} Rxb7 $17 {und das Blatt hätte sich zugunsten von Schwarz gewendet. Jetzt bekommt der Nachziehende Raum für ein aktives Spiel am Damenflügel.}) 29... Kg7 {könnte nun folgen, ohne an der Stellungseinschätzung etwas zu ändern.}) (26. Nd7 {macht eine schöne Variante möglich, wenn Schwarz mit} Rxd7 {antwortet.} ({Es geht aber auch} 26... Bg7 {und nach} 27. d5 Ne7 28. Be5 cxd5 29. cxd5 Nxd5 30. Bxd5 Qg6 31. Ka1 Rxe6 32. Bxe6 Qxe6 $11 {sind die beiderseitigen Chancen gleich.}) 27. exd7 Rxe3 28. dxc8=Q Rxb3 $11 {Die Stellung ist interessant zu spielen, aber allzu große Hoffnungen auf einen Sieg sollten sich beide Seiten nicht machen können.}) {Die Partie befindet sich in einer interessanten Phase, die auch einen tieferen Blick in die Stärken und Schwächen der Engines erlaubt. Exemplarisch an Stockfish beobachtet: In einer Daueranalyse neigt die Maschine in den wichtigsten Varianten tendenziell zu einem schwarzen Vorteil. Erst wenn man ihr viel Zeit gönnt oder ihr die intuitiv in Betracht kommenden Alternativen zeigt, revidiert sie ihr Urteil zunehmend zugunsten von Weiß.} 26... bxa6 {Mir gefiel die Idee, mit diesem Zug einleitend auf Rückgabe der Qualität und Dezimierung der aktiven weißen Steine zu spielen.} ({Auch hier aber wieder stand} 26... Bxe5 {zur Disposition. Es sieht danach aus, dass der Zug zu besseren schwarzen Aussichten als der Partiezug geführt hätte.} 27. Bxe5 { Nun ist} b6 {die bessere der beiden in Betracht kommenden Reaktionsmöglichkeiten des schwarzen b-Bauern.} ({Nach} 27... bxa6 28. d5 { gibt es eine Vielzahl von Entwicklungen, die sich einer vollen exakten Berechnung entziehen. Weiß aber drückt jeweils massiv auf die schwarze Stellung, während Schwarz sich sehr auf die Verteidigung verlegen muss. Eine der zu beachtenden Linien sieht wie folgt aus:} Qg6 29. Qc5 Rxe6 30. dxe6 Rxd1+ 31. Bxd1 Qxe6 32. Bf4 Kg6 33. Qg1 Nxg3 34. Qxg3 $16) 28. d5 Qg6 29. Bf4 Nxg3 30. Qxg3 b5 31. cxb5 cxd5 32. Rh1 h5 33. Qh4 Nb6 34. Bc2 Kg8 $14 35. Qxh5 Qxh5 36. Rxh5 Rxe6 37. Bxf5 {Die Stellung ist schwer einzuschätzen. Stockfish sieht Weiß leicht im Vorteil. Auf jeden Fall aber sollte sie für Schwarz spielbar sein, wohl auch besser als die tatsächliche Zugfolge.}) 27. Nxc6 { Es ist ein guter Zeitpunkt für einen kleinen strategischen Rückblick. Shaw hat in seiner Anmerkung zum 14. Zug von Weiß die weißen Chancen im Angriff auf den schwarzen König gesehen und die schwarzen auf der Damenseite. Bis hier hat Weiß bewiesen, dass sich für ihn zumindest auch gute Möglichkeiten auf der linken Bretthälfte ergeben. Auf der Basis eines starken Zentrums hat er das schwarze Spiel wirksam unterdrückt und sein eigenes beständig ausgebaut.} Rd6 28. d5 Rexe6 29. dxe6 Rxc6 {Die Qualität ist zurückgegeben, doch damit hat es Schwarz noch nicht erreicht, dem Gegner ganz den Schlüssel für den aktiven Part in der Partie aus der Hand zu nehmen. Die Mehrfigur in der Form des Springers auf h1 ist quasi nur einen Bauern wert, da sie nicht zurückgeholt werden kann, ohne sich für den weißen Bauern auf g3 zu opfern.} 30. c5 Ne7 31. Bd6 {Strategisch bereitete mir die folgende Lage besondere Sorgen: Die Diagonale b1/h7 ist eine starke Option für Weiß. Er hat noch seinen weißfeldrigen Läufer, der ohne schwarzen Gegenpart ist. Die halboffene f-Linie ist eine weitere direkte Gerade für meinen Gegner, über die er mich in die Mangel nehmen kann. Mein f-Bauer fürchtet bereits schwer um sein Leben.} Kg6 {Im Nachhinein betrachtet sieht dieser Königszug bereits ziemlich hilflos aus. Mein Oberhaupt übernimmt Absicherungsaufgaben, aber in dem Bewusstsein, dass er labil aufgestellt ist und seinen Figuren im Weg stehen kann. Intensive Analysen haben mir keine Lösung aufgezeigt, die mir besser erschienen. Ein kleiner Überblick über die Möglichkeiten sieht wie folgt aus:} (31... Qh2 {Natürlich war nicht zu erwarten, dass mein Spielpartner die Gefahr auf b2 übersehen würde.} 32. Rd2 Bg5 {Dies ist die hinter 31...Dh2 stehende Idee.} (32... Qh3 33. Bxe7 Bxe7 34. Qd3 Nxg3 35. Qd7 $18) 33. Rxh2 Bxe3 34. Bxe7 Nxg3 35. Bd6 Ne4 $16) (31... Nxg3 32. Qxg3 Qh4 ( 32... Rc8 33. Bc2 Qh3 34. Qf2 Qf3 35. Qxf3 gxf3 $18) 33. Qg2 Qh3 34. Qxh3 gxh3 35. Ba4 Rc8 $16) (31... Rc8 32. Bxe7 Bxe7 33. Rd7 Re8 34. c6 Nxg3 35. c7 Qh1+ 36. Ka2 $18) (31... Bg5 32. Qe1 (32. Qg1 Nxg3 (32... Rc8 33. Qxh1 Qxh1 34. Rxh1 Rd8 35. Ba4 Nc8 $18) 33. Qxg3 Rc8 34. Qe5 Qg6 35. Qe2 $16) 32... Nxg3 33. Qxg3 {mit Übergang in die Variante nach 32.Dg1.}) 32. Ba4 $1 {Wie von selbst finden die weißen Figuren nun den Weg, die eigene Kraft beständig zu steigern und Schwarz zu passiven Antworten zu zwingen.} ({31.La4 ist meines Erachtens am besten, aber auch} 32. Qg1 {führt Weiß näher ans große Ziel.} Qh3 (32... Rc8 33. Qxh1 (33. Ba4 $5) 33... Qxh1 34. Rxh1 h5 35. Ba4 Nc6 36. b4 $16) (32... Nxg3 33. Qxg3 $16) 33. Ba4 $16 (33. Qxh1 $2 Qxh1 34. Rxh1 Nc8 35. Bd5 Rxd6 36. cxd6 Nxd6 $11 {und Schwarz ist wieder im Spiel.}) (33. Bc4 $6 Nxg3 34. Bxg3 Qh5 35. Bd6 $14)) (32. Qd2 {mit der Idee Dd2-g2 war zu berücksichtigen.}) 32... Rc8 (32... Qh2 33. Rd2 Nf2 34. Qxf2 Qxf2 35. Rxf2 Rc8 $18) 33. Qg1 Nxg3 34. Qxg3 Qh4 (34... Qg5 35. Bd7 $16) 35. Qg2 Rg8 36. Rh1 Qg5 37. Bc2 Nc8 38. Qb7 Be7 39. Qc7 h5 40. Rf1 {In der Anmerkung zum 19. Zug tauchte der Turmschwenk nach f1 schon einmal auf, musste aber noch verworfen werden. Hier nun bestätigt er, dass die f-Linie und der darauf gegen den schwarzen Bauern ausgeübte Druck ein wertvolles weißes Faustpfand war. Damit ist der Schlussakkord gespielt, die schwarze Aufgabe ist jetzt noch der einzig richtige Zug. Für Schachfreund Willi Rickert hat die Partie die Freude über einen Sieg gebracht, uns beiden aber die Freude über eine tolle Partie!} 1-0 [Event "GER/CM02/C (GER)"] [Site "ICCF"] [Date "2015.??.??"] [Round "?"] [White "Zielasko, Andreas"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C67"] [WhiteElo "2330"] [BlackElo "2289"] [Annotator "Bekemann, Uwe"] [PlyCount "60"] [EventDate "2015.??.??"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 {Ich habe diese Stellung nun das vierte Mal innerhalb weniger Jahre als Schwarzer auf dem Brett. Alle Vorgängerpartien endeten mit einem Remis. Bisher ist es meinen Gegnern, darunter auch ein Großmeister, nicht gelungen, mich auf die Verliererstraße zu drängen, und wenn sie meine Stellung noch so sehr kneteten. Also, auf ein Neues!} 9. Nc3 Ke8 10. Rd1 h6 11. b3 ({Nun bin ich raus aus meiner Praxis. GM de Oliveira zog hier} 11. h3 { Das Remis wurde mit dem 34. Zug von Weiß vereinbart.}) 11... Be6 12. Ne2 Rd8 { Dies ist das Vorgehen, das meines Erachtens am meisten dem System entspricht. Die Partiendatenbank bestätigt, dass die Spieler mit einer höheren Wertungszahl zu genau dieser Fortsetzung tendieren. Ein Abtausch könnte nur im Sinn der schwarzen "Mauertaktik" sein. Und wenn Weiß der Einladung zum Abtausch verständlicherweise nicht folgt, muss er seinen Turm schützen.} 13. Bb2 ({Aber was passiert, wenn Weiß dem Abtausch, der in etlichen Varianten Standard ist, nicht aus dem Weg geht? Ein paar Analysen und Fragmente dazu:} 13. Rxd8+ Kxd8 14. Nf4 {brachte Weiß in der Praxis mehrfach einen vollen Punkt ein. Hier war das "Gefahrenradar" frühzeitig einzusetzen, um aus den Fehlern der Spieler mit Schwarz lernen und nachteilige Pfade vermeiden zu können.} (14. Bb2 g5 {Dies ist ein alter Zug. Mein ältestes Beispiel ist eine Partie Keller - Michel, gespielt bei der Deutschen Meisterschaft 1939 in Bad Oeynhausen.} ({Analysiert habe ich auch} 14... Kc8 {mit der möglichen Folge} 15. Nf4 Bc5 16. Nxe6 fxe6 17. Kf1 {und nun} g5 {und} 18. Ke2 $11 { mit Gleichstand.}) 15. Rd1+ Kc8 16. Ned4 Nxd4 17. Nxd4 {Aber was soll gegen} Kd7 {anstelle von 17...Lc5 sprechen? Nach} ({In zwei umkämpften Fernpartien kam es nun zu} 17... Bc5 {mit dem Abtausch} 18. Nxe6 fxe6 19. Kf1 (19. g4 Rf8 { bringt Gleichstand. In der Referenzpartie folgte} 20. Rd2 Rf4 21. h3 Re4 22. Kf1 Rf4 23. Re2 Rf7 {und Schwarz hielt die Kanäle erst mal dicht. Der Anziehende sah dann seine Chancen auf dem Damenflügel und zog} 24. Bc1 { wobei er den Aufzug h3-h4 im Hinterkopf gehabt haben wird.} Kd8 25. Kg2 Ke8 26. Kg3 Rd7 27. Bd2 Kf7 {Diese Stellung muss Schwarz nicht fürchten. Er lässt auch hier nichts zu, wenn er sauber spielt. In der Partie kam es aber anders, eben weil der Nachziehende in der Folge nicht immer die besten Antworten fand. Es ist sehr anschaulich, wie er auf die schiefe Bahn kam und letztlich aufgeben musste.} 28. h4 {Die natürliche Option nach 24.Lc1.} Kg6 $2 {Diese Antwort kann nicht gut sein. Schwarz lässt es zu, dass er auf h6 eine Achillesferse erhält.} (28... gxh4+ $1 29. Kxh4 Kg6 {und alles ist gut.}) 29. h5+ Kh7 30. f4 gxf4+ 31. Bxf4 Bb4 32. Re4 Bc3 {Ich denke, dass der Läufer besser auf der Diagonale f8/a3 gehalten worden wäre.} 33. Kf3 a6 34. Be3 Re7 35. Ke2 Rg7 36. Bd2 Bxd2 37. Kxd2 {Der Anziehende setzt nun eindrucksvoll sein offensives Potenzial um. Im schwarzen Spiel vermisse ich seit bereits mehreren Zügen einen echten Plan und dies setzt sich auch im weiteren Verlauf fort. Es sieht so aus, als ob er Zug für Zug schlicht in einer Daueranalyse ermittelte Enginevorschläge ausführt.} Rd7+ 38. Ke3 Kg7 $6 39. Rd4 Rf7 40. Rf4 Re7 41. Rf6 Kh7 42. Kf4 c5 43. g5 hxg5+ 44. Kxg5 Rg7+ 45. Rg6 Re7 46. Kf6 Re8 47. Kf7 { 1-0, Salcedo Mederos, P (2333) - Popov, V (2224) ICCF 2014. Fazit während meiner Partie: Diese schwarze Niederlage hätte nicht sein müssen. Sie gibt keinen Anlass, über eine frühe Weichenstellung ihre Grundvarianten zu vermeiden.}) 19... Rf8 {hält die Partie in ganz ruhigen Bahnen.} {Im Duell Kupec, M (2145) - Jambrich, J (2024) ICCF (Slowakei) 2003, einigten sich die beiden Kontrahenten nach dem nun folgenden Schlafwagenspaziergang} 20. f3 g4 21. Rd3 h5 22. Ke1 Rf4 23. fxg4 hxg4 24. h3 Re4+ 25. Kf1 Rf4+ 26. Ke1 Re4+ 27. Kd1 Bf2 28. hxg4 {auf ein total begründetes Remis.}) 18. g4 $11 {sehe ich keinen Vorteil für Weiß.}) (14. h3 {stellt Schwarz nicht wirklich vor Probleme. Plausible Entwicklungen wie} g5 ({Oder auch} 14... Bc5 15. Bb2 Ke7 16. Rd1 Rd8 17. Rxd8 Kxd8 18. Nf4 $11) 15. g4 Bd5 16. Nxg5 hxg5 17. gxf5 f6 18. Kh2 $11 {würden in einen Gleichstand führen.}) {Alle Beispiele liefen über} 14... Bc5 {Notfalls könnte es also eine Option sein, diese Fortsetzung zu vermeiden, wenn sie denn tatsächlich in den Partien zu Problemen geführt haben könnte. Eine erste frühe Prüfung aber ließ die Rechtfertigung für einen solchen Rückschluss nicht erkennen.} ({Notfalls hätte sonst auch ein alternativer Aufbau mit} 14... Kd7 {mit nachfolgendem c6-c5 in Betracht kommen können, z.B. in der Gestalt} 15. Bb2 c5) {Keine Sorge bereitet Schwarz} 15. Nxe6+ (15. Bb2 Kc8 (15... g5 16. Nxe6+ fxe6 17. Rd1+ Ke7 $2 {Das Feld e7 hätte besser als Ausweichfeld für den Springer zur Verfügung bleiben sollen. } 18. g4 Ng7 19. Kg2 Rd8 $2 {Jetzt wird Schwarz auch in dieser Partie am Damenflügel in den Abgrund stürzen.} 20. Rxd8 Kxd8 21. Bc1 $1 Ke8 22. h4 { Das bekannte Muster.} Kf7 23. h5 (23. hxg5 {liegt auf der Hand und wäre auch tatsächlich direkter gewesen.}) 23... Ne8 $2 {Ein schwerer Fehler, denn jetzt geht} 24. Bxg5 {und nach} hxg5 25. Nxg5+ Kg8 26. Nxe6 {kann Schwarz aufgeben, was er auf} Be7 27. h6 {(1-0) tatsächlich macht, Kokarev, D (2545) - Bronnikov, K (2195), Russland 2007. Auch bei dieser Niederlage hat Schwarz maßgeblich mitgeholfen, was also erneut nicht etwa die ganze Variante aus schwarzer Sicht in Zweifel stellen kann.}) 16. Nxe6 (16. Kf1 Bd5 $11 17. Ke2 Rd8 18. Nxd5 $11) (16. Rd1 Rf8 (16... g5 17. Nxe6 fxe6 18. Rd3 g4 19. Nd2 Rd8 20. Rxd8+ Kxd8 21. Ne4 Be7 22. g3 {1-0, Palac, M (2593) - Erturan, Y (2370) Skopje 2012. Hier endet die Partie mit einem Sieg für Weiß. Stellungsmäßig ist er natürlich nicht begründet. Auf dem Weg hierher gibt es noch Ansätze für Verbesserungen des schwarzen Spiels. Auf jeden Fall ist auch dieses Ergebnis hinsichtlich der schwarzen Erfolgsaussichten irrelevant.}) 17. Nxe6 fxe6 18. Rd3 g5 {Die Stellung ist komplett in Ordnung für den Nachziehenden. Dass er die Partie in Grishanovich, S (2310) - Frolov, D (2447) St. Petersburg 2000, verloren hat, verdankt er seinem ungenauen Spiel in der nächsten Phase der Partie.}) 16... fxe6 17. Kf1 g5 18. Ke2 $11) 15... fxe6 16. Bb2 Kc8 17. Kf1 g5 18. Ke2 $11 {Es herrscht Gleichstand auf dem Brett.}) 13... g5 14. h3 Be7 { Dieser Zug schien mir am natürlichsten zu sein. Es gibt aber mehrere andere ordentliche Möglichkeiten.} ({Zu diesen zählt auch} 14... Bd5 {mit der plausiblen Folge} 15. e6 Rh7 16. exf7+ Rxf7 $11) 15. g4 Ng7 16. Ng3 Bd5 (16... c5 {habe ich als gut eingeschätzt, nur auf eine andere Weise. 16...Ld5 ist aber mit einer unmittelbaren Drohung gegen Weiß verbunden und schließt die d-Linie, was mir sympathisch war. Die folgenden Varianten aus dem Strauß dessen, was ich ermittelt habe, sind meines Erachtens am wichtigsten.} 17. Ne4 (17. c4 Rxd1+ (17... b6 $5) 18. Rxd1 b6 19. Ne4 Kf8 20. Nf6 Bc8 21. Nd2 h5 $1 $11) 17... Rxd1+ (17... b6 18. Nf6+ Kf8 19. Rxd8+ Bxd8 20. Rd1 Be7 21. Nd2 $14) (17... Bd5 18. Nf6+ Bxf6 19. exf6 Ne6 $14) 18. Rxd1 Bc8 19. e6 Rh7 20. exf7+ Kxf7 21. Ne5+ Ke8 $14) (16... Rg8 17. Nd4 (17. Nd2 Kd7 {Der König will nach c8.} 18. Nde4+ Kc8 19. Nf6 Rh8 20. Kg2 b6 $11 {Der schwarzen Festung dürfte kaum beizukommen sein.}) 17... Bd7 (17... Bc8 $5) 18. Ne4 c5 19. Nf6+ Bxf6 20. exf6 cxd4 21. fxg7 $14) (16... Rh7 17. Nd4 (17. Rxd8+ Kxd8 18. Rd1+ Kc8 19. Nd4 Bd7 20. Ndf5 Nxf5 $14 {und die schwarze Stellung ist fest.}) 17... Bd7 18. Ne4 c5 19. Nf6+ Bxf6 20. exf6 cxd4 $14 21. fxg7 Rxg7 22. Rxd4 Rg6 23. Rad1 $16) ( 16... h5 {war ein ernster Mitbewerber um meine Gunst, zumal er auch die Wertschätzung der Engines genießt. Ich habe mich dann aber dafür entschieden, den Bauern auf seinem Platz zu lassen, da er von dort aus der schwarzen Stellung Sicherheit gibt. Nicht ganz unbeeindruckt geblieben bin ich dabei von zwei Vorgängerpartien, in denen sich Schwarz zum Aufzug entschieden hatte.} 17. Ne4 Rxd1+ {war die weiße Wahl in einer Fernpartie zwischen zwei Spielern, die beide kein hohes Rating aufwiesen. Im Zuge der Überlegungen zur eigenen weiteren Spielführung war also eine gewisse Vorsicht geboten. Der Verlauf dieser Referenzpartie zeigt aber starke Anzeichen dafür, dass beide Spieler intensiv auf eine Rechnerunterstützung gesetzt und vielfach offenbar unmittelbar Vorschläge der Engines umgesetzt haben. Sie kann also Rechnererkenntnisse bieten und ist nicht durch klare und schwere Fehler in der menschlichen Kalkulation entschieden worden.} ({In der Fernpartie Ivanov, A (2507) - De Blois Figueredo, A (2349), ICCF 2014, ging es nun mit} 17... hxg4 { weiter.} 18. Nf6+ Bxf6 19. exf6 Nf5 (19... Rxd1+ $5 20. Rxd1 Nf5 {ist vielleicht etwas besser, aber auch kein "Leuchtturm".}) 20. hxg4 Rxd1+ 21. Rxd1 {Die schwarze Stellung ist unbequem und überlässt dem Nachziehenden nur eine Abwarteperspektive gegenüber dem, was Weiß nun unternimmt.} Nh6 22. Re1 Kd8 { Die einzige Möglichkeit, um nicht sofort noch gravierender in Nachteil zu geraten.} 23. Rxe6 $1 {Etwas überraschend, aber die Pointe eines feinen weißen Plans. Er gibt jetzt die Qualität, erntet in der Folge aber die Partie.} fxe6 24. Nxg5 Kd7 25. f7 {Der auf f6 zum Stehen gekommene Bauer war schon ein sehr störender Stachel im schwarzen Fleisch. Jetzt aber forciert er die weitere Entwicklung zugunsten des Anziehenden.} Rf8 26. Bg7 Nxf7 27. Bxf8 Nxg5 $16 {Es folgte} 28. Kg2 e5 29. Bh6 Nh7 30. Kh3 Nf6 31. Be3 a6 32. g5 Nd5 33. Kg4 Ke6 34. g6 Kf6 35. Kh5 Kg7 36. Bh6+ {und Schwarz streckte die Waffen, 1-0. Das schwarze Spiel in dieser Partie war kein Plädoyer für 16...h5.}) 18. Rxd1 Bd5 19. Nfxg5 Bxg5 20. Nxg5 hxg4 (20... Ne6 $5) 21. e6 $1 fxe6 ({Die Verwicklungen nach} 21... f6 22. c4 {gehen zugunsten des Anziehenden aus.}) 22. Bxg7 Rg8 23. hxg4 Rxg7 24. f4 b5 25. Rc1 $18 {Weiß steht klar besser; die "Berliner Mauer" weist Löcher auf, die in diesem System vermeidbar sein sollten. Die Partie ging wie folgt weiter:} b4 26. Kf2 Ke7 27. Kg3 Kf6 28. Re1 Rg8 29. Ne4+ Kf7 30. Nc5 a5 31. a3 e5 32. f5 bxa3 33. c4 $18 {Der Anziehende gewann mit seinem 43. Zug, Mamonov, P (1600) - Lois, S (1700) FICGS 2008. Auch diese Begegnung kann nicht so recht zu 16...h5 ermutigen.}) 17. Nd4 $146 { Ab hier habe ich kein Material mehr gefunden; meines Erachtens ist dieser Zug meines Gegners eine Neuerung.} ({Auf} 17. Nd2 {hätte ich ebenfalls} c5 { gespielt. Die Entwicklung hätte dann in etwa wie folgt weitergehen können:} 18. Nde4 Bxe4 19. Nxe4 Ne6 20. Kg2 h5 $14 ({Anstelle von 20...h5 konnte auch} 20... Nf4+ {passieren, wobei der Aufzug des h-Bauern nachgefolgt wäre. So spielte der Nachziehende in Dessaules, P (2361)-Chlewicki, G ICCF 2012. Nach} 21. Kf3 h5 22. Rxd8+ Kxd8 23. Rd1+ Ke8 24. Ng3 hxg4+ 25. hxg4 {endete die Partie, warum auch immer, mit einem Sieg für Weiß.})) 17... c5 ({Der Partiezug sagte mir etwas besser zu als die Alternative} 17... Ne6 {die aus meiner Sicht objektiv nicht schlechter ist. Ich wollte aber gerne über das Rückzugsfeld c6 für den Läufer verfügen und den c-Bauern á tempo dorthin führen, wo er in diesem System generell gut postiert ist. Die Variante hätte beispielsweise in die folgenden Linien führen können:} 18. c4 (18. Nh5 { stellt Schwarz vor keine Probleme. In den völligen Gleichstand würde dann die Variante} Be4 19. c4 Nxd4 20. Rxd4 Rxd4 21. Bxd4 Bg6 $11 {führen.}) 18... Nxd4 19. Rxd4 Be6 20. Rad1 Rxd4 21. Bxd4 a5 {Die schwarze Stellung ist kompakt und sehr gut verteidigungsfähig. Statt 21...a5 wäre auch 21...a6 eine gute Wahl.}) (17... Be6 {sieht zunächst auch solide aus, erweist sich aber bei der Analyse als schwächer. Kurze Varianten dazu:} 18. Ndf5 $5 (18. Nxe6 Nxe6 19. Rxd8+ Kxd8 20. Rd1+ Kc8 {und der weiße Vorteil ist allenfalls minimal.}) 18... Bf8 19. Kg2 Bd5+ {Nach anderen Zügen, beispielsweise mit dem Turm auf der d-Linie, ergeben sich für Weiß strategisch ähnliche Perspektiven.} 20. f3 Be6 21. Rxd8+ Kxd8 {Indem Weiß seinen Turm nun auf die h-Linie spielt, ggf. mit einem Zwischenschach auf d1, entwickelt er eine Dominanz auf dem Brett.}) 18. Ndf5 ({Die Variante} 18. Nb5 Bf3 19. Nxc7+ Kf8 20. Rxd8+ Bxd8 21. Nd5 h5 $11 {gibt beiden Seiten die gleichen Perspektiven.}) 18... Nxf5 19. Nxf5 Rh7 20. e6 (20. c4 Bf3 (20... Bc6 $5) 21. Rxd8+ Bxd8 {und Schwarz hat keine Probleme, die Stellung zu halten.}) 20... Bc6 21. Rxd8+ Kxd8 22. exf7 Rxf7 23. Rd1+ Kc8 24. Nxh6 Rf3 25. Nf5 Bd8 26. Rd3 Rxd3 27. cxd3 Bb5 28. d4 c4 29. b4 ({ Engines tendieren dazu, die Bauernspannung zu halten und den König sofort nach vorne zu bewegen, etwa mit} 29. Kg2 Kd7 30. Kg3 {usw. Nach beispielsweise} cxb3 31. axb3 Bf1 32. Ne3 Bd3 {wird aber deutlich, dass damit auch nicht viel zu erreichen ist.}) 29... Bc6 30. Kh2 Kd7 1/2-1/2 [Event "2. DBS-FEM-V02"] [Site "BdF-Schachserver"] [Date "2016.10.09"] [Round "?"] [White "Werner, Gregor"] [Black "Bekemann, Uwe"] [Result "0-1"] [ECO "E73"] [WhiteElo "1637"] [BlackElo "2055"] [Annotator "Bekemann, Uwe"] [PlyCount "110"] [EventDate "2016.11.01"] [SourceDate "2008.01.18"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2008.01.18"] [SourceQuality "1"] 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 {Königsindisch zählt zu jenen Systemen, die mir als Nachziehender nicht wirklich liegen. Ich versuche es immer wieder mal, daran etwas zu ändern. Diese Partie lässt mich hoffen, dass bei mir doch noch nicht so ganz Hopfen und Malz verloren sind.} 5. Be2 O-O 6. Be3 e5 7. d5 Na6 8. g4 Nc5 9. f3 a5 10. h4 h5 11. g5 Nh7 (11... Nfd7 12. Qd2 $14) 12. Nh3 f6 13. Qd2 Bxh3 (13... fxg5 14. hxg5 Rf7 15. O-O-O $14) 14. Rxh3 { Geht es nach Engines wie Komodo und Stockfish, dann kann Schwarz beinahe schon bald einpacken. Davon darf man sich aber als Schwarzer nicht beeindrucken lassen, wenn man sich auf Königsindisch einlässt. Ich gehe in den Anmerkungen zum 16. Zug von Weiß noch einmal darauf ein.} fxg5 15. hxg5 Rf4 { Was bekommt Schwarz, wenn Weiß das Qualitätsangebot annimmt? Er bekommt einen sehr starken eigenen schwarzfeldrigen Läufer, dem sein Gegner sich nicht richtig entgegenstellen kann. Damit stellt sich dann permanent auch die Frage nach der weißen Königssicherheit.} 16. Rg3 $146 ({Soweit sich Weiß in den wenigen Beispielen, die es zu dieser Variante gibt, zur Annahme der angebotenen Qualität mit} 16. Bxf4 {entschlossen hat, sind die Konsequenzen für Schwarz eher positiv gewesen. Die einzige mir bekannte schwarze Niederlage ging nicht auf das Qualitätsopfer zurück, sondern auf einen späteren Fehler. Aber dazu gleich mehr.} exf4 17. O-O-O (17. Qxf4 Be5 18. Qe3 Nxg5 19. Rh1 Qf6 20. Kd1 ({In die Katastrophe führte} 20. Rf1 $4 {in der Partie Radev - Martinovic, Lublin 1977. Es folgte} Bf4 21. Qg1 a4 22. a3 Nb3 23. Rd1 (23. Ra2 Nh3 24. Qg2 Bd2+ $19) 23... Nh3 24. Qg2 Qh4+ 25. Rf2 Nxf2 26. e5 Ng4+ {und Weiß gab auf.}) 20... a4 {In der Fernpartie Borwell - Gatto, WT/ M/GT 231, 1987, einigten sich die Kontrahenten nach den wenigen weiteren Zügen } 21. Kc2 a3 22. b4 Bf4 23. Qg1 Na4 24. Nxa4 Rxa4 25. Rb1 Kg7 {auf ein Remis. Die Stellung bietet aber genügend Potenzial, um noch weiter ausgekämpft zu werden.}) 17... Nxg5 18. Rh2 Qf6 19. Rg1 Nf7 20. Rhg2 Ne5 $17 {Diese Stellungsbeurteilung stammt von Raymond Keene. Die Engines sind nicht bereit, sie in gleicher Weise zu bestätigen. Das aber ist im Königsinder keine Besonderheit. Diese Eröffnung ist mit ihren Konterqualitäten, die auf längere Sicht erst die schwarzen Faustpfänder ausspielen, für Engines schwer zu berechnen. Bei meiner Entscheidung zu 15...Tf4 habe ich mich von Keenes Urteil beeinflussen lassen.} 21. Kb1 c6 $4 {Mit diesem schweren Fehler wirft Schwarz die Partie weg. Er übersieht, dass Weiß nach dem Abtausch seinen Springer auf d5 ziehen kann, woraufhin von der schwarzen Stellung nur noch eine Ruine zurückbleibt.} (21... a4 {wäre eine gute Entscheidung gewesen.}) 22. dxc6 bxc6 23. Nd5 $18 cxd5 (23... Qf7 24. Nxf4 $18) 24. Qxd5+ Kh7 25. Qxa8 $18 {Gunnarsson - Keene, Reykjavik 1976. Der Nachziehende hatte in der Partie nicht mehr allzu viel zu bestellen und verlor im 41. Zug.}) ({ Interessante Ansätze bietet auch eine im auslaufenden letzten Jahrtausend im Jugendfernschach gespielte Fernpartie, in der Weiß ebenfalls das angebotene Qualitätsopfer verschmähte. Nach} 16. O-O-O a4 17. Rg1 Qd7 18. Rgh1 Qf7 19. Rg3 Nf8 20. Bd1 Nfd7 21. Kb1 Nb6 22. Qe2 Qe7 23. Bc2 Rff8 24. Rgh3 Ncd7 { kamen die beiden Spieler wohl zu der Erkenntnis, dass sie ohne Wagnisse einzugehen nicht weiterkamen, so dass sie sich zu einem Remis entschlossen (Dommaschk - Grube, 18. DJOFM/E 1996).}) 16... a4 {Der Bauer markiert die Schwäche besonders des Bauern auf b2.} 17. O-O-O {Ein Problem des Anziehenden in dieser Variante liegt darin, seinen König ausreichend sicher zu halten. Mit der langen Rochade ist es nicht etwa dauerhaft gelöst, denn das schwarze Spiel konzentriert sich in der Folge auf den Damenflügel. Genau dort aber hat der König nun sein Asyl gesucht.} Rf7 18. Kb1 Bf8 19. Rgg1 Qe7 (19... Ra6 { war hier schon zu überlegen, der Zug kommt gleich mit der Nr. 20 zur Ausführung.}) 20. Nb5 Ra6 {Auf der 6. Reihe gewinnt der Turm an Wirkung und Aktivität. Er stützt die eigene Bauernformation von der Seite und verschafft sich die Option, nach b6 zu wechseln und von dort gegen die weiße Schwäche b2 zu drücken.} 21. Qe1 Qd8 {Ich wollte einfach erst mal abwarten, was mein Spielpartner versuchen und was er zu riskieren bereit sein würde.} (21... Rb6 {wäre meines Erachtens zu früh gewesen.} 22. Qc3 Bg7 ({Die vom Rechner ermittelte Variante} 22... Ra6 23. Qc1 Rb6 24. Qc2 Ra6 25. Qd2 Qe8 $16 { bestätigt mit dem Hin- und Herziehen recht eindrucksvoll, dass diesem die königsindische Struktur der Stellung Schwierigkeiten bereitet. Es ist kein roter Faden erkennbar, weil er im Gegensatz zum Menschen nicht in Strukturen "denken" kann, sondern immer alle Möglichkeiten mehr oder weniger tief brutal durchrechnet.}) 23. b4 axb3 24. axb3 Bf8 25. b4 Na6 {Damit dürften sich die schwarzen Chancen am Damenflügel erst mal erledigt haben. Nun ist es der Anziehende, der auch hier dominiert.}) (21... Ra8 {ist der Rechner intensiv zu berechnen bereit und kommt dann im Variantendschungel immer zu einem klaren weißen Vorteil. Der Weg zurück wäre aber das Eingeständnis, dass der Ausflug des Turms nach a6 suboptimal war, und so kam er für mich von vornherein nicht in Frage. Die Entscheidung im 20. Zug war gut und deshalb bleibt es dabei.}) (21... c6 22. dxc6 Rxc6 $16) 22. Qg3 Bg7 23. Bf1 Nf8 24. Bh3 Qe7 25. Rg2 Qd8 {Schwarz kann hier einfach erst mal weiter abwarten. Seine Stellung ist solide und zäh. Wenn Weiß etwas erreichen will, dann muss er mehr riskieren.} 26. Rdd2 Kh7 {Hier wären auch noch weiter Abwartezüge mit der Dame möglich.} 27. Rh2 Qe7 28. Qg2 Rf4 {Das Manöver folgt ähnlichen Ansätzen wie im 14. Zug. An der Stellungsstruktur hat sich zwischenzeitlich nichts geändert. Während die weißen Bauern allesamt noch in ihren damaligen Positionen zu finden sind, ist auf der schwarzen Seite eine Änderung eingetreten, indem der a-Bauer um ein Feld bis a4 vorgerückt ist. Wenn Weiß zupacken sollte, wird die Schwäche b2 bloßgelegt.} 29. Bf5 {Weiß erkennt an, dass er nicht weiterkommt, ohne seinen Einsatz zu erhöhen.} Kg8 30. Qh3 Qf7 31. Bxf4 {Endlich! Jetzt bekommen wir ein echtes Spiel!} exf4 {Jetzt hat der schwarze Läufer die Diagonale h8/a1 für sich und beißt gegen b2. Es werden nun verschiedene Perspektiven erkennbar, dem weißen König weiter auf den Pelz zu rücken.} 32. Bxg6 Qxg6 33. Nxc7 Rb6 34. Qf5 (34. Nb5 Qe8 $11) 34... Bc3 (34... Rb4 {war eine gute Alternative, z.B.} 35. Ne6 Ncxe6 36. Qxg6 Nxg6 37. dxe6 $11) 35. Rc2 Bg7 36. Rce2 (36. Rhd2 Rb4 $11) (36. Qxf4 $6 Be5) 36... Rb4 $11 37. Nb5 Nd3 {[%cal Rb4b2,Rd3b2,Rg7b2,Gb1b2,Ge2b2]} 38. Qxg6 Nxg6 39. Nxd6 Bxb2 40. Rxb2 Rxb2+ 41. Rxb2 Nxb2 42. Kxb2 h4 43. Nf5 Kf8 44. d6 Ke8 45. Nh6 Ne5 46. g6 Nxg6 47. Ng4 h3 {Auf diesen Bauern muss Weiß aufpassen, der Springer hat seine Mobilität verloren.} 48. Kc3 $2 {Dieser natürlich anmutende Zug ist ein schwerer Fehler und kostet Weiß die Partie! So unscheinbar dieser Fehler auch daherkommt, er ist folgenreicher als er erwarten lässt.} (48. Ka3 $5 $11 {hätte erst mal alles gehalten. Für mich gehört es zum Reiz des Schachspiels, dass es mit solchen verborgenen und dann überraschenden Wendungen auftritt.}) 48... Ne5 $19 {Ob mein Spielpartner übersehen hat, dass der Springer nicht geschlagen werden darf, weil sonst der h-Bauer in die Dame läuft? Hat er hier auf den Einsatz einer Engine verzichtet? Ich bin mir absolut sicher, dass er in seiner Spielführung bis hier ebenso wie ich selbst auf Engineunterstützung gesetzt hat.} 49. Nh2 Kd7 50. c5 (50. Kd4 Kxd6 51. c5+ Ke6 $19) 50... Kc6 {Der c-Bauer wird fallen. Der weiße Springer ist bis auf Weiteres an die Aufgabe gebunden, den h-Bauern aufzuhalten. Wenn er endlich Unterstützung von seinem König erhält, werden die verbundenen schwarzen Bauern am Damenflügel den Sieg sicherstellen.} 51. Kd4 Nd7 52. Ng4 Nxc5 53. Ke5 b5 54. Kxf4 Nd3+ (54... Kxd6 $5 55. Kg3 Nd3 56. Ne3 $19 {geht auch.}) 55. Kg3 Kxd6 {Weiß gibt sportlich fair die Partie auf und lässt sich den weiteren Weg nicht mehr zeigen.} (55... Kxd6 56. Ne3 Kc5 57. Kxh3 Kd4 58. Nf5+ Kc3 $19) 0-1